• 05.01.2015, 10:51:53
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FPÖ-Leyroutz: Beschämende Sparmaßnahme zu Lasten Krebskranker stoppen!

Zuerst muss GKK Strukturen in Niederlassung verbessern, ehe Spitalsambulanzen gesperrt werden

Utl.: Zuerst muss GKK Strukturen in Niederlassung verbessern, ehe
Spitalsambulanzen gesperrt werden =

Klagenfurt (OTS) - "Das ist die unanständigste Sparmaßnahme in der
Kärntner Gesundheitspolitik seit 50 Jahren". So kommentiert der
Klubobmann der Kärntner Freiheitlichen Mag. Christian Leyroutz die
Entscheidung des Klinikums Klagenfurt, krebskranke Patienten nicht
mehr bzw. nur mehr in geringer Zahl auf den eigenen Ambulanzen zu
betreuen. Die Krebspatienten sollten sich für die notwendige
Nachsorge einen niedergelassenen Facharzt suchen. Die Erfinder
dieser Aktion, die damit Spitalskosten einsparen wollen, spekulieren
offenbar damit, dass sich die schwer Kranken, die vom Schicksal
schwer getroffen sind, nicht wehren können.
Man könnte über eine Verlagerung von Leistungen in den ambulanten
Bereich diskutieren, wenn die Strukturen passen würden, so Leyroutz.
"Doch Kärnten hat bei weitem nicht genügend niedergelassene
Fachärzte, welche die Tumorpatienten übernehmen könnten. Kärnten
zählt laut einer Statistik des Hauptverbandes zu jenen Bundesländern
mit der geringsten Dichte an Kassenfachärzten. Es gibt außer in der
Radiologie keine einzige Gruppenpraxis. Und jetzt schickt man die
Krebskranken zu diesen ohnehin überlasteten Facharztpraxen. Hinzu
kommt, dass Leistungen, welche Krebskranke brauchen, nicht im
Honorarkatalog der GKK enthalten sind. Die Krebskranken wären
teilweise gezwungen, privat dazuzahlen", kritisiert Leyroutz.
"Wo bleibt hier die Gesundheitsreferentin LhStv Dr. Beate Prettner?
Warum schweigt das Gewissen der rot-grün-schwarzen
Gesundheitspolitik", fragt Leyroutz. Er fordert, dass die
Sparmaßnahme gestoppt wird, solange nicht folgende Dinge geschehen
sind. "Die GKK muss garantieren, dass alle Leistungen, welche
Krebskranke bisher in den Spezialambulanzen des Klinikums erhalten
haben, auch bei niedergelassenen Fachärzten angeboten und bezahlt
werden. Weiters muss die GKK gewährleisten, dass auch alle
Wahlfachärzte auf Kassenkosten Tumorpatienten versorgen dürfen.
Drittens muss die GKK alle Limits für Leistungen bei Fachärzten
aufheben, wenn sie die Nachsorge der Tumorpatienten betreffen".
Vor der Sparmaßnahme müsse zwingend ein Gespräch zwischen Klinikum
und niedergelassenen Fachärzten erfolgen, bei dem sichergestellt
wird, dass alle Krebskranken versorgt werden können. "Das alles hat
bisher nicht stattgefunden. Ein neuer medizinischer Spitalsdirektor,
welcher die mangelhaften ambulanten Strukturen in Kärnten nicht
kennt, will die Krebskranken aus dem Krankenhaus aussperren und
niemand verhindert das. Das ist ein weiterer Beweis, dass das
Kärntner Gesundheitssystem in einer tiefen Krise steckt", stellt
Leyroutz fest und kündigt abschließend massiven Wiederstand im
Landtag gegen diese Politik auf dem Rücken der Schwächsten an.

(Schluss)

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