- 30.12.2014, 10:22:07
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ÖAMTC: Das Spritpreisjahr in Zahlen
Sprit zwar günstiger, Autokosten in Summe aber dennoch gestiegen
Utl.: Sprit zwar günstiger, Autokosten in Summe aber dennoch
gestiegen =
Wien (OTS) - "Zumindest was die Spritpreise betrifft, war 2014 ein
gutes Jahr für Autofahrer", resümiert
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Günstiger als
heuer tankte man zuletzt im Jahr 2010." Im Jahresdurchschnitt kostete
der Liter Superbenzin 1,348 Euro, der Liter Diesel 1,298. "Somit
tankte man im Jahresschnitt um fünf beziehungsweise sechs Cent je
Liter günstiger als im Jahr 2013", rechnet Brandau vor.
Zurückzuführen ist der niedrige Spritpreis in erster Linie auf den
Ölpreis. Dieser erreichte im Sommer mit etwa 110 Dollar je Barrel
(Opec-Korb) sein diesjähriges Maximum und fiel anschließend bis zum
Jahresende um rund 50 Prozent. "Es ist schon ein paar Jahre her, dass
das Barrel im Jahresmittel für unter 100 Dollar, beziehungsweise für
unter 73 Euro, zu haben war", zeigt die ÖAMTC-Expertin auf.
Betrachtet man die beiden Kraftstoff-Arten im Detail, so ist
unschwer zu erkennen, dass die Preisentwicklung keinesfalls parallel
verlief. "Bei Diesel ging es seit Jänner ständig bergab", stellt
Brandau fest. Zahlte man im Jänner im Schnitt 1,335 Euro je Liter,
waren es im Dezember nur mehr 1,170 Euro und damit um rund 17 Cent je
Liter weniger. "Zum Jahresende kostet eine Tankfüllung von 50 Litern
etwa acht Euro weniger als noch im Jänner 2014", verdeutlicht die
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.
Die Preise für Superbenzin stiegen hingegen bis zur Jahresmitte
und erreichten mit 1,394 Euro im Juli ihren Höhepunkt. "Anschließend
ging es aber auch mit den Superbenzin-Preisen markant nach unten",
analysiert Brandau. "Von Juli bis Dezember gaben die Preise um rund
20 Cent nach und erreichten mit 1,199 Euro ihren Tiefststand." Durch
diesen starken Preisverfall konnten auch die Preissteigerungen der
ersten Jahreshälfte beinahe wettgemacht werden. "Im Durchschnitt
kostet der Liter Super im Dezember an den heimischen Tankstellen um
rund 15 Cent je Liter weniger als noch im Jänner", erläutert die
ÖAMTC-Expertin.
Setzt man Diesel und Benzin in Relation zueinander, ist
festzustellen, dass der Preisunterschied zwischen beiden Hauptsorten
im Juli mit rund acht Cent am größten war. Im Dezember lag die
Differenz bei nur noch rund drei Cent zugunsten des Diesels.
Autofahren wurde teurer
"Der Umkehrschluss, dass niedrigere Spritpreise automatisch
günstigere Autokosten bedeuten, ist jedoch nicht zulässig", gibt die
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin zu bedenken. Immerhin ist die
motorbezogene Versicherungssteuer zwischen November 2013 auf November
2014 um rund 13 Prozent (Statistik Austria) angestiegen. Aber auch
Parkgebühren sowie Instandhaltungs- und Reparaturkosten sind seit dem
Vorjahr merklich gestiegen. "Trotz der gesunkenen Kraftstoff-Preise
ist Autofahren in Summe gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent teurer
geworden", stellt Brandau abschließend fest.
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