- 19.12.2014, 12:14:21
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Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke
Der Verein PFOTENHILFE und die Zoofachhandelskette Fressnapf werben im Rahmen einer Kooperation für ein tierfreundliches Weihnachten
Utl.: Der Verein PFOTENHILFE und die Zoofachhandelskette Fressnapf
werben im Rahmen einer Kooperation für ein tierfreundliches
Weihnachten =
Wien / Lochen am See (OTS) - Tiere gehören nicht unter den
Weihnachtsbaum - das wissen viele Tierfreunde längst. Doch der Verein
PFOTENHILFE hat im Zuge einer Recherche aufgedeckt, dass zahlreiche
Zoohandlungen Tiere in der Weihnachtszeit bedenkenlos anbieten, ohne
auf die Gefahr von unüberlegten Geschenkkäufen hinzuweisen. Zudem
werden die Kunden über geltende gesetzliche Bestimmungen und nicht
zuletzt die oft hohen Haltungsanforderungen im Dunkeln gelassen. Es
gibt aber auch Lichtblicke: Die Zoofachhandelskette Fressnapf weist
in diesem Jahr explizit auf das Thema hin und verzichtet in der Woche
vor Weihnachten gänzlich auf den Verkauf von Kleintieren. In
Kooperation mit dem Verein PFOTENHILFE werden Verbraucher im Rahmen
einer Social-Media-Kampagne aufgefordert, den Gabentisch
tierfreundlich zu gestalten.
Die Anschaffung eines Tieres sollte reiflich überlegt sein. Vor allem
aber ist es wichtig, sich ausgiebig darüber zu informieren, welche
Tierart sich als neues Familienmitglied eignet, wie hoch die
Lebenserwartung ist, welche Kosten anfallen und welche Bedürfnisse
das Tier hat. Dass diese entscheidenden Fragen meist offen bleiben,
weiß man bei der PFOTENHILFE aus eigener Erfahrung: Gerade nach
Weihnachten werden zahlreiche Kaninchen und Meerschweinchen, aber
auch Katzen und Hunde von überforderten Neu-Tierhaltern abgegeben.
PFOTENHILFE-Geschäftsführerin Johanna Stadler will nun die Anbieter
in die Pflicht nehmen: "Es ist ein Unding, dass etliche Zoohandlungen
die Tiere ohne jeden Hinweis auf das Problem der Weihnachtseinkäufe
anbieten. Dass etwa Kaninchen schon per Gesetz nicht einzeln gehalten
werden dürfen, wird genauso verschwiegen wie die Tatsache, dass sie
schlichtweg nicht als Streicheltiere geeignet sind. Da ist die
Frustration bei den Haltern vorprogrammiert - erst recht wenn sie das
Tier ungefragt geschenkt bekommen." Besonders Kinder versprechen sich
von Kleintieren oft etwas, das nicht der Realität entspricht, und
sind am Ende enttäuscht. Hier sind auch Eltern gefordert, einen
Tierwunsch gemeinsam anzugehen anstatt ein schnelles Geschenk zu
suchen!
Handelsketten wie Mega Zoo und Dehner fallen beim Verkauf von
Heimtieren zur Weihnachtszeit besonders negativ auf. Bei Cats & Pets
werden sogar Hundewelpen und Katzen feilgeboten, was wieder zahllose
vernachlässigte und ungewollte Heimtiere zur Folge haben wird, die in
absehbarer Zeit im Tierheim landen. Umso lobenswerter ist es, dass
sich Fressnapf aus dem Geschäft mit dem Tierleid ausgeklinkt hat und
ausdrücklich auf den Missstand hinweist.
Wer ein Heimtier möchte, hat über die Weihnachtsfeiertage eine ideale
Gelegenheit, die Anschaffung im Familienkreis zu besprechen und sich
in aller Ruhe zu informieren. Das Leben mit Tieren kann etwas sehr
Bereicherndes und Schönes sein, allerdings nur, wenn vorher genau
geklärt ist, wer über die zu erwartende Lebenszeit des neuen
Bewohners die Verantwortung trägt. Vermeintliche Streicheltiere wie
Meerschweinchen und Kaninchen, die an Menschen wenig interessiert
sind, lösen oft Frustration aus - zum Leidwesen der Tiere. Wer sich
vorher informiert und eine gereifte Entscheidung trifft, kann dies
vermeiden.
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