Gehörlosenbund bekommt Unterstützung von Sprachwissenschaft

ExpertInnen der Universität Wien für Österreichische Gebärdensprache und für bilingualen Unterricht.

Wien (OTS) - Die Wahl für ein bilinguales Leben in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) und Deutsch sollte jedem gehörlosen Menschen freistehen und ist aus sprachwissenschaftlicher Sicht sinnvoll. Es ist unverständlich, dass neun Jahre nach der verfassungsmäßigen Anerkennung der ÖGS der Bildungsbereich noch immer monolingual agiert und Gebärdensprache keinen offiziellen Platz in der Bildung gehörloser Kinder hat.

"Der Verband für Angewandte Linguistik unterstützt die aktuellen Forderungen des Gehörlosenbundes nach bilingualem Schulunterricht mit Österreichischer Gebärdensprache und Deutsch vollinhaltlich", so Gebärdensprachlinguistin Verena Krausneker.

Seit November 2014 koordiniert die Universität Wien ein mehrjähriges Forschungsprojekt, in dem europaweit die Umsetzung von bilingualem Unterricht mit Gebärdensprache erhoben wird. Dabei werden auch Materialien entwickelt, um die Qualität von Unterricht mit einer Gebärdensprache nachhaltig zu verbessern. "Es besteht in der Schulpraxis dringender Bedarf an einem österreichischen Lehrplan für bilingualen Unterricht mit Deutsch und ÖGS," so Projektleiterin Krausneker.

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Verband für Angewandte Linguistik
verena.krausneker@univie.ac.at
Mobil: 0699/12076617

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