Gemeinsam forschen für Entwicklung

Die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen wird über das erfolgreiche Programm APPEAR der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit weitere sechs Jahre gefördert.

Wien (OTS) - Gut ausgebildete akademische Fachkräfte und WissenschafterInnen sind sehr gefragt. Das Hochschulkooperationsprogramm APPEAR (Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development) fördert die Steigerung der Qualität von Lehre, Forschung und Hochschulmanagement. Dafür arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen in 16 Partnerländern des Südens und Ostens mit österreichischen Universitäten zusammen. "In den vergangenen fünf Jahren sind durch APPEAR viele innovative Kooperationen entstanden. Wir setzen das Programm daher bis 2020 mit einer Gesamtfördersumme von 12 Millionen Euro fort", freut sich Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Als Beispiele gelungener Kooperationen führt Ledolter die Erforschung von Malaria-Medikamenten auf Basis von Pflanzen in Burkina Faso an oder auch Studien in Äthiopien, die Menschen mit Behinderungen das Studieren erleichtern. Für rund 150 sehbehinderte und 60 gehörlose sowie körperlich beeinträchtigte Studierende konnten allein an der Universität Addis Abeba entsprechende Unterstützungssysteme eingerichtet werden. Insgesamt profitieren von dem Projekt Respond-Her, das durch APPEAR mit 266.000 Euro gefördert wurde, 11 Universitäten.

"Vom gemeinsamen Forschen, Lernen und Lehren rund um zentrale Entwicklungsfragen profitieren alle: Die Qualität, Ausstattung und das Management der Hochschulen werden verbessert und die Forschungsergebnisse fließen in die Entwicklung der Länder ein. Die österreichische Wissenschaft profitiert ebenfalls von der Zusammenarbeit mit den ExpertInnen vor Ort und erhält dadurch neue Impulse für die Lehr- und Forschungstätigkeit in Österreich", so Hubert Dürrstein, OeAD-Geschäftsführer, der in Verbindung mit dem Start der zweiten Phase des Programmes auch die Nachhaltigkeit von APPEAR betont. Bis zu 80 StipendiatInnen pro Jahr tragen durch ihre enge Bindung an Projekte zur Stärkung der Universitäten und Institutionen in den Partnerländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit bei.

Erfolgreiche Bilanz
Als APPEAR 2010 mit einem Fördervolumen von 6 Millionen Euro startete, war der Erfolg nicht abschätzbar: Bis November 2014 gingen jedoch mehr als 200 Projektanträge ein. 17 akademische Partnerschaften wurden erfolgreich umgesetzt. Weitere 43 Kooperationen erhielten eine finanzielle Starthilfe. Durch universitätsweite Maßnahmen in einigen Projekten wird der Lehr- und Forschungsalltag von Zehntausenden Studierenden beeinflusst. Zusätzlich wurden 63 Stipendien an Studierende aus den Partnerländern für Master- und PhD-Studien - vorzugsweise im Rahmen laufender Projekte - vergeben. Diese Stipendien verstärken den Aufbau von Kompetenzen an den Partneruniversitäten und tragen vor allem dazu bei, dass Ergebnisse aus den institutionellen Kooperationen auch nach Ablauf der Projekte weiterwirken.

Die Austrian Development Agency beauftragt den Österreichischen Austauschdienst (OeAD) mit der Weiterführung von APPEAR bis 2020.

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Das Außenministerium plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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