• 11.12.2014, 10:32:15
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KAV: Interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Pavillon 15 des Otto-Wagner-Spitals startet

Umfassende historische Aufarbeitung durch Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS)

Utl.: Umfassende historische Aufarbeitung durch Institut für Rechts-
und Kriminalsoziologie (IRKS) =

Wien (OTS) - Nach Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen an Kindern
mit Behinderungen in den Jahren 1960 bis 1980 im Pavillon 15 des
Otto-Wagner-Spitals hat 2013 eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe im
Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit der Überprüfung der Vorwürfe
begonnen: Um die Basis für eine breite wissenschaftliche Aufarbeitung
zu legen, wurden Archivbestände gesichtet, noch vorhandene Unterlagen
gesichert und Gespräche mit ehemaligen MitarbeiterInnen sowie mit
jenen ZeitzeugInnen geführt, die sich bei der extra eingerichteten
Servicestelle gemeldet haben.

Interdisziplinäres Forschungsteam mit großer Erfahrung

Das Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) wird nun im
Auftrag des Wiener Krankenanstaltenverbundes eine umfassende
zeithistorisch-sozialwissenschaftliche Studie zum Pavillon 15 des
Otto-Wagner-Spitals und zur damaligen Abteilung für
entwicklungsgestörte Kinder am Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel
im Gesamtzusammenhang der Wiener Psychiatrie und Behindertenhilfe der
Nachkriegszeit erstellen.

Das Forschungsteam ist interdisziplinär zusammengesetzt und verfügt
über fundierte inhaltliche Expertise und Forschungserfahrung in den
Bereichen Disability Studies, Behindertenhilfe, Behindertenrechte,
Medizingeschichte, Psychiatriegeschichte, Kinder- und
Jugendwohlfahrt, Geschichte des Fürsorgesystems, Heimerziehung und
totale Institutionen.

Forschungskonzept, Zwischen- und Endbericht werden
veröffentlicht

Das Forschungsprojekt wird von Jänner 2015 bis Juni 2016 laufen, die
ExpertInnen werden im Juni 2016 einen umfassenden Endbericht
vorlegen, der der Allgemeinheit ungekürzt über die Website des Wiener
Krankenanstaltenverbundes zugänglich gemacht wird. Gleiches gilt für
den Zwischenbericht, der für August 2015 geplant ist.

Das Forschungskonzept mit detaillierten Informationen zur Zielsetzung
der Studie, Forschungsperspektiven und wissenschaftlichen
Fragestellungen ist ab sofort auf der Website des KAV unter
www.wienkav.at/aufarbeitungpsychiatrie abrufbar.

Servicestelle für ZeitzeugInnen

ZeitzeugInnen können sich auch weiterhin bei der 2013 eingerichteten
Servicestelle unter der Telefonnummer 01/40409-70970 an Wochentagen
von 8 bis 16 Uhr an den Wiener Krankenanstaltenverbund wenden. Eine
Kontaktaufnahme ist auch per Email unter servicemail@wienkav.at
möglich. Bei der Servicestelle haben sich bisher insgesamt sieben
Personen gemeldet, darunter auch ZeitzeugInnen, Angehörige und
ehemalige MitarbeiterInnen.

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