- 23.12.2014, 12:10:58
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GPA-djp-Fetik: Frauenarbeit muss gleich viel wert sein wie Männerarbeit
Kollektivvertragliche Bestimmungen zur Karenzanrechnung für das Schließen der Einkommensschere unverzichtbar
Utl.: Kollektivvertragliche Bestimmungen zur Karenzanrechnung für
das Schließen der Einkommensschere unverzichtbar =
Wien (OTS) - "Der Rechnungshof bestätigt eine Ungerechtigkeit, gegen
die wir kämpfen: Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer",
kommentiert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) den
aktuellen Prüfbericht, der ein Lohn- und Gehaltsminus von 18 Prozent
bei Vollzeitbeschäftigung bestätigt.
"Es sind bereits eine Reihe von Maßnahmen gesetzt worden, um die
Einkommensschere weiter zu verringern und ich bin sicher, dass sie
mittelfristig greifen", verweist Fetik etwa auf die gesetzlich
verankerten Einkommensberichte. Eine besondere Rolle komme der
Kollektivvertragspolitik zu, so Fetik weiter: "Wir wissen, dass viele
Einkommensdifferenzen leider bereits bei der Anstellung passieren.
Diese Einkommensunterschiede lassen sich oft ein ganzes Berufsleben
nicht mehr aufholen, außerdem zeigt sich signifikant, dass
Berufsunterbrechungen wie eben die Karenz nach der Geburt eines
Kindes auch Nachteile bringen."
Hier habe die GPA-djp in den letzten zwei Jahren den Hebel angesetzt,
erklärt Fetik: "Wir versuchen bei Frauen und Männern durch
Aktionswochen, innerbetriebliche Informationsveranstaltungen und in
der Beratungstätigkeit mehr Bewusstsein für die richtige Einstufung
zu schaffen. Und wir thematisieren das bei jeder
Kollektivvertragsverhandlung, es gibt es fast keinen Kollektivvertrag
in unserem Zuständigkeitsbereich, in dem wir nicht Verbesserungen
bei der Anrechnung von Karenzzeiten durchgesetzt haben."
"Um echte Gleichberechtigung und faire Einkommen für Frauen zu
erreichen, braucht es neben diesen kollektivvertraglichen Erfolgen
auch mehr betriebliche Maßnahmen rund um die Einkommensberichte, zum
Beispiel ernsthafte Angleichungsverhandlungen vor Ort", fordert Fetik
abschließend: "Frauenarbeit muss endlich gleich viel wert sein wie
Männerarbeit!"
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