VP-Leeb: Kulturressort betreibt Zweiklassenmedizin

Wien (OTS) - "Während die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) ohne Konzepte und Jurybewertungen das Geld mit Dauerinfusionen verabreicht bekommen und sich umfangreiche Operationen leisten dürfen, müssen sich die Freie Szene und die Klein- und Mittelbühnen lediglich mit einer homöopathischen Dosis zufrieden geben und schauen wieder einmal durch die Finger", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg. Isabella Leeb in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung des Neuen Förderprogramms "SHIFT", das 1,5 Mio. Euro für innovative Kunst verspricht.

Während nämlich die VBW im Zeitraum von drei Jahren 12 Mio. Euro zusätzlich erhalten, werden in der gleichen Zeit lediglich 4,5 Mio. Euro für Bereiche reserviert, deren Verwendung mehr als nur vage ist. Und die, noch vom Grünen Kultursprecher Werner Lobo im Oktober angekündigten, zusätzlichen Mittel für die Freie Szene hat sich die IG Freie Theater wohl auch etwas anders vorgestellt. Damit klafft die Schere zwischen öffentlich subventioniertem Unterhaltungsgewerbe und der Freien Szene weiter auseinander.

"Es stellt sich auch noch die Frage, warum wieder eine neue Förderstruktur geschaffen werden musste, deren Verwaltung wohl nicht ganz zufällig von der Basis Kultur Wien übernommen wird und deren Verwaltung mit 125.000 Euro allein mehr als 8% der angekündigten Summe ausmacht. Warum kann das nicht wie die Theaterjury über das Kulturamt abgewickelt werden?" fragt sich Leeb.

"Wir brauchen eine wirkungsvolle Therapie, die Zielvereinbarungen, Förderrichtlinien nach Konzepten und transparente Strukturen beinhaltet, um professionelles Arbeiten in allen Bereichen der Kultur sicher zu stellen und keine lokal verabreichten Schmerzmittel", so Leeb abschließend.

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