Demo gegen rechtsextremen Burschenbundball in Linz

60 Organisationen rufen zu Großdemo gegen FPÖ-Burschenschafterball auf

Wien (OTS) - Am 10. Jänner feiern sich deutschnationale Burschenschaften im Linzer "Palais des Kaufmännischen Vereins". Der sogenannte "Burschenbundball" ist neben dem "Akademikerball" in Wien eine der wichtigsten Festlichkeiten für Rechtsextreme im Jahr. Unter dem Motto "No pasarán - wir weichen nicht zurück!" versammeln sich AktivistInnen aus rund 60 Organisationen, um ihre Ablehnung des ewiggstrigen Auftanzens zum Ausdruck zu bringen.

Bündnis kritisiert Rechtswalzer von Politik und Uni-Repräsentanten

Die Gästeliste des Burschenbundballs reichte in den vergangenen Jahren von Landeshauptmann Pühringer bis zu VertreterInnen der Johannes Kepler Universität Linz. Auch der Ehrenschutz des Burschenbundballs wird stets von Persönlichkeiten aus Politik und Universität gestellt. Diese Unterstützung wertet den ewiggestrigen Burschenbundball auf und schlägt eine Brücke von der extremen Rechten bis in die bürgerliche Mitte. Das Bündnis "Linz gegen Rechts" fordert Vertreterinnen und Vertreter des Landes Oberösterreich und der Johannes Kepler Universität deshalb auf, dem Ball fernzubleiben und keinen Ehrenschutz zu übernehmen.

Bündnis fordert: Sponsoring einstellen!

Einen Appell richtet das Bündnis auch an die Ball-SponsorInnen der letzten Jahre. Sie fordern die Energie AG, die Sparkasse OÖ, die Hypo OÖ, die Raiffeisen Landesbank OÖ, die Gesellschaft für den Wohnungsbau, Wohnbau 2000 und das Johannes Kepler Heim für Studierende auf, diesen Ball wegen seines rechtsextremen Hintergrundes nicht mehr zu unterstützen.

Burschenbundball: Ewiggestrig und rechtsextrem

Die Burschenschaft Arminia Czernowitz, die den Ball maßgeblich mitorganisiert, gehört laut dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) auch innerhalb der Burschenschaften klar dem rechtsextremen Flügel an. Ihr gehören auch vier FPÖ-Politiker an: der Linzer FPÖ-Obmann Detlef Wimmer, der Fraktionschef der Linzer FPÖ, Markus Hein und die FP-Gemeinderäte Michael Raml und Werner Pfeffer. Auch das "Corps Alemannia Wien zu Linz" ist an der Organisation des Balls beteiligt: Das Corps, dem auch FPÖ-Landesrat Haimbuchner angehört, versucht trotz einschlägiger Geschichte gerne einen harmlosen Eindruck zu erwecken. SA-Sturmführer Horst Wessel war selbst Mitglied dieser studentischen Verbindung.

Das Bündnis: Friedlich und antifaschistisch

Das Bündnis "Linz gegen Rechts" ruft am Samstag, dem 10. Jänner 2015, zu einer antifaschistischen Demonstration gegen den Burschenbundball auf. Bei der Demo unter dem Motto "No pasáran - wir weichen nicht zurück", die um 17:30 Uhr am Bahnhofsplatz startet, soll entschlossen und friedlich gegen dieses rechtsextreme Ereignis protestiert werden.

Demo gegen den Burschenbundball
"No pasáran - wir weichen nicht zurück!"
Samstag, 10. Jänner 2015
Beginn: 17:30 Uhr Bahnhofsplatz

Homepage: http://www.linz-gegen-rechts.at

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Fiona Kaiser
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