- 04.12.2014, 13:03:44
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ASFINAG: STARTSCHUSS FÜR DEN BAU DER NEUEN A 9 TUNNELRÖHREN BEI KLAUS
ASFINAG baut vier Tunnel bis 2018 zweiröhrig aus, Investition gesamt 180 Millionen Euro
Utl.: ASFINAG baut vier Tunnel bis 2018 zweiröhrig aus, Investition
gesamt 180 Millionen Euro =
St. Pankraz (OTS) - Mehr Sicherheit für täglich rund 18.000
Autofahrer bringt der jetzt startende zweiröhrige Ausbau der Tunnel
an der Pyhrnautobahn bei Klaus. Der heutige Tunnel-Anschlag in St.
Pankraz an der A 9 war dank Sprengstoff ein anständiger Knall,
wenngleich es im Rahmen der Barbarafeier - im Gedenken an die
Schutzheilige der Mineure - eher besinnlich zuging. Den
traditionellen Startschuss zum Riesenprojekt führten die
Tunnelpatinnen Karin Stöger-Lindorfer und Veronika Vögerl durch. Bis
2018 investiert die ASFINAG 180 Millionen in die A 9 im südlichen
Oberösterreich.
Seit Dezember 2004 ist die A 9 Pyhrnautobahn vom Voralpenkreuz bis
Spielfeld an der slowenischen Grenze bereits durchgehend befahrbar.
Mit Ausnahme der Tunnelkette Klaus in Oberösterreich und der beiden
langen Tunnelanlagen Bosruck sowie Gleinalm ist die Strecke auch voll
ausgebaut. Aktuell schließt die ASFINAG diese letzten Lücken: Seit
September 2013 laufen bei Klaus bereits die Arbeiten an den Brücken,
die als Vorleistungen für die Tunnelbauten erforderlich sind. Mit
einer traditionellen Tunnel-Anschlagfeier wurde heute der nächste
Meilenstein im Riesenprojekt - der Baustart für die neuen zweiten
Tunnelröhren - begangen. Den Anfang machen ab sofort die Arbeiten an
den neuen Röhren für Spering- und Falkensteintunnel. Traunfried- und
Klauser Tunnel folgen im April 2015.
"Ich bin viel auf Oberösterreichs Straßen unterwegs und freue mich
sehr darüber, dass auf der A 9 ein weiterer Verkehrs-Meilenstein
gesetzt wird. Sicher und gleichzeitig schneller unterwegs - das
bedeutet der Vollausbau der Tunnelkette Klaus. Als
Technologieminister ist mir auch wichtig, dass die ASFINAG mit
besonders innovativen Systemen wie dem akustischen Tunnelmonitoring
AKUT arbeitet. Ich bin froh, dass Verkehr und Technologie in meinem
Ministerium zusammen gedacht werden, so kommt es zu innovativen
Lösungen, von denen die Autofahrer profitieren", betonte
Verkehrsminister Alois Stöger im Rahmen der Feier.
Für Oberösterreichs Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl ist der
Vollausbau der Tunnelkette Klaus ein weiterer Schritt konsequenter
Straßenbaupolitik: "Mit der Tunnelkette Klaus ist die Pyhrnautobahn
auf oberösterreichischem Boden durchgehend vierspurig und mit
zweiröhrigen Tunneln ausgestattet. Das steigert die Mobilität und die
Lebensqualität der Bevölkerung und verbessert vor allem die
Sicherheit auf unseren Straßen. Gerade in den kritischen, einröhrigen
Tunnelbereichen erreichen wir durch den Ausbau zweiter Röhren eine
Entspannung der Situation. Frontalzusammenstöße können damit künftig
vermieden und Leben gerettet werden."
"Genau zehn Jahre nach Fertigstellung der Pyhrnautobahn startet die
ASFINAG bei Klaus den Vollausbau der noch einröhrigen Tunnelanlagen.
Mehr als 18.000 Verkehrsteilnehmer befahren die Strecke hier bereits
täglich. Der Ausbau ist daher ein Meilenstein für die
Verkehrssicherheit in Oberösterreich", freut sich ASFINAG-Vorstand
Alois Schedl.
"1,5 Milliarden Euro fließen österreichweit in das
Tunnelsicherheitsprogramm der ASFINAG und Oberösterreich ist aktuell
und in den kommenden Jahren ein ganz wichtiger
Investitionsschwerpunkt. Durch die Mauteinnahmen und die langfristige
Planung des Unternehmens sind die Finanzierung des Ausbaus des
Autobahnnetzes durch Eigenmittel sowie die Unabhängigkeit von der
öffentlichen Hand gesichert", so ASFINAG Vorstand Klaus Schierhackl.
Das Projekt ist auch technisch und logistisch in der Bauabwicklung
ein ganz besonderes, sagt ASFINAG-Geschäftsführer Gernot Brandtner.
"Es gibt in Österreich kein zweites Autobahnprojekt, das nahezu
ausschließlich aus Brücken und Tunnel so wie hier besteht. Das ist
eine große und auch tolle Herausforderung für alle Beteiligten. Die
neuen Tunnel - und im Anschluss natürlich auch die bestehenden Röhren
- erhalten von uns auch die modernste Ausstattung in Sachen
Sicherheit und Überwachung".
700 Meter Brücke und 6,3 Kilometer Tunnel
Beim insgesamt 7,6 Kilometer langen Vollausbau sind in erster Linie
Brücken und Tunnel zu errichten. Der Start erfolgte 2013 mit den
Brücken, die auch die Voraussetzung für die Tunnelarbeiten sind. Die
Bauarbeiten sind dabei minutiös aufeinander abgestimmt. Errichtet
werden eine Rampenbrücke im Bereich der Anschlussstelle Klaus,
weiters die Talübergänge Steyr (270 Meter), Pertlgraben (190 Meter),
Wallergraben (50 Meter), Rettenbach (90 Meter als architektonisch
anspruchsvolle Bogenbrücke ausgeführt), und Teichl (90 Meter).
Alle Brücken sind nach Errichtung zugleich auch die Zufahrtsstrecken
für den anschließenden Bau der zweiten Röhren bei den Tunnel Klaus
(2,2 Kilometer), Spering (2,9 Kilometer), Traunfried (450 Meter) und
Falkenstein (750 Meter), wobei die letzteren beiden völlig neu
ausgebrochen werden müssen. Die beiden längeren Tunnel Spering und
Klaus verfügen bereits über jeweils durchgehende Fluchtstollen, die
entsprechend aufgeweitet werden. Die Freilandbereiche beschränken
sich auf wenige hundert Meter zwischen Brücken und Tunneln sowie
insbesondere auf die Anschlussstellen Klaus und St. Pankraz, die
derzeit im Halbausbau bestehen.
Modernste Sicherheits-Ausrüstung mit AKUT
Die neuen Tunnel - und im Anschluss auch die bestehenden Röhren -
erhalten von der ASFINAG die modernste Ausstattung in Sachen
Sicherheit. Beleuchtung, Lüftung, Funk, Notruf, Brandmeldeanlage,
Video mit Bilddetektion, Wechselverkehrszeichen und
Bordsteinreflektoren in LED-Technik gehören zum ASFINAG-Standard.
Innovatives Highlight: Das sogenannte akustische Tunnelmonitoring
AKUT. Intelligente Mikrofone erkennen blitzschnell untypische
Geräusche - wie etwa von splitterndem Glas oder quietschenden Reifen.
Die ASFINAG-Mitarbeiter in der nächsten Überwachungszentrale (in
diesem Fall Ardning) sind sofort alarmiert, können den Tunnel sperren
und im Falle eines Unfalles Einsatzkräfte rufen.
Bis 2019 ist die gesamte Pyhrn Autobahn voll ausgebaut
Mit Ende 2017 wird der Verkehr im Bereich der Tunnelkette Klaus auf
die ganz neuen acht Kilometer Richtungsfahrbahn Linz umgelegt und im
Anschluss die alten Tunnel saniert und technisch aufgerüstet.
Gesamtverkehrsfreigabe ist dann Ende 2018. Weitere A 9
Tunnelprojekte: Der Bosrucktunnel zwischen Oberösterreich und der
Steiermark wurde bereits neu errichtet, derzeit ist die
Generalerneuerung der alten Bestandsröhre im Laufen. Bis Herbst 2015
wird dieses Projekt fertig sein. Der etwas mehr als acht Kilometer
lange Gleinalmtunnel erhält ebenfalls eine zweite Tunnelröhre, bis
2019 wird auch dieser Tunnel nach der anschließenden Generalsanierung
der alten Tunnelröhre im Richtungsverkehr befahrbar sein.
Daten & Fakten A 9 Tunnelkette Klaus
Baubeginn: September 2013
Baubeginn zweite Röhren: 4. Dezember 2014
Umlegung Verkehr und Sanierung alte Tunnel: Ende 2017
Fertigstellung und Gesamtverkehrsfreigabe: Ende 2018
Investitionen: rund 180 Millionen Euro
Fotos zur Feier: www.asfinag.at/pressefotos (ASFINAG)
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