• 22.12.2014, 10:00:35
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10 Jahre Tsunami - Volkshilfe zieht Bilanz

Weidenholzer: "Die beispielslose Katastrophe ließ die Menschen in beispielloser Weise zusammenrücken."

Utl.: Weidenholzer: "Die beispielslose Katastrophe ließ die Menschen
in beispielloser Weise zusammenrücken." =

Wien (OTS) - Als am 26. Dezember 2004 die ersten Berichte von der
Flutwelle in Südostasien über die Bildschirme flimmern, lernt die
Weltöffentlichkeit das Wort "Tsunami" buchstabieren: Es steht für
250.000 Tote, Millionen verletzte, verwaiste, traumatisierte Opfer.
"Die beispiellose Katastrophe ließ die Menschen in beispielloser
Weise zusammenrücken. Durch die Unterstützung der SpenderInnen konnte
die Volkshilfe Österreich unmittelbar nach bekannt Werden der
Katastrophe Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Regionen starten.",
erinnert sich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer, Präsident der
Volkshilfe Österreich.

Die Volkshilfe leistete Soforthilfe in Indien, Sri Lanka und
Indonesien. Im indischen Distrikt Nagapattinam wurden 7.000 Familien,
mehr als 30.000 Menschen in zwölf Dörfern erstversorgt. 200
Notunterkünfte wurden innerhalb kürzester Zeit errichtet. Ebenso
wurden Lebensmittellieferungen mit über einer Million Kilogramm Reis,
sauberem Trinkwasser, Milchpulver und Gemüse verteilt. Anschließend
war ein Team der Volkshilfe mit indischen PartnerInnen in den Dörfern
unterwegs, um den Bedarf an Hilfe zu erheben. Schnell wird deutlich:
Die Soforthilfe muss in längerfristige Unterstützung übergehen.

Ein umfangreiches Wiederaufbauprogramm begann im April 2005.
Zusätzlich zum Bau 290 stabiler Wohnhäuser, 10 Schulen, 6
Gemeinschaftszentren inklusive der zugehörigen Infrastruktur konnte
die Fischerei, die für viele Familien die Lebensgrundlage bedeutet,
wiederinstandgesetzt werden. Darüber hinaus wurden
Betreuungsprogramme für Kinder und Jugendliche und die
Wiederherstellung der medizinischen Versorgung initiiert.

"Soforthilfe und Wiederaufbau haben direkt nach einer Katastrophe
Priorität. Diese Maßnahmen reichen aber nicht aus, um eine
grundlegende Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen zu
erreichen.", so Weidenholzer. Aus diesem Grund unterstützt die
Volkshilfe ein Ausbildungszentrum für SchülerInnen im indischen
Nagapattinam bis heute, das Dank einer Initiative der Belegschaft und
des Konzernbetriebsrates der voestalpine gebaut werden konnte. Die
Ausbildung mit großer Nachfrage gibt den Jugendlichen bessere Chancen
auf dem Arbeitsmarkt und eine Alternative zu den herkömmlichen
Einkommensmöglichkeiten.

"Unsere Hilfe ist menschlich und kennt keine ethnischen Grenzen. So
wie der Tsunami keinen Unterschied machte, zwischen reich oder arm,
Mann und Frau, Tamile, Moslem, Christ oder Singhalese, so kannten die
HelferInnen in den Katastrophengebieten nur ein Ziel: Die Zukunft der
Opfer zu sichern. Unser aufrichtiger Dank gebührt unseren
SpenderInnen, die dies möglich gemacht haben", so Weidenholzer
abschließend.

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