Schultes: Jugend am Land braucht Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten

Vorbild: Engagement im Ehrenamt schafft Anerkennung und Respekt

Wien (OTS) - "Lebendige ländliche Räume, die an die Wirtschafts- und Infrastruktur-Entwicklung der Ballungsräume angekoppelt sind, bieten attraktive Lebenschancen. Ein vielfältiges modernes Bildungsangebot und die Möglichkeit, in Organisationen, wie Feuerwehr, Sportvereinen oder Landjugend, aktiv mitzuwirken, halten die jungen Menschen im Dorf und in der Region. Eine funktionierende Infrastruktur - da gehört auch ein Breitband-Anschluss dazu - bildet die Voraussetzung für Arbeitsplätze, und die Bildung sichert den Erfolg. Die Integration ins Ehrenamt und in die Freiwilligenarbeit schafft ihnen Wertschätzung. Wenn der Jugend für ihre Leistung und Verlässlichkeit in der Freizeit-Arbeit Anerkennung und Respekt entgegengebracht wird, hat sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Die Kombination von dualer Berufsausbildung und Engagement in Vereinen, gekoppelt mit einer Weiterentwicklung der ländlichen Räume, schafft in allen Regionen Wachstum und Jugendbeschäftigung." Dies stellte Hermann Schultes, Präsident der LK Österreich, im Rahmen der Pressekonferenz der Sozialpartner-Präsidenten in Brüssel fest.

Bildung als Schlüssel für Erfolg

Junge bäuerliche Betriebsleiter können aus einem breit gefächerten Angebot an land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungen und einem vielfältigen Programm mit mehr als 14.000 Kursen und Seminaren des Ländlichen Fortbildungsinstitutes wählen. Mit 96 Fachschulen und elf höheren land- und forstwirtschaftlichen Schulen sowie einer sehr beliebten Facharbeiter- (jährlich rund 4.500 Absolventen) und Meisterausbildung (pro Jahr rund 500 Meisterbriefe) in elf Lehrberufen wird den Jugendlichen ein vielfältiger und guter Start ins Berufsleben ermöglicht. Um die Ausbildung noch attraktiver zu machen, ist die Sicherstellung einer mehrberuflichen Ausbildung in den Agrarschulen beziehungsweise die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen zwischen Gewerbe und Landwirtschaft eine zentrale Forderung der LK Österreich.

"Für die agrarische Jugend spielt auch das Nachholen von Berufsbildungsabschlüssen im zweiten Bildungsweg eine wichtige Rolle. Damit die jungen Menschen im ländlichen Raum erreicht werden können, müssen neue Methoden, wie e-learning, modulares Lernen mit Schwerpunktausbildungen, Lehren in Lernfeldern etc. genutzt werden", unterstrich Schultes.

Bildung gegen Arbeitslosigkeit

Die Analyse der Arbeitslosenquoten nach höchster abgeschlossener Ausbildung zeigt, dass die Arbeitslosenquote von Personen, welche höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, deutlich höher (meist mehr als doppelt so hoch) ist als von jenen Personen, welche weiterführende Ausbildungen abgeschlossen haben. "Es ist eine Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit geringer ausfällt, wenn eine höhere Ausbildung gegeben ist. Daher haben wir vor drei Jahren die Initiative 'Unternehmen Landwirtschaft 2020' ins Leben gerufen. Mit den Bildungs- und Beratungsangeboten dieser Kampagne soll jeder junge Landwirt, der den Hof übernommen hat, zumindest einen Meisterabschluss erreichen", betonte Schultes.
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