• 30.12.2014, 13:17:44
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Orden trennen sich von Bankhaus "Schelhammer & Schattera"

Superiorenkonferenz verkauft Mehrheitsanteil an Kirchenbank der GRAWE-Gruppe

Wien, 30.12.2014 (KAP) Die Superiorenkonferenz der männlichen
Ordensgemeinschaften in Österreich trennt sich vom Bankhaus "Schelhammer &
Schattera" und verkauft ihren Mehrheitsanteil an die Capital Bank GRAWE-Gruppe
AG. Eine entsprechende Mitteilung veröffentlichten die Ordensgemeinschaften am
Montagabend auf ihrer Internetseite. Das Bankhaus werde "als selbständige Bank
unter dem bisherigen Namen und an den beiden Wiener Standorten erhalten
bleiben", versicherte GRAWE-Generaldirektor Othmar Ederer am Dienstag
gegenüber "Kathpress". Über den Kaufpreis des 54-Prozent-Anteils an der Bank
wurde zwischen GRAWE und Superiorenkonferenz Stillschweigen vereinbart. Die
für den definitiven Einstieg der GRAWE beim Bankhaus nötige Entscheidung der
Finanzmarktaufsicht (FMA) steht noch aus.

Pater Erhard Rauch, Generalsekretär der Superiorenkonferenz und
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei "Schelhammer & Schattera",
informierte über einen entsprechenden Vorstandsbeschluss der
Superiorenkonferenz am 22. Dezember. "Neben dem finanziellen Aspekt war den
Vorstandsmitgliedern wichtig, dass einerseits der Fortbetrieb der Bank vor
allem im ethischen und nachhaltigen Bereich gesichert und andererseits für die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die größtmögliche Sicherheit gegeben ist", so
Rauch.

Der Erlös aus dem Verkauf der Bankanteile wird wieder veranlagt, damit mit den
daraus resultierenden Erträgen so wie bisher gemeinsame Aktivitäten der Orden
finanziert werden können, erklärte Rauch. Konkret geht es um Projekte in den
Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit, Kultur und Medien, die bislang aus
den jährlichen Erträgen der Bankbeteiligung finanziell unterstützt wurden.

Mit der Verkaufsentscheidung kommt eine mehrmonatige Sondierung zum Abschluss,
den die Superiorenkonferenz selbst angestoßen hatte. Der Kremsmünsterer Abt
Ambros Ebhart hatte als Aufsichtsratsvorsitzender der Kirchenbank im September
erklärt, dass man Ausschau nach Interessenten halten wolle. Als Grund dafür
nannte er den zunehmenden Regulierungsdruck, der zu überproportionalen
Belastungen und Kosten bei kleinen Privatbanken führe.

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(ende) pwu/rme/

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