• 04.12.2014, 08:30:02
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[NOWKR] Für ein Ende der Gewalt - Proteste und Blockaden gegen den Akademikerball angekündigt

Entschlossene Demonstration gegen den WKR-Kommers als Auftakt

Utl.: Entschlossene Demonstration gegen den WKR-Kommers als Auftakt =

Wien (OTS) - Vergangenen Freitag demonstrierten knapp 300
Antifaschist_innen entschlossen gegen den Kommers des Wiener
Korporations Rings (WKR) im Rathaus und bescherten den
Burschenschaftern eine unbequeme Anreise. "Der Protest gegen den
Festkommers war nur der Auftakt", so Elisabeth Litwak,
Pressesprecherin des NOWKR-Bündnisses. "Wir werden uns vor Rassismus
und Sexismus triefenden Männerbünden, wo auch immer sie sich treffen,
entschlossen entgegenstellen. Die Proteste jeden Mittwoch auf der
Unirampe werden weitergehen und auch für den Abend des
Akademikerballs 2015 kündigen wir bereits jetzt eine kämpferische
Demonstration sowie Blockaden an." Die Proteste stehen unter dem
Titel "Für ein Ende der Gewalt - Den Wiener Akademikerball unmöglich
machen".

Die Demonstration gegen den Kommers startete um 18 Uhr mit Parolen
und kämpferischer Stimmung in der Fuhrmanngasse. Am
Schlusskundgebungsort angelangt, bildete sich eine Spontankundgebung
direkt am Eingang zum Rathauskeller. Die Kundgebungsteilnehmer_innen
zeigten lautstark ihren Unmut, was die anreisenden Burschenschafter
durchwegs dazu bewegte, möglichst rasch und in zivil in den
Rathauskeller zu huschen. Der WKR-Kommers selbst stellt eine
Festveranstaltung dar, auf der extrem rechte Propaganda auf der
Tagesordnung steht. Das diesjährige Rahmenprogramm bildete eine
"Festakademie" zum Thema "100 Jahre erster Weltkrieg", zu der die
Burschenschaft Teutonia eingeladen hatte. Danach trafen sich die
Burschenschafter im Rathauskeller zum Kommers - konfrontiert von
lautstarken antifaschistischen Protesten. "Wir kritisieren die
Doppelbödigkeit der Wiener Stadtregierung, die sich zuerst in einer
Resolution gegen den alljährlich stattfindenden Akademikerball
ausgesprochen hatte, dann aber die eigenen Räumlichkeiten für den
Kommers zur Verfügung stellte", erklärt Litwak.

Die 20 Korporationen des WKR bewegen sich politisch in einem Spektrum
von national-freiheitlich, deutschnational bis offen rechtsextrem und
neonazistisch. Rassismus, Sexismus und Antisemitismus sind ihnen
elementar. "Wir werden Burschenschaftern auch in Zukunft keinen
ruhigen Abend, keinen ungestörten Aufmarsch und keinen Meter Straße
lassen", so Litwak abschließend.

Veranstaltungen:

> Kundgebung gegen Burschenschafter-Aufmarsch:
Jeden Mittwoch, 11:00, Rampe der Universität Wien

> Der Mythos des Radikalen - Zu Denken und Wirkung Sorels (autonome
antifa [w])

11. Dezember, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität
Wien

> Offensiv, autonom, militant - Wie die Antifa entstand (autonome
antifa [w])

15. Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

> Recht, Gewalt und Krise - Zur Kritik der Politik (autonome antifa
[w])

22. Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

> Blockade oder Barrikade - Über Sinn und Unsinn linker Militanz
(autonome antifa [w])

29.Jänner, 19:00 HS III, Neues Institutsgebäude der Universität Wien

>Demonstration: Für ein Ende der Gewalt

30. Jänner, 17:00 Karlsplatz

Weitere Informationen über das NOWKR-Bündnis sowie die anstehenden
Veranstaltungen finden Sie unter www.nowkr.at.

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