• 01.12.2014, 13:30:55
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Grüne Wien/Akkilic begrüßt die Errichtung der "Beratungsstelle Extremismus" des Bundes

Wien (OTS) - "Den Extremismus präventiv zu bekämpfen ist der richtige
Weg. Es muss den radikalen Kräften klar sein, dass es in Wien und in
Österreich keinen Platz für Extremismus gibt", so der
Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic, anlässlich der
heutigen Präsentation der "Beratungsstelle Extremismus" des Bundes.

Dass die Beratungsstelle nicht im Innenministerium, sondern im
Familien- und Jugendministerium angesiedelt ist, bewertet Akkilic
ebenfalls positiv. "Die Errichtung der Beratungsstelle ist der erste
richtige Schritt, diesem müssen jedoch weitere Maßnahmen folgen. Eine
enge Kooperation mit den Bundesländern muss angestrebt und die
Verwaltung sowie die Institutionen für die Auseinandersetzung mit dem
Jihadismus fit gemacht werden. Der Jihadismus darf auf keinen Fall
geduldet werden", so Akkilic. Dass die Beratungsstelle in fünf
Sprachen arbeitet und auch mobil ist, ist ein wichtiges Zeichen.
"Dass jedoch gerade Tschetschenisch im Betreuungsteam nicht vorkommt,
verursacht eine große Lücke, weil viele der Rekrutierten und ihre
Familien auf Tschetschenisch miteinander sprechen".

Eine Politik, die die Jugendlichen wertschätzt und ihre Bildungs- und
sozialen Probleme löst, sowie ihren Familien den Rücken stärkt, ist
das Um und Auf einer essentiellen Präventionspolitik. Weiters braucht
es Reintegrationsprogramme, mit denen Rückkehrer und Aussteiger aus
der Szene wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden können.
Hier ist der Bund aufgerufen, dem dänischen Programm "Århus-Modell"
zur Wiedereingliederung von Radikalisierten und Rückkehrern zu
folgen. Die Rückkehrer allein durch den Verfassungsschutz unter
Beobachtung zu stellen, ist keine Lösung.

"Von Wiener Seite bieten wir dem Bund unsere Kooperation und das Know
How unseres Wiener Deradikalisierungs- und Präventionsnetzwerkes an.
Außerdem appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein aller
PolitikerInnen, zwischen Jihadisten und dem Großteil der friedlichen
Muslime im Land zu unterscheiden", so Akkilic abschließend.

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