• 16.12.2014, 12:43:21
  • /
  • OTS0126 OTW0126

OECD bestätigt WKO-Forderungen nach Adaptierung der Rot-Weiss-Rot-Karte

Rot-Weiss-Rot-Karte als Meilenstein der Migrationspolitik - WKÖ-Gleitsmann: Jetzt Gesamtstrategie für qualifizierte Zuwanderung entwickeln"

Utl.: Rot-Weiss-Rot-Karte als Meilenstein der Migrationspolitik -
WKÖ-Gleitsmann: Jetzt Gesamtstrategie für qualifizierte
Zuwanderung entwickeln" =

Wien (OTS/PWK908) - "Die Rot-Weiß-Rot-Karte war ein Meilenstein in
der österreichischen Migrationspolitik, viele Länder blicken mit
großem Interesse nach Österreich. Wenn die OECD nun zu dem Schluss
kommt, dass nun, nach drei Jahren des Bestehens, eine Adaptierung des
Modells notwendig ist, bestätigen die Experten damit die Forderungen
der Wirtschaft", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung
Sozialpolitik und Gesundheit in der WKÖ.

Öffnung für Bachelor- und Doktoratsabsolventen

In der heute präsentierten Studie "Recruiting Immigrant Workers
Austria" schlägt die OECD Weiterentwicklungen der Rot-Weiß-Rot-Karte
vor, um die Potenziale ausländischer Studienabsolventen besser nützen
zu können. Empfohlen wird die Öffnung der Rot-Weiß-Rot-Karte für
Bachelor- und Doktoratsabsolventen sowie eine Ausweitung der
Jobsuchzeit - damit liegt die OECD genau auf Linie der WKÖ.
"Internationale Studierende, die ihr Studium an österreichischen
Universitäten absolviert haben, sind Idealzuwanderer. Sie verfügen
über eine hohe Qualifikation und sind bereits in Österreich
integriert. Zudem wurde ihre Ausbildung auf Kosten der
österreichischen Steuerzahler finanziert. Es wäre also sowohl
arbeitsmarkt- als auch fiskalpolitischer Unfug, diesen hoch
qualifizierten Personen den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt
zu erschweren", stellt Gleitsmann fest.

Auch der Vorschlag der OECD, die Voraussetzung des Vorliegens
eines Mietvertrags bei der Antragstellung zu streichen, deckt sich
mit einer WKÖ-Forderung. Gleitsmann: "Es ist für Personen, die sich
noch im Ausland befinden, nahezu unmöglich, einen Mietvertrag in
Österreich abzuschließen - vor allem vor dem Hintergrund, dass der
Ausgang des Verfahrens zu diesem Zeitpunkt noch unklar ist und sich
kaum ein österreichischer Vermieter darauf einlassen würde. Diese
Voraussetzung stellt eine sachlich nicht gerechtfertigte Hürde dar
und sollte möglichst rasch gestrichen werden".

Höher qualifizierte Jobs in die Mangelberufsliste aufnehmen

Weiters wird von der WKÖ - wie auch von der OECD vorgeschlagen -
eine Ausweitung der Datengrundlage für die Erstellung der
Mangelberufsliste unterstützt, sodass insbesondere auch höher
qualifizierte Jobs in der Mangelberufsliste berücksichtigt werden
können. Darüber hinaus fordert auch die WKÖ eine verbesserte
Verfahrensqualität und Willkommenskultur bei den österreichischen
Behörden.

Die OECD hält fest, dass Österreich noch nicht am Radar von
international mobilen Talenten aufscheint und auch noch nicht
ausreichend Anstrengungen unternommen hat, um sich als Zielland für
qualifizierte Migranten zu positionieren. Hier hofft Gleitsmann, dass
die im Regierungsprogramm verankerte Gesamtstrategie für
qualifizierte Zuwanderung bald in Angriff genommen wird. "Die WKÖ hat
hier umfassende Vorschläge ausgearbeitet, um die Attraktivität
Österreichs für internationale Talente zu steigern. Wir müssen rasch
die nötigen Schritte vorbereiten, damit wir im internationalen
Wettbewerb um qualifizierte Zuwanderer nicht nachhinken. Deutschland
hat uns in den letzten Jahren bereits einiges vorgelegt. Wir dürfen
uns nicht auf der Rot-Weiß-Rot-Karte ausruhen und riskieren, den
Anschluss zu verlieren", warnt Gleitsmann. (PM)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel