Hans-Kudlich-Preise 2014: Agnes Schierhuber, Ulrike Böker und Erwin Stubenschrott ausgezeichnet

Preisverleihung gestern Abend in Wien - Besondere Verdienste um den ländlichen Raum gewürdigt

Wien (OTS) - Das Ökosoziale Forum Österreich verleiht alle zwei Jahre den Hans-Kudlich-Preis an Personen für ihre besonderen Leistungen im Ländlichen Raum. Der Preis, der bereits zum 40. Mal verliehen wird, ging heuer an Agnes Schierhuber, Ulrike Böker und Erwin Stubenschrott. "Wir zeichnen heuer drei Personen aus, die Weitblick beweisen haben. Sie sind ihren Weg - trotz Widerstände - gegangen und haben dadurch für den ländlichen Raum und die Menschen, die dort leben, Herausragendes geleistet, sei es durch einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen oder durch die Eröffnung von wirtschaftlichen Perspektiven. Sie alle haben die Ökosoziale Marktwirtschaft in die Praxis umgesetzt und sind Botschafter der Idee. Ich danke den Preisträgern für ihr Engagement und ihren Mut und gratuliere ihnen herzlichen", so der Präsident des Ökosozialen Forums Österreich Stephan Pernkopf anlässlich der Preisverleihung gestern Abend in Wien.

Agnes Schierhuber ist eine exzellente Netzwerkerin zugunsten des ländlichen Raumes und war seit jeher eine politische Fürsprecherin für die Bäuerinnen und Bauern. Ihr politisches Gespür hat sie immer wieder unter Beweis gestellt. Ohne sie gäbe es vieles nicht, was die Politik im ländlichen Raum geprägt hat. Von Beginn an war Agnes Schierhuber als aktive Waldviertler Bäuerin an der regionalen Vorzeige-Initiative Waldland beteiligt, die ein solide gewachsenes Unternehmen mitten aus dem Waldviertel gewinnbringend auf die Beine gestellt hat. Sie hat einen besonderen Anteil an diesem Erfolg. Durch diese und viele weitere Initiativen hat sie die Lebensbedingungen der bäuerlichen Bevölkerung aktiv gestaltet und damit eindeutig verbessert. Sie ist eine hervorragende Multiplikatorin für die ökosoziale Idee.

Ulrike Böker ist seit 2003 Bürgermeisterin der Marktgemeinde Ottensheim nahe Linz und dort in zahlreichen Vereinen und Verbänden für Ortsentwicklung, Zukunftsfragen und Regionalentwicklung tätig. Sie hat in Ottensheim viel bewegt und setzt immer wieder neue Maßstäbe für attraktive Lebensgestaltung und Perspektiven. Der Baukultur-Gemeindepreis 2012 geht zum Beispiel auf ihre Initiative zurück. Besondere Verdienste hat sie sich durch konsequenten Schutz der Ressource Boden erworben, was für die Land- und Forstwirtschaft von immenser Bedeutung ist. Ein wichtiger Punkt ihrer Gemeindepolitik ist auch die Ortskernbelebung. Ulrike Böker ist innovativ und inspirierend in der Tradition Hans Kudlichs. Sie zeigt mit ihrem Engagement Handlungsperspektiven für einen verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen auf und ist so eine wichtige Umsetzerin der ökosozialen Idee.

Der geschäftsführende Gesellschafter der KWB Gmbh Erwin Stubenschrott beweist, dass sich ein klares Bekenntnis zum Umweltschutz auszahlt und rechnet. Die KWB (Kraft und Wärme aus Biomasse) stellt seit 20 Jahren Biomasseheizungen her. Das österreichische Unternehmen - bei dem Innovation groß geschrieben wird - hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf 74 Millionen Euro gesteigert und beschäftigt über 400 MitarbeiterInnen. Stubenschrott ist Teil der Speerspitze der Biomassenutzung in Österreich und erfüllt damit auch eine wichtige Vorbildfunktion. Mit seinen Aktivitäten gelingt ihm eine ideale Verbindung zwischen Wirtschaft und Landwirtschaft. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Der gelernte Stahlbauschlosser Stubenschrott ist darüber hinaus Hobbylandwirt und ebenfalls ein begeisterter Netzwerker im Sinne der der ökosozialen Idee.

Der liberale Politiker Hans Kudlich gilt als der österreichische und europäische Bauernbefreier. Sein Antrag auf Aufhebung der Grunduntertänigkeit im Jahr 1848 löste die größte Eigentumsverschiebung aus, die Österreich jemals erlebte. Diesem historischen Antrag Hans Kudlichs will das Ökosoziale Forum Österreich mit der Verleihung der Hans Kudlich Preise gedenken. 1968 wurde der erste Preis verliehen. Die Preise 2014 wurden vom Österreichischen Raiffeisenverband, der Landwirtschaftskammer Österreich und dem Österreichischen Bauernbund zur Verfügung gestellt.

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