- 26.11.2014, 12:12:14
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Demo gegen rechtsextremen Burschenbundball in Linz
60 Organisationen rufen zu Großdemo gegen FPÖ-Burschenschafterball auf
Utl.: 60 Organisationen rufen zu Großdemo gegen
FPÖ-Burschenschafterball auf =
Wien (OTS) - Am 10. Jänner feiern sich deutschnationale
Burschenschaften im Linzer "Palais des Kaufmännischen Vereins". Der
sogenannte "Burschenbundball" ist neben dem "Akademikerball" in Wien
eine der wichtigsten Festlichkeiten für Rechtsextreme im Jahr. Unter
dem Motto "No pasarán - wir weichen nicht zurück!" versammeln sich
AktivistInnen aus rund 60 Organisationen, um ihre Ablehnung des
ewiggstrigen Auftanzens zum Ausdruck zu bringen.
Bündnis kritisiert Rechtswalzer von Politik und
Uni-Repräsentanten
Die Gästeliste des Burschenbundballs reichte in den vergangenen
Jahren von Landeshauptmann Pühringer bis zu VertreterInnen der
Johannes Kepler Universität Linz. Auch der Ehrenschutz des
Burschenbundballs wird stets von Persönlichkeiten aus Politik und
Universität gestellt. Diese Unterstützung wertet den ewiggestrigen
Burschenbundball auf und schlägt eine Brücke von der extremen Rechten
bis in die bürgerliche Mitte. Das Bündnis "Linz gegen Rechts" fordert
Vertreterinnen und Vertreter des Landes Oberösterreich und der
Johannes Kepler Universität deshalb auf, dem Ball fernzubleiben und
keinen Ehrenschutz zu übernehmen.
Bündnis fordert: Sponsoring einstellen!
Einen Appell richtet das Bündnis auch an die Ball-SponsorInnen der
letzten Jahre. Sie fordern die Energie AG, die Sparkasse OÖ, die Hypo
OÖ, die Raiffeisen Landesbank OÖ, die Gesellschaft für den
Wohnungsbau, Wohnbau 2000 und das Johannes Kepler Heim für
Studierende auf, diesen Ball wegen seines rechtsextremen
Hintergrundes nicht mehr zu unterstützen.
Burschenbundball: Ewiggestrig und rechtsextrem
Die Burschenschaft Arminia Czernowitz, die den Ball maßgeblich
mitorganisiert, gehört laut dem Dokumentationsarchiv des
österreichischen Widerstandes (DÖW) auch innerhalb der
Burschenschaften klar dem rechtsextremen Flügel an. Ihr gehören auch
vier FPÖ-Politiker an: der Linzer FPÖ-Obmann Detlef Wimmer, der
Fraktionschef der Linzer FPÖ, Markus Hein und die FP-Gemeinderäte
Michael Raml und Werner Pfeffer. Auch das "Corps Alemannia Wien zu
Linz" ist an der Organisation des Balls beteiligt: Das Corps, dem
auch FPÖ-Landesrat Haimbuchner angehört, versucht trotz einschlägiger
Geschichte gerne einen harmlosen Eindruck zu erwecken. SA-Sturmführer
Horst Wessel war selbst Mitglied dieser studentischen Verbindung.
Das Bündnis: Friedlich und antifaschistisch
Das Bündnis "Linz gegen Rechts" ruft am Samstag, dem 10. Jänner 2015,
zu einer antifaschistischen Demonstration gegen den Burschenbundball
auf. Bei der Demo unter dem Motto "No pasáran - wir weichen nicht
zurück", die um 17:30 Uhr am Bahnhofsplatz startet, soll entschlossen
und friedlich gegen dieses rechtsextreme Ereignis protestiert werden.
Demo gegen den Burschenbundball
"No pasáran - wir weichen nicht zurück!"
Samstag, 10. Jänner 2015
Beginn: 17:30 Uhr Bahnhofsplatz
Homepage: http://www.linz-gegen-rechts.at
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