AK-Präsident Kalliauer fordert transparentes Wartezeiten-Management: „Ärztekonflikt darf nicht zu längeren Wartezeiten führen!“

Linz (OTS) - Aufgrund der laufenden Lohnverhandlungen mit den Spitalsärzten/-innen wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Kürzung der Arbeitszeit befürchten viele nun längere Wartezeiten für geplante Operationen. Die Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten und die damit verbundenen finanziellen und organisatorischen Anpassungs-Notwendigkeiten wurden nämlich in den Einsparungszielen der OÖ-Spitalsreform nicht berücksichtigt. Die Arbeiterkammer Oberösterreich begrüßt die Reduktion der Arbeitszeit für die Spitalsärzte, für Präsident Dr. Johann Kalliauer steht aber fest:
"Die damit verbundenen Anpassungen dürfen nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten sowie der Pflegebediensteten gehen!

Durch die OÖ-Spitalsreform sollen bis zum Jahr 2020 durch den Abbau von Spitalsbetten, Schließungen und Zusammenlegungen von Abteilungen 2,2 Mrd. Euro eingespart werden. Der finanzielle Mehraufwand durch die Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten/-innen wurde in der OÖ-Spitalsreform nicht berücksichtigt. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer befürchtet, dass es aufgrund der Untätigkeit des Landes Oberösterreich zu Leistungskürzungen kommt und damit für die Patientinnen und Patienten zu längeren Wartezeiten: "Die Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten war dem Land seit Jahren bekannt, trotzdem wurde darauf in der Spitalsreform nicht ausreichend reagiert".

Die Wartelisten auf Operationen werden von einigen Spitalsträgern bereits im Internet - wie gesetzlich vorgeschrieben - veröffentlicht. Die Arbeiterkammer OÖ sieht bei den Wartezeiten allerdings immer noch das Grundproblem, dass das Land OÖ die Spitalsträger nicht verpflichtet, die Einteilung der OP-Termine nach medizinischen und sozialen Kriterien vorzunehmen. Aus Sicht der AK sollten etwa Kriterien wie starke Schmerzen, Berufstätigkeit und Art der Berufstätigkeit sowie Betreuungsverhältnisse zu Hause bei der Vergabe von OP-Terminen berücksichtigt werden. Für Patienten/-innen sollte ihre Terminreihung klar nachvollziehbar sein. Nur mit transparenten Kriterien ließe sich die OP-Planung nach Dringlichkeitsstufen vornehmen. "Deswegen ist ein Wartezeiten-Management in die OÖ-Spitalsreform zu integrieren, um so die Wartezeiten für die Betroffenen trotz der Arbeitszeitreduktion der Ärztinnen und Ärzte möglichst kurz zu halten", so Kalliauer.

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