- 12.12.2014, 14:31:55
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VP-Leeb: Kulturressort betreibt Zweiklassenmedizin
Wien (OTS) - "Während die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) ohne Konzepte
und Jurybewertungen das Geld mit Dauerinfusionen verabreicht bekommen
und sich umfangreiche Operationen leisten dürfen, müssen sich die
Freie Szene und die Klein- und Mittelbühnen lediglich mit einer
homöopathischen Dosis zufrieden geben und schauen wieder einmal durch
die Finger", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb in
einer ersten Reaktion auf die Ankündigung des Neuen Förderprogramms
"SHIFT", das 1,5 Mio. Euro für innovative Kunst verspricht.
Während nämlich die VBW im Zeitraum von drei Jahren 12 Mio. Euro
zusätzlich erhalten, werden in der gleichen Zeit lediglich 4,5 Mio.
Euro für Bereiche reserviert, deren Verwendung mehr als nur vage ist.
Und die, noch vom Grünen Kultursprecher Werner Lobo im Oktober
angekündigten, zusätzlichen Mittel für die Freie Szene hat sich die
IG Freie Theater wohl auch etwas anders vorgestellt. Damit klafft die
Schere zwischen öffentlich subventioniertem Unterhaltungsgewerbe und
der Freien Szene weiter auseinander.
"Es stellt sich auch noch die Frage, warum wieder eine neue
Förderstruktur geschaffen werden musste, deren Verwaltung wohl nicht
ganz zufällig von der Basis Kultur Wien übernommen wird und deren
Verwaltung mit 125.000 Euro allein mehr als 8% der angekündigten
Summe ausmacht. Warum kann das nicht wie die Theaterjury über das
Kulturamt abgewickelt werden?" fragt sich Leeb.
"Wir brauchen eine wirkungsvolle Therapie, die Zielvereinbarungen,
Förderrichtlinien nach Konzepten und transparente Strukturen
beinhaltet, um professionelles Arbeiten in allen Bereichen der Kultur
sicher zu stellen und keine lokal verabreichten Schmerzmittel", so
Leeb abschließend.
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