Schmuckenschlager: Winzerinnen und Winzer nicht zum Spielball der Politik machen!

Österreichischer Weinbauverband lehnt MwSt.-Erhöhung bei „Wein ab Hof“ deutlich ab

Wien (OTS) - Mit klaren Worten hat der österreichische Weinbauverband den Vorschlag, im Rahmen der Steuerreform die Mehrwertsteuer für Wein ab Hof zu erhöhen, kritisiert: "Damit würde die Politik den Winzerinnen und Winzern nach einem ohnehin schwierigen Jahr und deutlichen Ernteeinbußen den Rest geben."

Wein war bis zum EU-Beitritt als landwirtschaftliches Produkt mit einem Mehrwertsteuersatz von 10 % allen anderen Produkten gleichgestellt. Mit dem EU-Beitritt kam die Erhöhung auf 12 %. "Und auch in kürzerer Vergangenheit wurde die Weinbranche immer wieder neuen Belastungen ausgesetzt", stellt der Weinbauverband klar. So ist Wein bereits ab 0,6 ha teilpauschaliert, was die niedrigste Schwelle aller Sektoren darstellt. Außerdem wurden dem Weinmarketing 1,8 Mio. Euro öffentliche Gelder gestrichen, was nun aus der Branche selbst aufgebracht werden muss. Die 30 %-ige ARA-Gebührenerhöhung, die durch die Hintertür eingeführt wurde, trifft ebenso die Weinbranche und nicht zuletzt werden mit der unsäglichen Wiedereinführung der Schaumweinsteuer einmal mehr die Winzerinnen und Winzer ungerechtfertigt zur Kasse gebeten.

Abg. Johannes Schmuckenschlager, Präsident des österreichischen Weinbauverbandes erwartet, dass diese Pläne schnell wieder vom Tisch sind: "Natürlich wird eine Steuerreform einiges abverlangen. Aber wir haben ein Ausgaben- und kein Einnahmenproblem. Und es kann nicht sein, dass eine Sparte - nämlich die Weinwirtschaft - als Opferlamm der Landwirtschaft herhalten muss.

Der Österreichische Weinbauverband wird entschieden dagegen auftreten und sieht auch die Landeshauptleute der weintreibenden Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland und Steiermark gefordert, sich für die Winzerinnen und Winzer einzusetzen.

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