VCÖ: Realer Spritverbrauch von Diesel-Pkw-Flotte in Österreich kaum gesunken

Verbrauch im Jahr 2000: 7,0 Liter / 100 km - Jahr 2012: 6,8 Liter / 100 km

Wien (OTS/VCÖ) - Die Daten der Statistik Austria zeigen, dass der tatsächliche Spritverbrauch der von den österreichischen Haushalten gefahrenen Diesel-Pkw seit dem Jahr 2000 kaum gesunken ist. Im Jahr 2000 verbrauchten die Diesel-Pkw von Österreichs Haushalten 7,0 Liter Diesel pro 100 Kilometer, im Jahr 2012 waren es mit 6,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer nur unwesentlich weniger. Die Daten sind auf der Website der Statistik Austria in der Rubrik "Energie" öffentlich zugänglich.

Der Arbeitskreis der Automobilimporteure blamiert sich zum wiederholten Male mit seinen Anschuldigungen statt die realen Zahlen ernst zu nehmen. Gerade der Arbeitskreis der Automobilimporteure sollte wissen, dass es in Österreich nicht nur neuzugelassene Diesel-Pkw gibt. Laut Statistik Austria waren im Jahr 2012 in Österreich 3,82 Millionen Pkw auf private Haushalte zugelassen, davon 2,19 Millionen Diesel-Pkw. Und diese hatten einen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer, wie auch unter www.vcoe.at nachzulesen ist.

Die angesprochene Abweichung des realen Spritverbrauchs von den versprochenen Herstellerangaben ist übrigens ein zunehmendes Problem. Eine im Herbst 2014 veröffentlichte internationale Studie des ICCT zeigt, dass die Neuwagen im Schnitt um 38 Prozent mehr Sprit verbrauchen als der von den Herstellern angegebene Normverbrauch verspricht. Die Differenz wird seit Jahren größer: Im Jahr 2001 verbrauchten die Neuwagen im Schnitt um acht Prozent mehr Sprit als der Normverbrauch versprach, im Jahr 2010 betrug der Unterschied rund 25 Prozent und jetzt bereits 38 Prozent. Die ICCT-Studie ist hier erhältlich: http://www.theicct.org/

Die italienische Konsumentenschutzorganisation Altroconsumo vertritt in rechtlichen Verfahren Autofahrerinnen und Autofahrer, deren Neuwagen deutlich mehr verbrauchen als der Normverbrauch verspricht.

"Unser aller Ziel sollte sein, dass der tatsächliche Spritverbrauch der Fahrzeuge im Interesse der Umwelt sowie der Autofahrerinnen und Autofahrer deutlich reduziert wird. Das 3-Liter Auto sollte nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein", betont der VCÖ.

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