• 11.12.2014, 09:08:26
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NEWS: Die HCB-Akten

Unterlagen aus dem Umfeld der Kärntner Landesbehörden zum HCB-Umweltskandal offenbaren ein Politik- und Behördenversagen sondergleichen.

Utl.: Unterlagen aus dem Umfeld der Kärntner Landesbehörden zum
HCB-Umweltskandal offenbaren ein Politik- und Behördenversagen
sondergleichen. =

Wien (OTS) - Ganze 225 Tage: So lange brauchten Kärntens Politiker
und Behörden, um nach einem ersten Fund des Umweltgiftes
Hexachlorbenzol (HCB) im März dieses Jahres die Ursache für die
Kontamination abstellen zu können. Jetzt bangt ein ganzes Tal um
seine Gesundheit und um seine Zukunft.

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe
umfassend aus Unterlagen aus dem Umfeld der Kärntner Landesbehörden.
Die Akten zeigen minutiös, was in diesen 225 Tagen geschehen bzw.
nicht geschehen ist. So agierten die verantwortlichen Behörden lange
Zeit völlig unabgestimmt. Dabei war praktisch von Anfang an sogar die
Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), die je zur
Hälfte zum Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium gehört,
involviert.

Als dann Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und Umweltlandesrat
Rolf Holub (Grüne) Anfang November intern über den Giftskandal
informiert wurden, entschied man sich dafür, die Bevölkerung so lange
nicht zu informieren, bis sich ein Verdacht auf gesundheitliche
Auswirkung erhärtet hätte. Dem Zementwerk in Klein St. Paul, das nun
vom Land für die Kontamination verantwortlich gemacht wird, haben
Behörden übrigens ganz bewusst von vornherein keine HCB-Messungen
vorgeschrieben, obwohl dort bekanntermaßen belasteter Blaukalk
verbrannt wurde. Dies wäre "nicht erforderlich" gewesen, da "keine
Emission von HCB stattfinden sollte".

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NES

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