• 19.12.2014, 12:41:27
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Saubere Energie für die Karibik

Wind-, Wasser- und Sonnenergie soll in Zukunft in der Karibik verstärkt genutzt werden. Die Austrian Development Agency unterstützt Aufbau eines Energiezentrums für 18 Inselstaaten

Utl.: Wind-, Wasser- und Sonnenergie soll in Zukunft in der Karibik
verstärkt genutzt werden. Die Austrian Development Agency
unterstützt Aufbau eines Energiezentrums für 18 Inselstaaten =

Wien (OTS) - Heute wurde in Wien der Grundstein für das Zentrum für
erneuerbare Energie und Energieeffizienz in der Karibik (CCREEE)
gelegt. "Eine gute Energieversorgung trägt wesentlich zur
Armutsminderung bei", betont Martin Ledolter, Geschäftsführer der
Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit. "Wir freuen uns, dass das erfolgreiche
Energiezentrum ECREEE, das wir in Westafrika unterstützen, nun auch
als Modell für die Karibik dient", so Ledolter, der mit
UNIDO-Generaldirektor Li Yong den Vertrag für die erste Phase des
Energiezentrums CCREEE (Caribbean Centre for Renewable Energy and
Energy Efficiency) unterzeichnete.

Know-how und Finanzierung aus Österreich
Mit dem Zentrum sollen in den Staaten der Karibik lokale ExpertInnen
ausgebildet werden, Demonstrationsprojekte umgesetzt und neues
Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung geschaffen werden. Die
Austrian Development Agency unterstützt den Aufbau des Zentrums mit
1,3 Millionen Euro. Österreich und die UNIDO helfen so, natürliche
Ressourcen wie Sonne, Wasser oder Wind ökologisch, sozial und
wirtschaftlich nachhaltig zu nutzen. Versorgungsengpässen und dem
Preiskampf um fossile Brennstoffe wird entgegengewirkt.

18 Anrainerstaaten profitieren
Ziel ist, 16,8 Millionen Menschen der Region in Zukunft mit sauberer
Energie versorgen zu können. Die Inselstaaten sollen unabhängiger
werden und nicht mehr so stark auf den Import von fossilen
Energierohstoffen wie Diesel oder Mineralöl angewiesen sein. Nach
einem intensiven Jahr der Vorbereitung stimmten im Sommer 18
Anrainerstaaten dem Projekt zu. Vor einem Monat gab auch der
Ministerrat für Handel und Wirtschaftsentwicklung der Karibischen
Gemeinschaft CARICOM grünes Licht. "Jetzt muss bestimmt werden, auf
welchem Inselstaat das Zentrum gebaut wird, ein Direktor gewählt und
ein Arbeits- sowie Budgetplan erstellt werden", sagt David
Muckenhuber, Programm Manager für die Karibik in der ADA.

Saubere Energie für Pazifikinseln
Auch die Pazifikinseln kooperieren mit Österreich, um ein
Energiezentrum zu planen und zu errichten. Im März 2014 wurde in Wien
zwischen der UNIDO, dem Sekretariat der Kleinen
Inselentwicklungsländer (SIDS-DOCK) und dem Außenministerium ein
entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Welche Insel dort das Rennen
um den Standort des Zentrums gewinnt, wird voraussichtlich im
Frühjahr 2015 feststehen.

Saubere Energie für Afrika
In Afrika hat die ADA das Energiezentrum auf den Kap Verden
mitaufgebaut. Drei weitere Zentren auf dem Kontinent sind geplant.
Bis 2016 wird damit das Potenzial zur Nutzung sauberer Energie von 34
afrikanischen Staaten gefördert und der Zugang zu leistbaren und
verlässlichen Energiedienstleistungen für mehr als 300 Millionen
Menschen ermöglicht.

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