Mörz: Laufende Qualitätsverschlechterung im Wiener Wohnbau!

Wien (OTS/fpd) - Der Wohnbau Wien war einmal weltberühmt und bis heute ist die Stadt Wien mit rund 220.000 Wohneinheiten der "größte Hausherr Europas". Die Bauten der Zwischenkriegszeit und der Nachkriegszeit waren sowohl in ihrer architektonischen aber auch in ihrer städtebaulichen Gestaltung vorbildlich und auf dem Stand der Zeit. Vor allem aber waren die Mieten günstig und die Stadt hat mit ihrem sozialen Wohnbau Werte für Generationen geschaffen, so heute Wiens FPÖ-Gemeinderat Prof. DI Dr. Kurt Mörz.

Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die extrem hohen Betriebskosten der Stadt mit ihren exorbitanten Gebühren- und Abgabenerhöhungen lassen das Wohnen auch im "sozialen Wohnbau" zu einem Luxusgut werden. Ein weiterer Grund dafür sind auch die unverhältnismäßig hohen Errichtungskosten bei Neubauten, obwohl bautechnisch möglichst "billig" gebaut wird. So werden die Wohnhausanlagen vorwiegend in Betonplattenbauweise mit Vollwärmeschutz errichtet. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Durch die mangelnde Dampfdiffusionsdurchlässigkeit ist das Raumklima unangenehm. Dazu kommt die niedrige Bauhöhe der Aufenthaltsräume. Die Kondenswasserbildung in den Räumen führt wiederum zu erhöhter Schimmelbildung, so Mörz.

Auch die Raumkonfiguration entspricht längst nicht mehr den Anforderungen des freien Marktes. Lediglich die in den Wohneinheiten integrierten Nassräume stellen eine echte Qualitätsverbesserung gegenüber der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg dar. Eine besondere "Glanzleistung" stellt jüngst auch die Bebauungsdichte dar. Die neuen Wohnbaublöcke, etwa bei der neu zu errichtenden Seestadt Asparn, sind so eng gesetzt wie dies in den innerstädtischen Bereichen der Fall ist. Letztlich ist der gegenwärtige "Sozialbau" nicht auf eine möglichst hohe Lebensqualität für die Bewohner, sondern auf Gewinnmaximierung der Bauträgergesellschaften ausgerichtet. Dass die meisten dieser Gesellschaften SPÖ-nahe sind versteht sich von selbst.

Wir Freiheitlichen, so LAbg. GR Dr. Mörz, werden uns jedenfalls dafür einsetzten, dass wieder menschengerechte Gemeindebauanlagen wie dies vormals im "Roten Wien" der Fall war und wie dies bis in die Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts weitergeführt wurde, errichtet werden. (Schluss)

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