Der Heilige Nikolaus: Frohbotschaft statt Drohbotschaft!

Die Katholische Jungschar setzt sich für Kinder und den Schutz vor repressiven "Erziehungsmethoden" ein

Wien (OTS) - 04\. 12. 2014. Der Nikolaus ist zu Recht eine der beliebtesten Heiligengestalten. Was den Heiligen Nikolaus so sympathisch macht, ist seine entschiedene Parteilichkeit für Kinder. "Der Heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder, der sich tatkräftig für ihre Anliegen stark macht. Die Katholische Jungschar als größte Kinderorganisation Österreichs setzt sich ebenso wie der Nikolaus aktiv für Kinder und ihre Rechte ein. Er ist ein Symbol für gelebtes soziales Handeln. Der Nikolaustag ist für Kinder ein besonderer Tag, der keine Angst machen, sondern mit Freude erfüllt sein sollte", erklärt Sara Dallinger, Bundesvorsitzende der Katholischen Jungschar Österreichs (KJSÖ).

In den letzten Tagen wurden die Vorschläge der Katholischen Jungschar, wie heutzutage eine für Kinder gestaltete Nikolausfeier aussehen sollte, teilweise recht kontroversiell diskutiert. Die Jungscharforderung "der Nikolaus soll Kindern keine Angst machen" wurde viel zu oft als "Weg mit dem Bart" vereinfacht dargestellt. Kindern Angst zu machen und sie zu disziplinieren, ein angstmachender Krampus, Androhung von Schlägen mit der Rute oder ein "Sündenregister" mit angeblichen Verfehlungen haben in der Arbeit mit Kindern generell und deswegen auch beim Nikolausfest nichts verloren. Leider wird der Nikolaus noch viel zu oft zur "Erziehung" der Kinder missbraucht. Und hier kommt auch die Diskussion um den Bart ins Spiel: "Wenn der künstliche Bart den Kindern Angst macht: Bitte weglassen! Wenn der Nikolaus durch seine Größe erschreckt: Bitte auf Augenhöhe begeben! Wenn Erwachsene Kindern wissentlich Angst machen, ist das grausam", appelliert Sara Dallinger.

"Wir besinnen uns am Tag des Heiligen Nikolaus auf einen der wichtigsten Begleiter in der Adventzeit. Er führt uns zu Jesus Christus hin und vermittelt die fundamentale Bedeutung der Nächstenliebe. Der Heilige Nikolaus beschützt, hilft und beschenkt -ohne dafür eine Gegenleistung zu verlangen. Im Laufe der Zeit wurde ihm eine fragwürdige Rolle als Erziehungshelfer auferlegt. Dabei hält er doch die Bibel auf Darstellungen in Händen, und nicht, wie fälschlicherweise interpretiert, ein Sündenregister. Die Katholische Jungschar hat meine volle Unterstützung bei ihren Bemühungen, den Heiligen Nikolaus nicht als drohenden Erziehungsersatz, sondern als beschützenden und kinderfreundlichen Künder der Frohen Botschaft darzustellen", unterstützt Kinder- und Jugendbischof Stephan Turnovszky das Anliegen der KJSÖ.

Susanna Haas, pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung -Trägerorganisation von Kindergärten und Horten in Wien -, führt dazu ein Negativbeispiel aus der Praxis in Kindergärten an: "Wieso weiß der Nikolaus, dass Daniel noch immer einen Schnuller braucht oder in der Nacht eine Windel? Oder dass Klara sich oft mit Sabine streitet? Diese Ermahnungen vor allen anderen Kindern in der Gruppe beschämen die Mädchen und Buben. Die Angst, ich werde "vom Himmel aus" beobachtet, prägt ein Kind. Viel mehr wollen wir gemeinsam mit den Kindern das Leben des Hl. Nikolaus beleuchten und Werte wie Unterstützung, Hilfe und Nächstenliebe thematisieren und erlebbar machen."

Die Katholische Jungschar ruft mit ihren Nikolausfeiern und -Hausbesuchen das Bild eines menschenfreundlichen Beschützers, der sich besonders für Kinderrechte einsetzt, ins Bewusstsein. Diesem Einsatz ist es zu verdanken, dass lebendiges Brauchtum erhalten wird und die positiven Aspekte daran gestärkt werden. Die ursprüngliche Intention des Heiligen - wie sie in den verschiedenen Legenden überliefert wird - soll so für die Kinder erlebbar werden.

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