FPÖ-Leyroutz: Beschämende Sparmaßnahme zu Lasten Krebskranker stoppen!

Zuerst muss GKK Strukturen in Niederlassung verbessern, ehe Spitalsambulanzen gesperrt werden

Klagenfurt (OTS) - "Das ist die unanständigste Sparmaßnahme in der Kärntner Gesundheitspolitik seit 50 Jahren". So kommentiert der Klubobmann der Kärntner Freiheitlichen Mag. Christian Leyroutz die Entscheidung des Klinikums Klagenfurt, krebskranke Patienten nicht mehr bzw. nur mehr in geringer Zahl auf den eigenen Ambulanzen zu betreuen. Die Krebspatienten sollten sich für die notwendige Nachsorge einen niedergelassenen Facharzt suchen. Die Erfinder dieser Aktion, die damit Spitalskosten einsparen wollen, spekulieren offenbar damit, dass sich die schwer Kranken, die vom Schicksal schwer getroffen sind, nicht wehren können.
Man könnte über eine Verlagerung von Leistungen in den ambulanten Bereich diskutieren, wenn die Strukturen passen würden, so Leyroutz. "Doch Kärnten hat bei weitem nicht genügend niedergelassene Fachärzte, welche die Tumorpatienten übernehmen könnten. Kärnten zählt laut einer Statistik des Hauptverbandes zu jenen Bundesländern mit der geringsten Dichte an Kassenfachärzten. Es gibt außer in der Radiologie keine einzige Gruppenpraxis. Und jetzt schickt man die Krebskranken zu diesen ohnehin überlasteten Facharztpraxen. Hinzu kommt, dass Leistungen, welche Krebskranke brauchen, nicht im Honorarkatalog der GKK enthalten sind. Die Krebskranken wären teilweise gezwungen, privat dazuzahlen", kritisiert Leyroutz.
"Wo bleibt hier die Gesundheitsreferentin LhStv Dr. Beate Prettner? Warum schweigt das Gewissen der rot-grün-schwarzen Gesundheitspolitik", fragt Leyroutz. Er fordert, dass die Sparmaßnahme gestoppt wird, solange nicht folgende Dinge geschehen sind. "Die GKK muss garantieren, dass alle Leistungen, welche Krebskranke bisher in den Spezialambulanzen des Klinikums erhalten haben, auch bei niedergelassenen Fachärzten angeboten und bezahlt werden. Weiters muss die GKK gewährleisten, dass auch alle Wahlfachärzte auf Kassenkosten Tumorpatienten versorgen dürfen. Drittens muss die GKK alle Limits für Leistungen bei Fachärzten aufheben, wenn sie die Nachsorge der Tumorpatienten betreffen".
Vor der Sparmaßnahme müsse zwingend ein Gespräch zwischen Klinikum und niedergelassenen Fachärzten erfolgen, bei dem sichergestellt wird, dass alle Krebskranken versorgt werden können. "Das alles hat bisher nicht stattgefunden. Ein neuer medizinischer Spitalsdirektor, welcher die mangelhaften ambulanten Strukturen in Kärnten nicht kennt, will die Krebskranken aus dem Krankenhaus aussperren und niemand verhindert das. Das ist ein weiterer Beweis, dass das Kärntner Gesundheitssystem in einer tiefen Krise steckt", stellt Leyroutz fest und kündigt abschließend massiven Wiederstand im Landtag gegen diese Politik auf dem Rücken der Schwächsten an.

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