• 04.12.2014, 11:14:16
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Schultes: Jugend am Land braucht Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten

Vorbild: Engagement im Ehrenamt schafft Anerkennung und Respekt

Utl.: Vorbild: Engagement im Ehrenamt schafft Anerkennung und
Respekt =

Wien (OTS) - "Lebendige ländliche Räume, die an die Wirtschafts- und
Infrastruktur-Entwicklung der Ballungsräume angekoppelt sind, bieten
attraktive Lebenschancen. Ein vielfältiges modernes Bildungsangebot
und die Möglichkeit, in Organisationen, wie Feuerwehr, Sportvereinen
oder Landjugend, aktiv mitzuwirken, halten die jungen Menschen im
Dorf und in der Region. Eine funktionierende Infrastruktur - da
gehört auch ein Breitband-Anschluss dazu - bildet die Voraussetzung
für Arbeitsplätze, und die Bildung sichert den Erfolg. Die
Integration ins Ehrenamt und in die Freiwilligenarbeit schafft ihnen
Wertschätzung. Wenn der Jugend für ihre Leistung und Verlässlichkeit
in der Freizeit-Arbeit Anerkennung und Respekt entgegengebracht wird,
hat sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche
Berufslaufbahn. Die Kombination von dualer Berufsausbildung und
Engagement in Vereinen, gekoppelt mit einer Weiterentwicklung der
ländlichen Räume, schafft in allen Regionen Wachstum und
Jugendbeschäftigung." Dies stellte Hermann Schultes, Präsident der LK
Österreich, im Rahmen der Pressekonferenz der
Sozialpartner-Präsidenten in Brüssel fest.

Bildung als Schlüssel für Erfolg

Junge bäuerliche Betriebsleiter können aus einem breit gefächerten
Angebot an land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungen und
einem vielfältigen Programm mit mehr als 14.000 Kursen und Seminaren
des Ländlichen Fortbildungsinstitutes wählen. Mit 96 Fachschulen und
elf höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen sowie einer sehr
beliebten Facharbeiter- (jährlich rund 4.500 Absolventen) und
Meisterausbildung (pro Jahr rund 500 Meisterbriefe) in elf
Lehrberufen wird den Jugendlichen ein vielfältiger und guter Start
ins Berufsleben ermöglicht. Um die Ausbildung noch attraktiver zu
machen, ist die Sicherstellung einer mehrberuflichen Ausbildung in
den Agrarschulen beziehungsweise die gegenseitige Anerkennung von
Abschlüssen zwischen Gewerbe und Landwirtschaft eine zentrale
Forderung der LK Österreich.

"Für die agrarische Jugend spielt auch das Nachholen von
Berufsbildungsabschlüssen im zweiten Bildungsweg eine wichtige Rolle.
Damit die jungen Menschen im ländlichen Raum erreicht werden können,
müssen neue Methoden, wie e-learning, modulares Lernen mit
Schwerpunktausbildungen, Lehren in Lernfeldern etc. genutzt werden",
unterstrich Schultes.

Bildung gegen Arbeitslosigkeit

Die Analyse der Arbeitslosenquoten nach höchster abgeschlossener
Ausbildung zeigt, dass die Arbeitslosenquote von Personen, welche
höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, deutlich höher
(meist mehr als doppelt so hoch) ist als von jenen Personen, welche
weiterführende Ausbildungen abgeschlossen haben. "Es ist eine
Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit geringer ausfällt, wenn eine
höhere Ausbildung gegeben ist. Daher haben wir vor drei Jahren die
Initiative 'Unternehmen Landwirtschaft 2020' ins Leben gerufen. Mit
den Bildungs- und Beratungsangeboten dieser Kampagne soll jeder junge
Landwirt, der den Hof übernommen hat, zumindest einen
Meisterabschluss erreichen", betonte Schultes.
(Schluss)

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