• 17.12.2014, 11:00:33
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Gemeinsam forschen für Entwicklung

Die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen wird über das erfolgreiche Programm APPEAR der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit weitere sechs Jahre gefördert.

Utl.: Die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen wird über
das erfolgreiche Programm APPEAR der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit weitere sechs Jahre gefördert. =

Wien (OTS) - Gut ausgebildete akademische Fachkräfte und
WissenschafterInnen sind sehr gefragt. Das
Hochschulkooperationsprogramm APPEAR (Austrian Partnership Programme
in Higher Education and Research for Development) fördert die
Steigerung der Qualität von Lehre, Forschung und Hochschulmanagement.
Dafür arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen in 16 Partnerländern
des Südens und Ostens mit österreichischen Universitäten zusammen.
"In den vergangenen fünf Jahren sind durch APPEAR viele innovative
Kooperationen entstanden. Wir setzen das Programm daher bis 2020 mit
einer Gesamtfördersumme von 12 Millionen Euro fort", freut sich
Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der
Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Als
Beispiele gelungener Kooperationen führt Ledolter die Erforschung von
Malaria-Medikamenten auf Basis von Pflanzen in Burkina Faso an oder
auch Studien in Äthiopien, die Menschen mit Behinderungen das
Studieren erleichtern. Für rund 150 sehbehinderte und 60 gehörlose
sowie körperlich beeinträchtigte Studierende konnten allein an der
Universität Addis Abeba entsprechende Unterstützungssysteme
eingerichtet werden. Insgesamt profitieren von dem Projekt
Respond-Her, das durch APPEAR mit 266.000 Euro gefördert wurde, 11
Universitäten.

"Vom gemeinsamen Forschen, Lernen und Lehren rund um zentrale
Entwicklungsfragen profitieren alle: Die Qualität, Ausstattung und
das Management der Hochschulen werden verbessert und die
Forschungsergebnisse fließen in die Entwicklung der Länder ein. Die
österreichische Wissenschaft profitiert ebenfalls von der
Zusammenarbeit mit den ExpertInnen vor Ort und erhält dadurch neue
Impulse für die Lehr- und Forschungstätigkeit in Österreich", so
Hubert Dürrstein, OeAD-Geschäftsführer, der in Verbindung mit dem
Start der zweiten Phase des Programmes auch die Nachhaltigkeit von
APPEAR betont. Bis zu 80 StipendiatInnen pro Jahr tragen durch ihre
enge Bindung an Projekte zur Stärkung der Universitäten und
Institutionen in den Partnerländern der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit bei.

Erfolgreiche Bilanz
Als APPEAR 2010 mit einem Fördervolumen von 6 Millionen Euro
startete, war der Erfolg nicht abschätzbar: Bis November 2014 gingen
jedoch mehr als 200 Projektanträge ein. 17 akademische
Partnerschaften wurden erfolgreich umgesetzt. Weitere 43
Kooperationen erhielten eine finanzielle Starthilfe. Durch
universitätsweite Maßnahmen in einigen Projekten wird der Lehr- und
Forschungsalltag von Zehntausenden Studierenden beeinflusst.
Zusätzlich wurden 63 Stipendien an Studierende aus den Partnerländern
für Master- und PhD-Studien - vorzugsweise im Rahmen laufender
Projekte - vergeben. Diese Stipendien verstärken den Aufbau von
Kompetenzen an den Partneruniversitäten und tragen vor allem dazu
bei, dass Ergebnisse aus den institutionellen Kooperationen auch nach
Ablauf der Projekte weiterwirken.

Die Austrian Development Agency beauftragt den Österreichischen
Austauschdienst (OeAD) mit der Weiterführung von APPEAR bis 2020.

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in
Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer
nachhaltigen Entwicklung. Das Außenministerium plant die Strategien
und Programme, die Austrian Development Agency setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.

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