Heinisch-Hosek: "Deutsche Quotenregelung ist Vorbild für Österreich"

Frauenministerin fordert Quote für börsennotierte Unternehmen

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass Deutschland ein Durchbruch bei der Frauenquote gelungen ist", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek angesichts der Einigung über eine 30 % Quote für weibliche Aufsichtsräte börsennotierter und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen.

In Österreich gilt seit 2011 eine Frauenquote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen (50% Bundesbeteiligung oder mehr) - damit soll der Frauenanteil in diesen Aufsichtsräten bis 2018 auf 35% gesteigert werden. "Der Bund geht mit gutem Beispiel voran, und der Fortschritt der letzten Jahre kann sich sehen lassen", so Heinisch-Hosek. Denn während 2008 die Bundes- Frauenquote bei staatsnahen Unternehmen nur 16,1% betrug, waren es 2011 26% und heute sind es 36%. Mit einer Steigerung um 10% habe man das eigene Ziel - nämlich bis 2018 35% zu erreichen - bereits übererfüllt, so die Frauenministerin.

"Es zeigt sich, dass öffentliche Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen, die Privatwirtschaft hinkt bei der geschlechtergerechten Besetzung von Spitzenpositionen deutlich nach, das muss sich ändern", betont Heinisch-Hosek, die darauf verweist dass im Aufsichtsrat der österreichischen börsennotierten Unternehmen der Anteil weiblich besetzten Mandaten bei 12% liegt. "Auch hier braucht es eine Quote. Gemischte Teams sind erfolgreicher, weil verschiedene Sichtweisen in Entscheidungen einfließen und sich dadurch neue Dimensionen erschließen. Es wird Zeit, dass hier auch die Privatwirtschaft nachzieht. Eine Regelung auf europäischer Ebene wäre ebenfalls ein guter Schritt", fordert die Ministerin.

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