IMMO-CONTRACT Marktbericht Wien 2014

Wiener Immobilienmarkt bricht ein

Wien (OTS) - Im Jahresvergleich bricht der Wiener Immobilienmarkt um knapp 18% bei den Gesamttransaktionen auf EUR 4,44 Milliarden ein. Die Durchschnittsquadratmeterpreise stagnieren mit minimalen +0,43% bei EUR 2.835,-. Gleichzeitig ist die Zahl der Transaktionen um 11,7% rückläufig. Das Spitzensegment verzeichnet einen dramatischen Rückgang von rund 33%.

Der Wiener Markt im Detail

Hochgerechnet wurden im Jahr 2014 nur mehr EUR 4,44 Milliarden in Wiener Immobilien investiert. Im Jahr 2013 waren es noch knapp EUR 5,4 Milliarden, das ergibt ein sattes Minus von 17,63%. 2014 wurden laut IMMO-CONTRACT und immounited Datenbank etwas mehr als 12.000 Transaktionen im Jahr verzeichnet, was ebenfalls einem deutlichen Rückgang von 11,72% entspricht.

Das Durchschnittstransaktionsvolumen lag bei knapp EUR 370.000,-, somit ergibt sich auch hier ein Minus von 6,9% im Vergleich zu 2013.

Der Wiener Wohnungsmarkt liegt mit einem kleineren Minus von 8,91% besser als der Gesamtmarkt, der vor allem von einem beträchtlichen Einbruch im Hochpreissegment beeinflusst ist: So wurden in der Inneren Stadt um 34,35% weniger in Immobilien investiert als im Vorjahr. Sowohl die Zahl der Gesamttransaktionen (hochgerechnet lediglich 109, -6,33%) als auch die Durchschnittsquadratmeterpreise (EUR 8.517, -13,27%) sind stark rückläufig.

So musste man in Wien im Jahr 2014 für den m2 einer Durchschnittswohnung EUR 3.468,- hinlegen. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich hier ein leichtes Plus von 0,43%.

Die Grundstückspreise in Wien erzielten mit durchschnittlich EUR 444,- pro Quadratmeter um 19,35% mehr als 2013, da jedoch um 26,72% weniger Grundstücke (rund 290) verkauft wurden, ist auch hier der Gesamtmarkt mit einem hochgerechneten Volumen von EUR 137 Millionen mit 44,11% im Minus.

Alle angeführten Zahlen sind ohne Berücksichtigung der Inflation, die bei Miteinberechnung das Gesamtbild nochmals verstärken würde.

Die Analyse der Zahlen

"Der Wiener Immobilienmarkt ist aufgrund der nachhaltigen Nachfrage, nach wie vor ein sicheres Investment!", so Stephan Pasquali, Geschäftsführer von IMMO-CONTRACT. Derselbe weiter: "Jedoch wird nicht mehr jede Qualität zu jedem Preis gekauft, vor allem das zum Teil noch immer überbewertete Spitzensegment kommt ins Schwitzen."

Für die schlechte Entwicklung am Markt gibt es mehrere Faktoren:
Einerseits wurden 2014 einige Projekte fertiggestellt, die zu "Vorkrisenpreisen" angeboten werden, anderseits haben sowohl Privathaushalte, aber auch private Investoren, trotz sehr niedriger Zinsen, ein Finanzierungsproblem. Die allgemeine Unsicherheit aufgrund von schlechten Wirtschaftsprognosen behindert zusätzlich die Investitionsfreudigkeit einiger Anleger und Privatpersonen.
Ein weiterer nicht unwesentlicher Faktor ist die zu späte Einführung der neuen Bauordnung, die viele Entwickler zurückhaltend agieren hat lassen.

Wenn die Zahlen im Detail betrachtet werden, kann festgehalten werden, dass der Wiener Markt im Allgemeinen auf gesunden Beinen steht, 2014 kann als Jahr der Marktbereinigung (einige Immobilienfirmen und -maklerbüros sind vom Markt verschwunden) verstanden wer-den. Die Preise haben sich auf hohem Niveau deutlich stabilisiert, lediglich das überteuerte Spitzensegment, hat einen "gesunden" Dämpfer erfahren. Nicht für jedes Dachgeschoss in Randlage sind EUR 5.000,- oder mehr am Markt erzielbar.
Zu diesem Schluss kommt man auch bei genauerer Betrachtung der Verkaufszahlen von IMMO-CONTRACT: Das Kerngeschäft (Einfamilienhaus und Eigentumswohnung) wurde mit einem Plus von 20% abgeschlossen (rund 1.400 Transaktionen in Wien, Nieder-, Oberösterreich, Burgenland und Tirol). Durch den guten Zugang zu vernünftigen Finanzierungen innerhalb der start:gruppe und des Volksbank-Konzerns, gelang uns insbesondere im Mittelpreissegment eine deutliche Geschäftsausweitung. Hier stimmen gewöhnlich auch die Renditen für Anleger, die zu marktüblichen Mieten vermieten.
Aufgrund der Tatsache, dass Wien im nächsten Jahrzehnt nachhaltig wächst und dadurch die Nachfrage gesichert ist, kann abschließend festgehalten werden, dass Immobilieninvestitionen in klassische Wiener Immobilien weiterhin eine ausgezeichnete Anlageform darstellen. Bei Investitionen in das Spitzensegment ist (außer bei langfristigem Eigenbedarf) jedoch Vorsicht geboten...

IMMO-CONTRACT ist der größte Immobilientreuhänder in der Volksbank-Gruppe und ein Unternehmen der start:gruppe. Mit mehr als 120 Maklern und 24 Standorten hat sich IMMO-CONTRACT seit 23 Jahren als Qualitätsmakler am Markt etabliert.

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