• 10.12.2014, 10:20:21
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BCG-Studie: Mobiles Internet ist Wohlstandsmotor für Europa

Wien (OTS) - Umsätze der "Mobile Economy" werden sich bis 2017 mehr
als verdoppeln. In den EU-5-Staaten erwirtschaftete die "Mobile
Economy" 2013 rund 90 Milliarden Euro und sichert eine halbe Million
Arbeitsplätze. Mehrheit der Europäer würde eher auf Fast Food,
Schokolade, Zeitungen oder Alkohol verzichten als auf mobiles
Internet

Das mobile Internet ist in Europa zu einem wichtigen und stark
wachsenden Wirtschaftsfaktor geworden. Getrieben durch die schnelle
Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie das Aufkommen von
"Wearable"-Technologien und des "Internet of Things" hat die noch
junge "Mobile Economy" in den EU-5-Staaten (Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Spanien und Italien) im Jahr 2013 bereits 90
Milliarden Euro erwirtschaftet - mit stark steigender Tendenz. Die
"Mobile Economy" sichert eine halbe Million Arbeitsplätze, von denen
etwa die Hälfte physisch in EU-5-Ländern angesiedelt ist. Zu diesen
Ergebnissen kommt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG)
mit dem Titel "The Connected World: The Mobile Internet Economy in
Europe". Im Auftrag von Google untersuchte das Beratungsunternehmen
die Wachstumsperspektiven und Auswirkungen des mobilen Internets auf
die Ökonomien der EU-5-Staaten sowie acht weiterer Länder. Die
insgesamt 13 betrachteten Staaten repräsentieren mehr als 70 Prozent
des globalen Bruttoinlandsprodukts.

Gegenwärtig existieren weltweit fast sieben Milliarden
Smartphone-Verträge - das entspricht durchschnittlich etwa einem
Vertrag pro Person auf der Welt. Allein im Jahr 2013 haben Nutzer in
der EU 20 Milliarden App-Downloads getätigt. Das mobile Internet hat
die Art und Weise grundlegend verändert, wie Menschen arbeiten,
spielen und kommunizieren - demgemäß ist es für die meisten aus dem
Alltag mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Mehr als die Hälfte der
Europäer würden eher auf Fast Food (77 Prozent), Zeitungen (70
Prozent), Schokolade (68 Prozent) oder Alkohol (58 Prozent)
verzichten als auf das mobile Internet.

Dieser Erfolg setzt auch beträchtliches wirtschaftliches Potenzial
frei. "Bis zum Jahr 2017 werden sich die Umsätze mit mobilem Internet
im EU-5-Raum auf etwa 230 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Dies
bedeutet eine jährliche Steigerung von mehr als 25 Prozent und ist
vergleichbar mit den Wachstumsraten in den USA und China", sagt
Wolfgang D. Bock, Senior Partner von BCG und Koautor der Studie.
Getrieben wird diese rasante Zunahme insbesondere durch Werbung und
Onlineshopping über Apps und Onlinedienste auf "smarten"
Mobilgeräten. Der Umsatz im mobilen Onlinehandel beläuft sich bereits
auf jährlich über 23 Milliarden Euro, was 13 Prozent des gesamten
Onlinehandels in den fünf untersuchten Ländern entspricht. Dank des
mobilen Internets sind neue Unternehmen entstanden wie etwa die
Softwareentwickler Wooga, Mind, Candy, FON oder Spotify - und damit
weltweit insgesamt rund 500.000 neue Jobs, die Hälfte davon im
EU-5-Raum.

Gewinner des Booms der "Mobile Economy" sind vor allem die
Verbraucher. Der wahrgenommene Nutzen des mobilen Internets, der die
Kosten der Mobilnutzung signifikant übersteigt und sich über das
ökonomische Konzept der "Konsumentenrente" lässt, liegt in den
EU-5-Ländern bei insgesamt 770 Milliarden Euro pro Jahr. Dies macht
einen durchschnittlichen jährlichen Zusatznutzen von 4.700 Euro pro
Verbraucher aus - und damit etwa das 13-Fache der damit verbundenen
Kosten.

Europas Wirtschaft profitiert vom starken Wachstum der "Mobile
Economy". Zahlreiche Unternehmen entstehen rund um das mobile
Internet; mobile Technologien ermöglichen es, Prozesse zu verbessern,
kosteneffizienter zu wirtschaften und neue Zielgruppen zu erreichen.
Insbesondere der Markt für Apps floriert. "Das mobile Internet
eröffnet Unternehmen vollkommen neue Möglichkeiten", betont Philipp
Justus, Managing Director von Google in Deutschland, Österreich und
der Schweiz. "Mit unserer mobilen Plattform Android tragen wir zu
einem ganz neu entstandenen wirtschaftlichen Ökosystem bei. Jedes
Unternehmen sollte prüfen, wie es das mobile Internet für sein
weiteres Wachstum nutzen kann."

Ebenso wie andernorts ist das zukünftige Wachstum der "Mobile
Economy" in Europa stark abhängig von Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit
mobiler Services sowie von weiteren Verbesserungen in Technologie und
Infrastruktur. In dieser Hinsicht sehen die Autoren der Studie vor
allem die europäische Politik in der Pflicht: "Europa hat immer noch
erheblichen Nachholbedarf, vor allem hinsichtlich des Ausbaus
digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze. Es muss erheblich in die Netze
investiert werden, um die Verfügbarkeit hoher Datenbandbreiten zu
sichern. Zusätzlich wird ausreichendes und bezahlbares
Frequenzspektrum benötigt, um steigende Nutzungsintensität und
schnellere Verbindungen zu ermöglichen. Andernfalls fällt Europa
zurück und der Wohlstandsmotor mobiles Internet wird abgewürgt",
kommentiert Wolfgang D. Bock.

The Boston Consulting Group (BCG) ist eine internationale
Managementberatung und weltweit führend auf dem Gebiet der
Unternehmensstrategie. BCG unterstützt Unternehmen aus allen Branchen
und Regionen dabei, Wachstumschancen zu nutzen und ihr
Geschäftsmodell an neue Gegebenheiten anzupassen. In
partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt BCG
individuelle Lösungen. Gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile zu schaffen, die Leistungsfähigkeit des
Unternehmens zu steigern und das Geschäftsergebnis dauerhaft zu
verbessern. BCG wurde 1963 von Bruce D. Henderson gegründet und ist
heute an 81 Standorten in 45 Ländern vertreten. Das Unternehmen
befindet sich im alleinigen Besitz seiner Geschäftsführer. In
Deutschland und Österreich erwirtschaftete BCG im Jahr 2013 mit 1.500
Mitarbeitern einen Umsatz von 510 Millionen Euro. Für weitere
Informationen: www.bcg.at

In ihrem Internetportal bcgperspectives.com bündelt die Boston
Consulting Group alle unternehmenseigenen Studien, Kommentare,
Grafiken und Videos und stellt sie online zur Verfügung. Neben
Publikationen zu aktuellen Wirtschafts- und Unternehmensthemen
beinhaltet die Plattform auch Veröffentlichungen aus der 50-jährigen
Unternehmensgeschichte. Das Onlineportal findet sich unter
www.bcgperspectives.com.

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