• 11.12.2014, 11:36:46
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Mörz: Laufende Qualitätsverschlechterung im Wiener Wohnbau!

Wien (OTS/fpd) - Der Wohnbau Wien war einmal weltberühmt und bis
heute ist die Stadt Wien mit rund 220.000 Wohneinheiten der "größte
Hausherr Europas". Die Bauten der Zwischenkriegszeit und der
Nachkriegszeit waren sowohl in ihrer architektonischen aber auch in
ihrer städtebaulichen Gestaltung vorbildlich und auf dem Stand der
Zeit. Vor allem aber waren die Mieten günstig und die Stadt hat mit
ihrem sozialen Wohnbau Werte für Generationen geschaffen, so heute
Wiens FPÖ-Gemeinderat Prof. DI Dr. Kurt Mörz.

Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die extrem hohen
Betriebskosten der Stadt mit ihren exorbitanten Gebühren- und
Abgabenerhöhungen lassen das Wohnen auch im "sozialen Wohnbau" zu
einem Luxusgut werden. Ein weiterer Grund dafür sind auch die
unverhältnismäßig hohen Errichtungskosten bei Neubauten, obwohl
bautechnisch möglichst "billig" gebaut wird. So werden die
Wohnhausanlagen vorwiegend in Betonplattenbauweise mit
Vollwärmeschutz errichtet. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Durch die
mangelnde Dampfdiffusionsdurchlässigkeit ist das Raumklima
unangenehm. Dazu kommt die niedrige Bauhöhe der Aufenthaltsräume. Die
Kondenswasserbildung in den Räumen führt wiederum zu erhöhter
Schimmelbildung, so Mörz.

Auch die Raumkonfiguration entspricht längst nicht mehr den
Anforderungen des freien Marktes. Lediglich die in den Wohneinheiten
integrierten Nassräume stellen eine echte Qualitätsverbesserung
gegenüber der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg dar. Eine besondere
"Glanzleistung" stellt jüngst auch die Bebauungsdichte dar. Die neuen
Wohnbaublöcke, etwa bei der neu zu errichtenden Seestadt Asparn, sind
so eng gesetzt wie dies in den innerstädtischen Bereichen der Fall
ist. Letztlich ist der gegenwärtige "Sozialbau" nicht auf eine
möglichst hohe Lebensqualität für die Bewohner, sondern auf
Gewinnmaximierung der Bauträgergesellschaften ausgerichtet. Dass die
meisten dieser Gesellschaften SPÖ-nahe sind versteht sich von selbst.

Wir Freiheitlichen, so LAbg. GR Dr. Mörz, werden uns jedenfalls dafür
einsetzten, dass wieder menschengerechte Gemeindebauanlagen wie dies
vormals im "Roten Wien" der Fall war und wie dies bis in die Mitte
der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts weitergeführt wurde,
errichtet werden. (Schluss)

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