- 11.12.2014, 12:20:55
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„dok.film“-Premiere „Die unglaubliche Reise der Familie Zid“ am 14. Dezember
Auf den abenteuerlichen Spuren einer Wiener Familie zwischen Südamerika und den USA
Utl.: Auf den abenteuerlichen Spuren einer Wiener Familie zwischen
Südamerika und den USA =
Wien (OTS) - Auf abenteuerliche Spurensuche Ende der 1920er Jahre
begibt sich der vom ORF koproduzierte neue HD-Dokumentarfilm "Die
unglaubliche Reise der Familie Zid", der im Rahmen von "dok.film" am
Sonntag, dem 14. Dezember 2014, um 23.05 Uhr in ORF 2 seine
TV-Premiere feiert. Für eine ungewöhnliche Werbekampagne des
Autoherstellers Ford legte damals die aus wirtschaftlichen Gründen
nach Argentinien ausgewanderte Familie des Wiener Fuhrwerkers Ludwig
Zid fast 20.000 Kilometer in einem 40 PS starken Automobil von
Südamerika ins nordamerikanische Detroit zurück. Das Filmteam um
Regisseur Gunnar Walther zeichnet das für damalige Verhältnisse
halsbrecherische Unternehmen des Paares, das mit einem Kleinkind
reiste und in dem Wagen auch schlief, anhand von Tagebucheintragungen
detailgetreu nach und bereist die strapaziöse Originalreiseroute.
Eine nach wie vor hürdenreiche Strecke von Argentinien über Peru,
Kolumbien, Costa Rica, Mexiko bis nach Detroit in den USA, für die
die Abenteurer fünf Jahre brauchten. Der Film zeigt damit auch ein
Bild vom heutigen Lateinamerika abseits touristischer Pfade. Dabei
trifft der Filmemacher auf Menschen, denen die Zids aus Österreich
bis heute ein Begriff sind. So meint etwa Oscar Arteta, ein Züchter
von Kampfhähnen, in Peru: "Der Einzige, der für mich etwas
Vergleichbares gemacht hat, war Christoph Kolumbus. Mit dem
Unterschied, dass Kolumbus Pferde hatte, diese Familie aber war mit
einem Auto unterwegs. Verrückt waren sie aber alle."
Mehr zum Inhalt:
Aufgezeichnet wurden die enormen Strapazen der Reise der Familie Zid
in Aloisia Zids Tagebuch, das sich bis heute liest wie ein
Abenteuerroman: "Wir sanken in einen sumpfigen Graben bis zur
Karosserie ein", schrieb sie abends wieder einmal verzweifelt in ihr
Buch. Oder: "Die Ochsen waren nicht imstande, den Wagen rauszuziehen.
Erst als Pferde und Baumstämme zur Stelle waren, konnten wir befreit
werden. Wir mussten sogar einen Fluss ableiten, damit das Wasser
nicht den Wagen davontrage."
Die angespannte wirtschaftliche Lage in Europa brachte den Wiener
Fuhrwerker Ludwig Zid einst dazu, mit Frau und Kind nach Südamerika
auszuwandern. Währenddessen lief in der Motorcity Detroit, USA, die
Autoproduktion von Henry Ford auf Hochtouren. Das neue A-Modell von
Ford kam weltweit auf den Markt und brauchte auch in Südamerika noch
eine zugkräftige Werbekampagne.
Der abenteuerlustige Wiener hatte viel Erfahrung mit Automobilen und
bekam daher von Ford einen verlockenden Deal angeboten: Als
Werbeträger für den "Ford-A" sollte er den amerikanischen Kontinent
mit einem neuen Fahrzeugmodell durchqueren - von Südamerika bis nach
Detroit, eine Strecke von nahezu 20.000 Kilometer. Auf der Tour
sollte das neue "Weltauto" beworben werden. Ein komfortabler,
moderner Wegen, der Familien bisher ungeahnte Sicherheit und
Zuverlässigkeit bieten konnte. Mit der Kampagne wollte das Imperium
des Autoherstellers an die Erfolge des legendären T-Modells "Tin
Lizzy" anknüpfen, das Henry Ford zu Weltruhm verholfen hatte.
Reich und berühmt wollte auch Ludwig Zid werden, dies würde ihm
jedoch nur gelingen, wenn alle drei Mitglieder der Familie Zid und
ihr Auto die riskante Familienexpedition unbeschadet überstehen. Mit
seinen 40 PS und einer Reisegeschwindigkeit von geschätzten 20 km/h,
war das Gefährt dem Paar und ihrem Kleinkind Transportmittel und
Schlafstätte zugleich.
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