- 04.01.2015, 10:00:02
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AK-Präsident Kalliauer fordert transparentes Wartezeiten-Management: „Ärztekonflikt darf nicht zu längeren Wartezeiten führen!“
Linz (OTS) - Aufgrund der laufenden Lohnverhandlungen mit den
Spitalsärzten/-innen wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Kürzung
der Arbeitszeit befürchten viele nun längere Wartezeiten für geplante
Operationen. Die Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten und die
damit verbundenen finanziellen und organisatorischen
Anpassungs-Notwendigkeiten wurden nämlich in den Einsparungszielen
der OÖ-Spitalsreform nicht berücksichtigt. Die Arbeiterkammer
Oberösterreich begrüßt die Reduktion der Arbeitszeit für die
Spitalsärzte, für Präsident Dr. Johann Kalliauer steht aber fest:
"Die damit verbundenen Anpassungen dürfen nicht zu Lasten der
Patientinnen und Patienten sowie der Pflegebediensteten gehen!
Durch die OÖ-Spitalsreform sollen bis zum Jahr 2020 durch den Abbau
von Spitalsbetten, Schließungen und Zusammenlegungen von Abteilungen
2,2 Mrd. Euro eingespart werden. Der finanzielle Mehraufwand durch
die Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten/-innen wurde in der
OÖ-Spitalsreform nicht berücksichtigt. AK-Präsident Dr. Johann
Kalliauer befürchtet, dass es aufgrund der Untätigkeit des Landes
Oberösterreich zu Leistungskürzungen kommt und damit für die
Patientinnen und Patienten zu längeren Wartezeiten: "Die
Arbeitszeitreduktion bei den Spitalsärzten war dem Land seit Jahren
bekannt, trotzdem wurde darauf in der Spitalsreform nicht ausreichend
reagiert".
Die Wartelisten auf Operationen werden von einigen Spitalsträgern
bereits im Internet - wie gesetzlich vorgeschrieben - veröffentlicht.
Die Arbeiterkammer OÖ sieht bei den Wartezeiten allerdings immer noch
das Grundproblem, dass das Land OÖ die Spitalsträger nicht
verpflichtet, die Einteilung der OP-Termine nach medizinischen und
sozialen Kriterien vorzunehmen. Aus Sicht der AK sollten etwa
Kriterien wie starke Schmerzen, Berufstätigkeit und Art der
Berufstätigkeit sowie Betreuungsverhältnisse zu Hause bei der Vergabe
von OP-Terminen berücksichtigt werden. Für Patienten/-innen sollte
ihre Terminreihung klar nachvollziehbar sein. Nur mit transparenten
Kriterien ließe sich die OP-Planung nach Dringlichkeitsstufen
vornehmen. "Deswegen ist ein Wartezeiten-Management in die
OÖ-Spitalsreform zu integrieren, um so die Wartezeiten für die
Betroffenen trotz der Arbeitszeitreduktion der Ärztinnen und Ärzte
möglichst kurz zu halten", so Kalliauer.
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