- 26.11.2014, 13:30:36
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Heinisch-Hosek: "Deutsche Quotenregelung ist Vorbild für Österreich"
Frauenministerin fordert Quote für börsennotierte Unternehmen
Utl.: Frauenministerin fordert Quote für börsennotierte Unternehmen =
Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass Deutschland ein Durchbruch bei der
Frauenquote gelungen ist", so Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek angesichts der Einigung über eine 30 % Quote für
weibliche Aufsichtsräte börsennotierter und mitbestimmungspflichtigen
Unternehmen.
In Österreich gilt seit 2011 eine Frauenquote für Aufsichtsräte
staatsnaher Unternehmen (50% Bundesbeteiligung oder mehr) - damit
soll der Frauenanteil in diesen Aufsichtsräten bis 2018 auf 35%
gesteigert werden. "Der Bund geht mit gutem Beispiel voran, und der
Fortschritt der letzten Jahre kann sich sehen lassen", so
Heinisch-Hosek. Denn während 2008 die Bundes- Frauenquote bei
staatsnahen Unternehmen nur 16,1% betrug, waren es 2011 26% und
heute sind es 36%. Mit einer Steigerung um 10% habe man das eigene
Ziel - nämlich bis 2018 35% zu erreichen - bereits übererfüllt, so
die Frauenministerin.
"Es zeigt sich, dass öffentliche Unternehmen eine Vorreiterrolle
einnehmen, die Privatwirtschaft hinkt bei der geschlechtergerechten
Besetzung von Spitzenpositionen deutlich nach, das muss sich ändern",
betont Heinisch-Hosek, die darauf verweist dass im Aufsichtsrat der
österreichischen börsennotierten Unternehmen der Anteil weiblich
besetzten Mandaten bei 12% liegt. "Auch hier braucht es eine Quote.
Gemischte Teams sind erfolgreicher, weil verschiedene Sichtweisen in
Entscheidungen einfließen und sich dadurch neue Dimensionen
erschließen. Es wird Zeit, dass hier auch die Privatwirtschaft
nachzieht. Eine Regelung auf europäischer Ebene wäre ebenfalls ein
guter Schritt", fordert die Ministerin.
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