Strauss, Lust und Weisz klären mit dem „Bergdoktor“ die Frage der „Schuld“

ORF-Premiere für 90-Minuten-Special am 17. Dezember in ORF 2

Wien (OTS) - In einem gleichnamigen "Schnell ermittelt"-Special haben sie es bereits getan. Nun müssen Ursula Strauss und Andreas Lust ein zweites Mal die Frage der "Schuld" klären und statten dafür dem "Bergdoktor" am Mittwoch, dem 17. Dezember 2014, um 20.15 Uhr in ORF 2 (als deutschsprachige Erstausstrahlung) einen Besuch ab. Oder:
Vielmehr stattet "Der Bergdoktor" ihnen einen Besuch ab. Denn nach einem riskanten Eingriff mit fatalen Folgen plagen den TV-Arzt Schuldgefühle, Vorwürfe und Alpträume. Und so beschließt er in diesem 90-minütigen ORF/ZDF-Winterspecial, seine Koffer zu packen und sich eine Auszeit zu nehmen. In einer kleinen Pension inmitten einer einsamen Almsiedlung lernt er schließlich Ursula Strauss, Andreas Lust und Franziska Weisz kennen. Doch die ersehnte Ruhe währt nicht lange - und schon bald ist der medizinische Ehrgeiz wieder geweckt. Neben Hans Sigl stand im Tiroler Ellmau sowie im Jochtal in Südtirol im Winter/Frühjahr 2014 wieder das bewährte Team um Heiko Ruprecht, Monika Baumgartner, Siegfried Rauch, Ronja Forcher, Natalie O'Hara, Mark Keller, Ines Lutz und Nicole Beutler vor der Kamera. Regie führte Felix Herzogenrath nach einem Buch von Claudia Kaufmann. Die achte Staffel startet dann am 7. Jänner (jeweils Mittwoch in Doppelfolgen um 20.15 und 21.00 Uhr in ORF 2 - ebenso als deutschsprachige Erstausstrahlung).

Hans Sigl über acht Staffeln "Der Bergdoktor"

Am 7. Jänner startet "Der Bergdoktor" in die bereits achte Staffel. Hans Sigl über die Entwicklung der Figur: "Man lässt mir die Freiheit, die Rolle so zu interpretieren, wie ich sie sehe. Martin Gruber ist 'mein' Charakter und ich durfte ihn formen, ein paar grundsätzliche Ideen stammen von mir und werden dann eingearbeitet. Also geistiges Copyright liegt bei mir, und das ist das, was den Schauspieler ausmacht." Über das Erfolgsgeheimnis: "Wir machen gute Filme, erzählen die Geschichten wahrhaftig, haben eine wunderbare Drehfamilie, die Grubers, Monika Baumgartner, Heiko Ruprecht und Ronja Forcher, wunderbare Kollegen und mit Axel Barth, der die Sommerfolgen gedreht hat, einen Regisseur, der die letzten beiden Staffeln mit einem neuen Blick gesehen hat. Und ich denke, das spürt der Zuschauer, wenn etwas wahrhaftig erzählt wird."

Hans Sigl weiter über den 90-Minüter: "Martin Gruber hat eine Patientin verloren und stellt deshalb seinen Beruf und seine Berufung infrage, entfernt sich aus seiner gewohnten Umgebung und begibt sich auf die Suche nach sich selbst. Und eine österreichische Besetzung mit Ursula Strauss, Franziska Weisz und Andreas Lust - das macht einfach Spaß."

Ursula Strauss, Andreas Lust und Franziska Weisz über die Geschichte, Dreharbeiten und Figuren

"Es treffen Existenzen aufeinander. Sie alle leben in diesem Dorf und kämpfen mit ihren Dämonen", gibt Ursula Strauss einen ersten Einblick in den neuesten "Bergdoktor"-Neunzigminüter. "Es ist eine schöne Geschichte, in der man auch wirklich Figuren erzählen kann." Andreas Lust über seine Rolle: "Ich spiele jemanden mit sehr vielen Problemen, einen liebevollen Vater, der sich bemüht, alles richtig zu machen."

Aufgrund der schlechten Schneelage mussten die Dreharbeiten von Tirol nach Südtirol verlegt werden. "Ich habe Strand, Meer und Wasser sehr gerne, aber das ist schon ein Wahnsinn - es ist wunderschön hier. Und ich freue mich, dass ich noch ein bisschen Schnee sehe nach diesem schneearmen Winter", schwärmte Ursula Strauss während der Dreharbeiten. "Hier geht einem richtig das Herz auf. Am ersten Tag strahlender Sonnenschein und ein halber Meter Neuschnee - da hat es uns ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Ich freue mich total, dass ich da bin", so auch Andreas Lust. Franziska Weisz weiter: "Das ist genau das, was in Berlin nicht und auch in Wien nicht wirklich gibt. Es ist wie Urlaub. Und in der Früh können wir mit einem Ski-Doo herauffahren, und das ist wirklich lustig."

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Dr. Martin Gruber (Hans Sigl) und sein Bruder Hans (Heiko Ruprecht) werden zu einem Einsatz der Bergrettung gerufen. Peter Bäumer (Rainer Sellien) und seine Tochter Sarah (Lena Meckel) wurden von einer Lawine erfasst. Während Peter das Unglück nahezu schadlos überstanden hat, bleibt seine Tochter unter den Schneemassen verschüttet. Zum Glück können Hans und Martin das Mädchen rasch finden. Auf den ersten Blick scheinen ihre Verletzungen überschaubar, doch dann verliert sie plötzlich das Bewusstsein. "Der Bergdoktor" erkennt eine Einblutung in den Herzbeutel. Da er nicht weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt, entscheidet er sich, an Ort uns Stelle einen riskanten Eingriff durchzuführen. Doch Sarah stirbt unter seinen Händen.

Schuldgefühle und Alpträume quälen Martin so sehr, dass er sich nicht länger in der Lage fühlt, als Arzt zu praktizieren. So fasst er einen weitreichenden Entschluss, packt seine Reisetasche und nimmt Reißaus. Er strandet in einer einsamen Almsiedlung, in der ihn keiner kennt und keiner Fragen stellt, gibt sich als Geologe aus und findet zunächst in einer kleinen Pension Unterschlupf. Er lernt die Wirtin Kathrin (Ursula Strauss) und ihre Schwester Greta (Franziska Weisz) kennen und wundert sich über das seltsame Verhältnis der zwei Frauen. Die Probleme anderer Leute interessieren ihn derzeit jedoch überhaupt nicht - er hofft, seinen eigenen Kummer in den Griff zu bekommen.

Doch schon bald lernt er den gehbehinderten Nachbarsbuben Lukas (Paul Lennard Sundheim) kennen und kann sich seiner Herzlichkeit nicht erwehren. Die zwei schließen Freundschaft, und das freut besonders Greta. Sie ist längst hinter Martins Geheimnis und seine wahre Identität gekommen und hofft, dass er dem Buben helfen kann. Denn Greta trägt eine große Schuld mit sich: Durch ihre Unachtsamkeit bei einer gemeinsamen Klettertour kam der Sohn ihrer Schwester Kathrin ums Leben, und dessen Freund Lukas wurde so schwer verletzt, dass er nun behindert ist. Greta leidet unter den Anfeindungen von Lukas' Vater Thomas (Andreas Lust) und ihrer Schwester. Martin versucht, sich aus diesen Konflikten herauszuhalten, und weigert sich zunächst beharrlich, den Buben zu untersuchen. Doch schon bald ist sein medizinischer Ehrgeiz wieder entfacht.

"Der Bergdoktor" ist eine Koproduktion von ZDF und ORF, hergestellt von ndf, neue deutsche Filmgesellschaft mbH.

"Der Bergdoktor" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.

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