NEWS: Die HCB-Akten

Unterlagen aus dem Umfeld der Kärntner Landesbehörden zum HCB-Umweltskandal offenbaren ein Politik- und Behördenversagen sondergleichen.

Wien (OTS) - Ganze 225 Tage: So lange brauchten Kärntens Politiker und Behörden, um nach einem ersten Fund des Umweltgiftes Hexachlorbenzol (HCB) im März dieses Jahres die Ursache für die Kontamination abstellen zu können. Jetzt bangt ein ganzes Tal um seine Gesundheit und um seine Zukunft.

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe umfassend aus Unterlagen aus dem Umfeld der Kärntner Landesbehörden. Die Akten zeigen minutiös, was in diesen 225 Tagen geschehen bzw. nicht geschehen ist. So agierten die verantwortlichen Behörden lange Zeit völlig unabgestimmt. Dabei war praktisch von Anfang an sogar die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die je zur Hälfte zum Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium gehört, involviert.

Als dann Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Umweltlandesrat Rolf Holub (Grüne) Anfang November intern über den Giftskandal informiert wurden, entschied man sich dafür, die Bevölkerung so lange nicht zu informieren, bis sich ein Verdacht auf gesundheitliche Auswirkung erhärtet hätte. Dem Zementwerk in Klein St. Paul, das nun vom Land für die Kontamination verantwortlich gemacht wird, haben Behörden übrigens ganz bewusst von vornherein keine HCB-Messungen vorgeschrieben, obwohl dort bekanntermaßen belasteter Blaukalk verbrannt wurde. Dies wäre "nicht erforderlich" gewesen, da "keine Emission von HCB stattfinden sollte".

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0001