Grüne Wien/Akkilic begrüßt die Errichtung der "Beratungsstelle Extremismus" des Bundes

Wien (OTS) - "Den Extremismus präventiv zu bekämpfen ist der richtige Weg. Es muss den radikalen Kräften klar sein, dass es in Wien und in Österreich keinen Platz für Extremismus gibt", so der Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic, anlässlich der heutigen Präsentation der "Beratungsstelle Extremismus" des Bundes.

Dass die Beratungsstelle nicht im Innenministerium, sondern im Familien- und Jugendministerium angesiedelt ist, bewertet Akkilic ebenfalls positiv. "Die Errichtung der Beratungsstelle ist der erste richtige Schritt, diesem müssen jedoch weitere Maßnahmen folgen. Eine enge Kooperation mit den Bundesländern muss angestrebt und die Verwaltung sowie die Institutionen für die Auseinandersetzung mit dem Jihadismus fit gemacht werden. Der Jihadismus darf auf keinen Fall geduldet werden", so Akkilic. Dass die Beratungsstelle in fünf Sprachen arbeitet und auch mobil ist, ist ein wichtiges Zeichen. "Dass jedoch gerade Tschetschenisch im Betreuungsteam nicht vorkommt, verursacht eine große Lücke, weil viele der Rekrutierten und ihre Familien auf Tschetschenisch miteinander sprechen".

Eine Politik, die die Jugendlichen wertschätzt und ihre Bildungs- und sozialen Probleme löst, sowie ihren Familien den Rücken stärkt, ist das Um und Auf einer essentiellen Präventionspolitik. Weiters braucht es Reintegrationsprogramme, mit denen Rückkehrer und Aussteiger aus der Szene wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können. Hier ist der Bund aufgerufen, dem dänischen Programm "Århus-Modell" zur Wiedereingliederung von Radikalisierten und Rückkehrern zu folgen. Die Rückkehrer allein durch den Verfassungsschutz unter Beobachtung zu stellen, ist keine Lösung.

"Von Wiener Seite bieten wir dem Bund unsere Kooperation und das Know How unseres Wiener Deradikalisierungs- und Präventionsnetzwerkes an. Außerdem appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein aller PolitikerInnen, zwischen Jihadisten und dem Großteil der friedlichen Muslime im Land zu unterscheiden", so Akkilic abschließend.

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