Österreichische True Story als "dok.film"-Premiere: "The Carsony Brothers - Von Simmering nach Las Vegas"

Unglaubliche Geschichte dreier Wiener Varietékünstler in Amerika - am 30. November um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Aus einer Simmeringer Barackensiedlung bis nach Las Vegas: In den 50er und 60er Jahren eroberten drei österreichische Brüder aus ärmlichen Verhältnissen als Gleichgewichtskünstler, sogenannte Equilibristen, die Welt und machten Karriere in Amerika. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens als "Carsony Brothers" zählten Karl Schrom und seine jüngeren Brüder, die Zwillinge Bert und Joseph, zu den ganz großen Varietékünstlern in Las Vegas - berühmt für ihre Handstand-Nummern auf Spazierstöcken. Stars wie ihr Entdecker Bob Hope, Jerry Lewis, Dean Martin, Sammy Davis jr., Liza Minnelli, die Andrew Sisters, die Kessler-Zwillinge und Liberace zählten damals zu ihrem Freundeskreis. In ihrer Heimat Österreich ist das Trio längst in Vergessenheit geraten. Die Dokumentation "The Carsony Brothers -Von Simmering nach Las Vegas", die am Sonntag, dem 30. November, im Rahmen von "dok.film" um 23.05 Uhr in ORF 2 erstmals zu sehen ist, schildert die unglaubliche Geschichte der Carsonys - eine emotionale Berg- und Talfahrt im Showbusiness die schließlich ein Ende fand, mit dem niemand gerechnet hat.

Der Film von Barbara Weissenbeck und Gerald Benesch rekonstruiert die Geschichte der drei Ausnahmekünstler anhand erstmalig gezeigter privater Film- und Fotoaufnahmen aus den 1940er bis 1970er Jahren, Reenactments und Interviews, u. a. mit der Tochter von Bert Carsony. Auch noch nie veröffentlichte Filmaufnahmen ihres Vaters von einem Heimatbesuch in Wien, bei dem dieser am Tag des Staatsvertragsunterzeichnung, am 15. Mai 1955, vor dem Belvedere drehte, sind zu sehen. Entstanden ist ein berührender Film, der auch ein Gleichnis über die Verwirklichung großer Lebensträume ist.

Regisseurin Barbara Weissenbeck: "Aufregende Tellerwäscher- zum Millionär-Story"

"Die Geschichte der Carsonys hat mich sofort, als ich davon hörte, sehr berührt", sagt Filmemacherin Barbara Weissenbeck. "Es ist eine bis jetzt unbekannte, aufregende Tellerwäscher-zum-Millionär-Story mit Höhepunkten, aber auch Tiefschlägen über drei fesche, charismatische Wiener, die einen unglaublichen Höhenflug erlebten. Eine wunderbare und auch sehr emotionale Geschichte über drei Brüder, die mich und meinen Partner Gerald Benesch während der ganzen Vorbereitungs- und Drehzeit bin hin zum Schnitt mehr und mehr in ihren Bann gezogen hat."
So wie für die meisten Österreicherinnen und Österreicher, waren die Carsonys für Barbara Weissenbeck sowie ihren Koproduzenten Gerald Benesch, der für die Recherche verantwortlich zeichnete, kein Begriff. Mit der unglaublichen True Story konfrontiert wurden sie durch Bert Carsonys Tochter, die eines Tages vor den Türen ihrer Produktionsfirma stand, um die beiden Filmemacher für diese fast vergessene Familiengeschichte zu begeistern.
"Wir kannten die Carsonys nicht, auch bei der Recherche zu deren Geschichte sind wir viele Monate im Dunkeln getappt", erzählt Weissenbeck. "Weltweit ließ sich nichts zu ihnen aufstöbern, bis wir schlussendlich Freunde, Kollegen und vor allem den Carsony-Nachlassverwalter in Las Vegas ausfindig machten, um dann völlig überrascht diesen August viele Stunden selbstgerechtes, privates Filmmaterial überreicht zu bekommen. Ein unglaublicher Schatz, der uns endlich in die Welt der Carsonys von den End-1940ern bis 1970ern eintauchen ließ. Es war fast so, als hätte Karl Carsony zu Lebzeiten bereits diesen Film geplant, den wir nun endlich - 50 Jahre nach deren Karrierehöhepunkt - auch endlich erzählen durften", so Weissenbeck.

Weitere Details zum Film - eine Koproduktion des ORF mit Filmwerkstatt Wien, mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien - sind unter presse.ORF.at abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0008