• 18.12.2014, 10:30:03
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SoHo zum Internationalen Tag der Migration: Homosexuelle MigrantInnen werden mehrfach diskriminiert

Kurtulmus/Traschkowitsch: Vielfalt in der LSBTI-Community unterstützen und fördern

Utl.: Kurtulmus/Traschkowitsch: Vielfalt in der LSBTI-Community
unterstützen und fördern =

Wien (OTS/SK) - Der Internationale Tag der Migration wurde im Jahr
2000 von den Vereinten Nationen ausgerufen, um die Rechte von
MigrantInnen und ihren Familienangehörigen ins öffentliche Licht zu
rücken, das Thema Inklusion zu fördern und auf Diskriminierung und
Verfolgung aufmerksam zu machen. "Wir wollen heute daran erinnern,
dass homosexuelle, bisexuelle und transidente Migrantinnen und
Migranten von Doppel- und Mehrfachdiskriminierung besonders betroffen
sind und sehr oft mit Anfeindungen und Fremdenfeindlichkeit
konfrontiert werden", sagt Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener
Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Lesben, Schwulen,
Bisexuellen, Trans* und Intersexuellen Organisation (SoHo), heute,
Donnerstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

In der SoHo gibt es daher seit diesem Jahr einen eigenen
Integrationssprecher, der sich mit den Fragen und Problemen von
homosexuellen MigrantInnen auseinandersetzt und Projekte "an der
Kreuzung zwischen Migration und Sexualität unterstützt und betreut",
so Traschkowitsch weiter. Denn auch in Österreich, wo das Thema
Migration seit Jahrhunderten eine Rolle spielt, sei der Kampf gegen
Diskriminierung nach wie vor an der Tagesordnung: "Für viele schwule,
lesbische, bisexuelle und transidente Migrantinnen und Migranten
bedeutet das, gegen mehrfache Diskriminierungen kämpfen zu müssen",
so Yavuz Kurtulmus, Integrationssprecher der SoHo. "Neben der
Tatsache, dass viele homophobe Sichtweisen aus den Herkunftsländern
mitgenommen werden, ist es vor allem die Schwierigkeit der
Integration in die Mehrheits-Regenbogencommunity, die eine besondere
Herausforderung darstellt." Anfeindungen, verbale und körperliche
Gewalt von Familienmitgliedern nach einem Outing und
Zwangsverheiratungen seien keine Seltenheit. "Wichtig ist es, zum
Wohl aller Beteiligten das Miteinander zu betonen und, wenn geht, zu
stärken", unterstreicht Kurtulmus.

Die SoHo unterstützt seit langem Initiativen, die die Vielfalt in der
LSBTI-Community fördern und ein gelebtes Miteinander ermöglichen.
"Als politische Organisation arbeiten wir an der Entwicklung weiterer
Konzepte, welche die Lebensbedingungen von lesbisch, schwulen oder
Trans* Migrantinnen und Migranten verbessern und die gegenseitige
Akzeptanz fördern", sagt Traschkowitsch, etwa durch spezifische
Betreuung von LSBTI-AsylwerberInnen, Information und Fortbildungen zu
den Themen "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen" und "Interkulturelle
Verständigung", Angebote zur weiteren Gewaltprävention und
Toleranzentwicklung im Jugendbereich.

"Für uns ist das ein wichtiges Zeichen, dass wir die
Regenbogen-Community tatsächlich als einen Regenbogen sehen: Da ist
Platz für alle, ungeachtet, wo jemand herkommt, aber kein Platz für
Diskriminierung, Menschenrechtsverletzungen oder Gewalt, egal aus
welcher Ecke", betonen Traschkowitsch und Kurtulmus. (Schluss) sc/mp

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