ÖAMTC: Das Spritpreisjahr in Zahlen

Sprit zwar günstiger, Autokosten in Summe aber dennoch gestiegen

Wien (OTS) - "Zumindest was die Spritpreise betrifft, war 2014 ein gutes Jahr für Autofahrer", resümiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Günstiger als heuer tankte man zuletzt im Jahr 2010." Im Jahresdurchschnitt kostete der Liter Superbenzin 1,348 Euro, der Liter Diesel 1,298. "Somit tankte man im Jahresschnitt um fünf beziehungsweise sechs Cent je Liter günstiger als im Jahr 2013", rechnet Brandau vor.

Zurückzuführen ist der niedrige Spritpreis in erster Linie auf den Ölpreis. Dieser erreichte im Sommer mit etwa 110 Dollar je Barrel (Opec-Korb) sein diesjähriges Maximum und fiel anschließend bis zum Jahresende um rund 50 Prozent. "Es ist schon ein paar Jahre her, dass das Barrel im Jahresmittel für unter 100 Dollar, beziehungsweise für unter 73 Euro, zu haben war", zeigt die ÖAMTC-Expertin auf.

Betrachtet man die beiden Kraftstoff-Arten im Detail, so ist unschwer zu erkennen, dass die Preisentwicklung keinesfalls parallel verlief. "Bei Diesel ging es seit Jänner ständig bergab", stellt Brandau fest. Zahlte man im Jänner im Schnitt 1,335 Euro je Liter, waren es im Dezember nur mehr 1,170 Euro und damit um rund 17 Cent je Liter weniger. "Zum Jahresende kostet eine Tankfüllung von 50 Litern etwa acht Euro weniger als noch im Jänner 2014", verdeutlicht die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.

Die Preise für Superbenzin stiegen hingegen bis zur Jahresmitte und erreichten mit 1,394 Euro im Juli ihren Höhepunkt. "Anschließend ging es aber auch mit den Superbenzin-Preisen markant nach unten", analysiert Brandau. "Von Juli bis Dezember gaben die Preise um rund 20 Cent nach und erreichten mit 1,199 Euro ihren Tiefststand." Durch diesen starken Preisverfall konnten auch die Preissteigerungen der ersten Jahreshälfte beinahe wettgemacht werden. "Im Durchschnitt kostet der Liter Super im Dezember an den heimischen Tankstellen um rund 15 Cent je Liter weniger als noch im Jänner", erläutert die ÖAMTC-Expertin.

Setzt man Diesel und Benzin in Relation zueinander, ist festzustellen, dass der Preisunterschied zwischen beiden Hauptsorten im Juli mit rund acht Cent am größten war. Im Dezember lag die Differenz bei nur noch rund drei Cent zugunsten des Diesels.

Autofahren wurde teurer

"Der Umkehrschluss, dass niedrigere Spritpreise automatisch günstigere Autokosten bedeuten, ist jedoch nicht zulässig", gibt die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin zu bedenken. Immerhin ist die motorbezogene Versicherungssteuer zwischen November 2013 auf November 2014 um rund 13 Prozent (Statistik Austria) angestiegen. Aber auch Parkgebühren sowie Instandhaltungs- und Reparaturkosten sind seit dem Vorjahr merklich gestiegen. "Trotz der gesunkenen Kraftstoff-Preise ist Autofahren in Summe gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent teurer geworden", stellt Brandau abschließend fest.

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