Konsumentenschutz Verband Österreich fordert Rückgaberecht im Handel

Nicht nur im Online-Handel sollte es möglich sein, von einem Kauf zurückt zu treten.

Wien (OTS) - Rund um die Weihnachtszeit wird wieder viel eingekauft und verschenkt. Jedoch zeigen Studien, dass 50% der Beschenkten die erhaltenen Waren nicht behalten wollen. Viele Geschäfte reagieren vor allem nach Weihnachten mit einer Umtauschmöglichkeit auf andere Waren.

Konsumenten glauben sie hätten das Recht auf "Geld zurück"

Der weit verbreitete Irrglaube, das man gekaufte Waren einfach im Geschäft zurück geben kann, und man anstandslos sein Geld wieder bekommen muß, ist leider falsch.

Bis jetzt besteht kein Recht auf Umtausch der Ware oder Ersatz durch einen Gutschein

Wenn die Ware keinen Mangel aufweist, hat man nicht einmal das Recht auf Umtausch oder einem Gutschein. Rechtlich gibt es keinerlei Verpflichtung einen abgeschlossenen Vertrag wieder aufzulösen.

Gesetzliche Änderung ist notwendig, um die Rechte der Konsumenten zu stärken

Einige Händler bieten jetzt schon kostenlose Rücktritte an. Aber in den meisten Fällen bleibt der Konsument ein rechtloser Bittsteller, der auf den guten Willen eines Händlers angewiesen bleibt. Oft besteht nicht einmal die Ware vernünftig zu testen oder nach seinen Bedürfnissen zu verwenden. Beim Einkaufen werden den Verbrauchern die Entscheidung für das richtige Produkt oft sehr schwer gemacht mit nicht nachvollziehbaren/nicht verständlichen Angaben, falschen Versprechungen oder irreführenden Aussagen.

Daher fordert der Konsumentenschutz Verband Österreich ein gesetzlich geregelte kostenlose Rücktrittsrecht bzw. Umtauschrecht von 14 Tagen bei Einkäufen in Geschäften, so wie es auch schon für Fernabsatzgeschäfte gilt.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des Konsumentenschutz Verbandes Österreich
Lukas Bichl, Präsident
lukas.bichl@konsumentenschutz.email
www.meinkonsumentenschutz.at

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