VP-Hueter und VP-Malle zu Ärztegehältern: Jahrelange Untätigkeit rächt sich jetzt

Mehrkosten müssen über Strukturreformen in der Kabeg selbst finanziert werden. Maastricht-Konformität des Budgets muss gegeben bleiben. Keine weitere Belastung der Gemeinden!

Klagenfurt (OTS) - Jahrelange Versäumnisse sind laut VP-Clubobmann Ferdinand Hueter der Grund für die jetzige Misere in den Krankenanstalten des Landes. Seit 2003 gibt es die EU-Richtlinie zur Verkürzung der Ärzte-Arbeitszeit - die zuständigen Sozialminister in Wien waren säumig; die zuständigen Personal- und Gesundheitsreferenten in Kärnten waren säumig. "Diese jahrelange Untätigkeit rächt sich jetzt. Hauruck-Verhandlungen in letzter Minute haben kein Ergebnis gebracht."
Das Gespräch mit den Kabeg-Ärzten müsse erneut gesucht werden. Höhere Ausgaben für Ärztegehälter dürften aber keinesfalls auf die Gemeinden abgewälzt werden. Hueter: "Die Gemeinden decken 30 Prozent des Kabeg-Abgangs ab. Sie stehen damit heute schon am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten. Wenn es so weiter geht, werden aus den heute noch finanziell gesunden Gemeinden auch bald Abgangsgemeinden."

Für VP-Wirtschaftssprecher Markus Malle macht die aktuelle Diskussion einmal mehr die Strukturprobleme im Gesundheitssystem sichtbar: "Wir haben in Kärnten österreichweit die höchste Anzahl an Akutbetten pro Einwohner - weil in Kärnten zu viele Leistungen in Spitälern erbracht werden anstatt im niedergelassenen Bereich. Zudem haben wir in Kärnten die meisten Verwaltungsangestellten im Krankenhaus-Bereich pro Einwohner und pro Patient." Diese strukturellen Probleme müssen endlich angegangen werden. Allerdings ohne Panikmache und Katastrophenszenarien. Vehement weist Malle die jüngst getätigte Aussage von Ärztekammer-Präsident Josef Huber zurück, wonach es aufgrund der neuen Arbeitszeitregelung bei Untersuchungen und planbaren Operationen zu Wartezeiten von bis zu einem Jahr kommen könne - "hier wird der Patient in Geiselhaft genommen". Weitere Verhandlungen sollten mit Weitsicht und Augenmaß geführt werden -"und unter dem Grundsatz, dass die Maastricht-Konformität des Budgets nicht gefährdet ist". Jeglicher finanzieller Mehraufwand müsse durch die Kabeg selbst getragen werden. Eine effiziente Gesundheits- und Strukturreform ist endlich anzugehen.

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