- 30.11.2014, 10:42:52
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Türkei: Papstbesuch endet mit orthodoxem Andreas-Fest
Nach feierlicher Liturgie soll eine gemeinsame Erklärung zur Ökumene unterzeichnet werden
Utl.: Nach feierlicher Liturgie soll eine gemeinsame Erklärung zur
Ökumene unterzeichnet werden =
Istanbul, 30.11.14 (KAP) Am letzten Tag seiner Türkei-Reise hat
Papst Franziskus in Istanbul gemeinsam mit den Orthodoxen das
Andreas-Fest gefeiert. Nach einem Besuch beim Oberrabbiner der
Türkei, Ishak Haleva, begab sich der Papst am Sonntagmorgen in den
Phanar, den Sitz des Ökumenischen Patriarchates. Der
griechisch-orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel
ist das Ehrenoberhaupt von rund 300 Millionen orthodoxen Christen
weltweit. Im Anschluss an die Liturgie zum Patronatsfest des
Patriarchates ist eine gemeinsame Erklärung zur Ökumene vorgesehen.
Der Besuch beim Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie war Höhepunkt und
Anlass der dreitägigen Türkei-Reise von Papst Franziskus. Am
Nachmittag reist er nach Rom zurück. Am zweiten Tag seiner Reise
hatte Franziskus als erster Papst mit gefalteten Händen in einer
Moschee gebetet. Er besichtigte die Hauptmoschee von Istanbul und
die Hagia Sophia, die frühere Hauptkirche des byzantinischen
Reiches. Bei einem Gottesdienst ermahnte er die christlichen
Konfessionen zu ökumenischer Offenheit füreinander.
Bei politischen Gesprächen in Ankara hatte der Papst zum Auftakt der
Reise die türkische Regierung zur Achtung der Religions- und
Meinungsfreiheit ermahnt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan
warnte vor wachsender Islamophobie im Westen. Beide beschworen eine
Absage an Gewalt im Namen der Religion.
Am Sonntagvormittag ist Papst Franziskus schließlich in Istanbul mit
dem türkischen Großrabbiner Isak Haleva zusammengetroffen. Der
Vatikansprecher bezeichnete das 15-minütige Treffen als herzlichen
Dialog, bei dem beide Spanisch gesprochen hätten. Haleva hatte
bereits Papst Benedikt XVI. bei dessen Türkeireise 2006 getroffen.
In dem Land leben nach offiziellen Angaben rund 25.000 Juden, vor
allem in Istanbul und Izmir. Es ist die zweitgrößte jüdische
Gemeinde in einem islamischen Land nach dem Iran.
Alle Meldungen und Hintergründe zum Papstbesuch in der Türkei im
Kathpress-Themenpaket unter www.kathpress.at/tuerkei.
(ende) hkl/
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