Stellungnahme der Pressestelle des Militärordinariates der Republik Österreich

Wien (OTS) - Zu dem Artikel "Den Heldentod gestorben" von Christa Zöchling, erschienen in der Zeitschrift "profil" Nr. 50 am 5. Dezember 2014, wird festgehalten:

1. Die Autorin des Artikels hat verabsäumt es, mit dem Militärordinariat Kontakt aufzunehmen. Das Militärordinariat wäre gerne bereit gewesen, die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus irritieren falsche Aussagen, die an sich leicht zu überprüfen wären (so etwa die "Maria-Theresienkaserne in Wr. Neustadt", die sich in Wirklichkeit in Wien befindet).

2. Das Militärordinariat arbeitet schon seit längerem gemeinsam mit der Militärhistorischen Denkmalkommission an einer Neugestaltung vor allem des Eingangsbereiches der Stiftskirche, die den Anforderungen einer zeitgemäßen Gedenkkultur entspricht.

3. Prälat Rudolf Schütz ist seit mehr als 10 Jahren in Pension und daher kein offizieller Repräsentant des Militärordinariates. Die ihm zugeschriebenen Aussagen geben nicht die Position des Militärordinariates der Republik Österreich wieder.

4. Die Behauptung, dass in der Militärpfarrkirche Wien (St. Nepomuk) eine Gedenktafel für Alexander Löhr hängt, ist falsch. Wahr ist, dass im Eingangsbereich des Jakob-Kern-Hauses, einer Liegenschaft des Militärkommandos Wien, eine Gedenktafel für die 1939-45 gefallenen Generalstabsoffiziere hängt, die Mitte der achtziger Jahre dorthin verbracht wurde und von der damals der Name "Alexander Löhr" entfernt wurde.

5. Das an der Vorderseite des Volksaltares sichtbare Kreuz wurde von den Ende des 18. Jahrhunderts errichteten Altären der Stiftskirche übernommen und steht in keinem ideologischen Zusammenhang mit dem preußischen oder gar nationalsozialistischen "Eisernen Kreuz".

6. Seitens des Militärordinariats wurde gegenüber Herrn R. in keiner Weise die Aussage getätigt, Alexander Löhr sei "kein Kriegsverbrecher". Die von Herrn R. ausgesprochene Ankündigung, die Tafel zu zerschlagen wurde dem Sicherheitsdienst der Stiftskaserne gemeldet. Durch das Militärkommando Wien wurde die Polizei verständigt, welche den Sachverhalt in einem Gespräch mit Herrn R. geklärt hat.

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Dr. Nadja Rossmanith
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