Zwei neue Folgen der ORF-III-Reihe „ORF-Legenden“: Fritz Muliar und Kurt Sowinetz

TV-Premiere am 13. und 20. Dezember

Wien (OTS) - Nach Heinz Conrads und Günther Schifter widmet sich die ORF-III-Reihe "ORF-Legenden" nun zwei weiteren Persönlichkeiten der österreichischen Nachkriegszeit: Die Dokumentation "Fritz Muliar -'Damit ich nicht vergess', Ihnen zu erzählen ...'" lässt am Samstag, dem 13. Dezember 2014, um 21.45 Uhr das bewegte Leben des Schauspielers und rastlosen Kritikers Revue passieren. Eine Woche später, am Samstag, dem 20. Dezember, um 21.50 Uhr erinnern sich in "Kurt Sowinetz - 'Bei Regen und Wind'" schließlich Freunde und Familie an den Satiriker und Schauspieler.

"Österreich ist frei und ich nimmermehr": ORF-Legende Fritz Muliar am 13. Dezember

Anlässlich seines 95. Geburtstages, den der Wiener Volksschauspieler Fritz Muliar im Dezember begangen hätte, blickt die Dokumentation von Silvia Heimader und Kurt Schmutzer auf die prägenden Stationen seiner Lebensgeschichte zurück. 1940 wird der Jungschauspieler in den Krieg eingezogen, landet jedoch wenig später wegen "wehrkraftzersetzender" Äußerungen im Gefängnis der Wehrmacht, wo er Zwangsarbeit und Strafbataillon der Nazis überlebt. Über Raimundtheater, Volkstheater, Josefstadt und Burgtheater spielt sich Fritz Muliar schließlich in die erste Liga der heimischen Bühnengrößen. Neben zahlreichen Theaterrollen trugen auch seine Arbeit für Werbung, Radio und Fernsehen sowie sein politisches Engagement für die Sozialdemokratie zu seiner medialen Omnipräsenz bei.
Zwei Tage nach Abschluss des Staatsvertrags im Mai 1955 heiratete Fritz Muliar seine zweite Ehefrau Franziska Kalmar: "Österreich ist frei, und ich nimmermehr. Beides macht mich glücklich", ließ er damals ausrichten. An der Seite seiner Frau, die als erste Fernsehsprecherin in die ORF-Geschichte einging, wurde Muliar auch zum Pionier des Fernsehens in Österreich: Als Bockerer, als braver Soldat Schwejk oder als Erzähler jüdischer Witze schrieb er sich ins Gedächtnis der österreichischen und deutschen Fernsehzuschauer ein. Fritz Muliar war es vergönnt, bis ans Lebensende auf der Bühne zu stehen - im Jahr 2009 starb er im Alter von 89 Jahren.

"Alle Menschen san ma zwider": Satiriker und Bühnengröße Kurt Sowinetz am 20. Dezember

Kurt Sowinetz sollte eigentlich in der allerersten Reihe der österreichischen Schauspieler stehen: Vom Volkstheater über die Josefstadt bis zum Burgtheater - er hatte Engagements an den wichtigsten österreichischen Bühnen und erhielt für seine Rollen stets hervorragende Kritiken. Einem breiten Publikum wurde Sowinetz spätestens 1976 mit dem Wiener Lied "Alle Menschen san ma zwider", einer satirischen Neuinterpretation von Friedrich Schillers "Ode an die Freude", bekannt. Später wurde er mit dem Nestroy-Ring für die Pflege der satirisch-kritischen Darstellung Wiens und seiner Bewohner/innen geehrt. Dennoch verblasste nach seinem Tod im Jahr 1991 die Erinnerung an ihn rasch. In der Dokumentation von Robert Tauber erzählen Kurt Sowinetz' Frau Inge und seine Tochter, Burgschauspielerin Dunja, aus dem Leben des vergessenen Künstlers. Sein enger Freund und Schauspielkollege Heinz Marecek erinnert sich im legendären "18er", wie die lebenslange Freundschaft im von Sowinetz selbst erwählten, fensterlosen Garderobenkammerl im Theater in der Josefstadt über eine Flasche Rotwein und einem Päckchen Zigaretten ihren Anfang nahm. Noch nie gezeigtes Archivmaterial ergänzt diese ORF-III-Eigenproduktion um eine neue Perspektive auf das Leben dieser "ORF-Legende".

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