- 21.12.2014, 12:18:32
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Industrie: Vermögensteuern kosten dringend benötigte Arbeitsplätze
IV-GS Neumayer: Haben kein Einnahmen-, sondern Ausgabenproblem - "Millionärssteuer" wäre Mittelstands- und Familiensteuer - Österreich vom Wachstum in Europa bereits abgekoppelt
Utl.: IV-GS Neumayer: Haben kein Einnahmen-, sondern Ausgabenproblem
- "Millionärssteuer" wäre Mittelstands- und Familiensteuer -
Österreich vom Wachstum in Europa bereits abgekoppelt =
Wien (OTS/PdI) - "Das ständige Rufen nach einer sogenannten
'Millionärssteuer' bedeutet eine weitere Schwächung der
österreichischen Standortqualität und verunsichert potenzielle
Investoren noch weiter. Österreich ist schon jetzt vom Wachstum in
Europa abgekoppelt. Fakt ist, dass Vermögensteuern gerade angesichts
der schlechten konjunkturellen Aussichten dringend benötigte
heimische Arbeitsplätze kosten würden. Vor allem wäre diese
vorgebliche 'Millionärssteuer' eine massive Mittelstands- und
Familiensteuer", betonte der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute,
Sonntag, zu aktuellen Forderungen. Österreich habe kein Einnahmen-,
sondern ein Ausgabenproblem und müsse die dringend erforderliche
umfassende Steuerstrukturreform durch ausgabenseitige und
strukturelle Maßnahmen erarbeiten. "Eine Steuerreform auf Pump oder
auf unsicherem finanziellem Fundament ist eine weitere Hypothek für
die nächsten Generationen. Und die ständige einseitige Neiddebatte
spaltet Gesellschaft", betonte der IV-Generalsekretär. Die
SPÖ-Steuerpläne im Bereich der Erbschaftssteuer - die
Betriebsvermögen nicht ausnehmen und rückwirkend gelten sollen -
würden einer Enteignung von Betrieben und Familien gleichkommen. Dies
sei inakzeptabel. Darüber hinaus sprach sich Neumayer nachdrücklich
gegen das "ständige Unternehmensbashing" der SPÖ sowie für eine
differenziertere Haltung zum Thema TTIP aus.
Österreich ist bereits Transferweltmeister
Das Finanzvermögen der privaten Haushalte in Österreich sei laut
Allianz Global Wealth Report 2013 pro Kopf - nicht zuletzt aufgrund
der enorm hohen Steuer- und Abgabenbelastung - eines der niedrigsten
aller OECD-Staaten. "Jede Art von Vermögensteuer würde auch diese
geringe Neigung der Vermögensbildung noch weiter schmälern", so
Neumayer. "Im Übrigen verteilen wir in Österreich durch das
Steuersystem bereits stark um. Österreich hat die höchste Transfer-
und Umverteilungsquote sowie die sechsthöchste Steuer- und
Abgabenquote weltweit. Das oberste (einkommensreichste) Prozent trägt
bereits jetzt 20 Prozent aller Einkommensteuern in Österreich bei,
die obersten zehn Prozent schultern sogar über 57 Prozent. Von
'ungerecht' gegenüber sozial Schwächeren kann hier wohl keine Rede
sein", betonte Neumayer. Auf der anderen Seite werde das
Haushaltseinkommen des ärmsten Drittels der Bevölkerung bereits jetzt
durch Umverteilung von 100 auf 149 Prozent angehoben. Bei einer
Vermögensteuer würden zudem die Ausweicheffekte bei Finanzvermögen
laut historischen und internationalen Erfahrungswerten bei mindestens
25 Prozent liegen. Dazu käme noch der Bürokratieaufwand bei der
Bemessung und Einhebung der Steuer, der laut Studien 32 Prozent
ausmachen würde. "Die Vermögenssubstanzsteuer wäre also keine
ökonomisch, sondern eine rein ideologisch motivierte Abgabe", so der
IV-Generalsekretär abschließend.
Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien
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