- 11.12.2014, 11:22:08
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Aufruf zum Etappensieg: 100 Prozent Strom aus Erneuerbarer Energie in NÖ
LR Pernkopf: "Brauchen Unterstützung von allen Bürgern und Gemeinden"
Utl.: LR Pernkopf: "Brauchen Unterstützung von allen Bürgern und
Gemeinden" =
St. Pölten (OTS/NLK) - Über 90 Prozent des Strombedarfs werden in
Österreichs größtem Bundesland bereits mit Erneuerbarer Energie
abgedeckt. Damit steuert Niederösterreich auf ein wichtiges
Etappenziel bei der Energiewende hin: Schon Ende 2015 will das Land
Strom zur Gänze aus Wasser, Wind, Biomasse und Sonne bereitstellen.
"Wir setzen heute den Startschuss für den Auftakt zum Etappensieg",
so Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bei der heutigen
Pressekonferenz in Wien. Gemeinsam mit Expertin Monika
Langthaler-Rosenberg hob er die Bedeutung der Erneuerbaren Energie
hervor und rief zum Endspurt "100 Prozent Strom aus Erneuerbarer
Energie" auf.
Pernkopf hielt fest, dass die Energiewende "positive Auswirkungen auf
den Lebensstil und auch auf die Wirtschaft" habe. "Wir sind stolz
darauf, was wir in den letzten fünf Jahren erreicht haben", so der
Landesrat. So wurde die Abdeckung des Strombedarfs in
Niederösterreich von 80 Prozent auf 90 Prozent erhöht. "Das ist ein
internationaler Spitzenwert", so Pernkopf. Der Vergleichswert in
Österreich liege bei etwa 75 Prozent, jener in Deutschland bei knapp
29 Prozent. Nächstes Etappenziel sei "100 Prozent Strom aus
Erneuerbarer Energie". "Dafür brauchen wir die Unterstützung von
allen Bürgern und den Gemeinden", so Landesrat Pernkopf.
"Kein Beitrag ist zu klein, jeder Beitrag ist enorm wichtig", hob
Pernkopf die Bedeutung der zahlreichen Unterstützer und
Energiebotschafter in Niederösterreich hervor. 300.000
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher hätten bereits "ganz
konkret etwas getan": So haben sie etwa ihr Haus gedämmt, eine
Photovoltaik-Anlage installiert oder setzen andere
Energiesparmaßnahmen. Als Erfolgsgeschichten bezeichnete Pernkopf die
Windkraft, die 500.000 Haushalte mit Strom versorge, die 20.000
montierten Photovoltaik-Anlagen, die Gemeinden als Drehscheiben vor
Ort und die ins Leben gerufene Energiespargemeinde sowie das
Stromsparen im Haushalt, wo bereits 10.000 Haushaltsgeräte gefördert
und damit der Strombedarf gesenkt werden konnte. "Die Energiebewegung
ist eine Lebenseinstellung geworden", so der Energie-Landesrat. Die
nächsten zwölf Monate sollten im Zeichen der Erneuerbaren Energie
stehen.
Im Rahmen der Pressekonferenz formulierte Pernkopf außerdem zwei
Forderungen Niederösterreichs an die Bundesregierung: ein klares
Verbot des Neueinbaus von Ölheizungen und das Schaffen von
unbürokratischen Lösungen auf Bundesebene bei der Einspeisung von
Strom.
"Es hat sich unglaublich viel getan in Österreich und in
Niederösterreich", erinnerte Expertin Langthaler an die Au-Besetzung
in Hainburg, die heuer ihr Jubiläum feiert. Bei der klassischen
Energiewirtschaft - Atomkraft- oder Kohlekraftwerke - habe man mit
großen Anlagen operiert, es habe lokalisierte Produktionseinheiten
gegeben. "Die Energiewende bedeutet, dass wir dezentraler werden", so
Langthaler. Gewinner der Energiewende seien und werden weiterhin
Niederösterreich und die ländlichen Regionen sein. "2014 haben wir
195.000 'Green Jobs' in Österreich, 36.000 davon in
Niederösterreich", so Langthaler. In Niederösterreich kämen pro Jahr
zwei Prozent, österreichweit etwas mehr als ein Prozent dazu.
"In den Krisenjahren 2008 bis 2012 hat die Zahl der im Umweltsektor
Beschäftigten überproportional zugenommen", so Langthaler. Diese sei
ebenso wie der Umsatz in diesem Bereich doppelt so hoch gewesen. Das
zeige, dass der Umweltbereich ein krisensicherer Bereich sei. Zudem
würden nicht nur neue Jobs geschaffen werden, sondern durch die
Aufgabenerweiterung bestehende Berufsfelder abgesichert werden. So
habe ein Installateur oder Elektrobetrieb beispielsweise durch die
Installation von Photovoltaik-Anlagen eine neue Aufgabe. Das Thema
Erneuerbare Energie sei "heute ein sehr relevantes und erfolgreiches
Geschäftsfeld, das die Ressourcen schont", so Langthaler.
Im Zuge der Pressekonferenz wurde heute auch das neue Internettool
"100%-Liveticker" auf der Website www.energiebewegung.at vorgestellt.
Der Liveticker macht die Energiebewegung in Niederösterreich in
Echtzeit sichtbar und messbar. Somit kann jeder Niederösterreicher
und jede Niederösterreicherin jederzeit nachsehen, wie viel Strom aus
Wasser, Wind, Sonne und Biomasse gerade in Niederösterreich erzeugt
wird.
Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.
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