- 25.11.2014, 12:48:00
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Van der Bellen (Grüne)/Straubinger (SPÖ): "Matching Funds" - Neue Wege in der Forschungsförderung
Wien (OTS) - "Die Stadt Wien geht neue Wege in der
Forschungsförderung. Mit sogenannten "Matching Funds" verdoppeln wir
jeden Euro, den der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und
Technologiefonds (WWTF) an Drittmitteln für die Forschungsförderung
einwirbt. Das setzt einen gewissen Mut zum Experiment voraus. Aber
ich bin überzeugt, dass das der richtige Schritt zur richtigen Zeit
ist", sagt Alexander Van der Bellen, Gemeinderat und Beauftragter der
Stadt Wien für Universitäten und Forschung. "Die Wissenschafts- und
Forschungsförderung ist sehr wichtig für Wien, schließlich soll Wien
auch künftig von den Errungenschaften durch Spitzenforschung
profitieren", so Gemeinderätin und SPÖ-Wissenschaftssprecherin
Sybille Straubinger. "In den vergangenen Jahren haben sich
Wissenschaft und Forschung in Wien stark entwickelt - das ist gut so,
denn davon hängen Innovationen, Arbeitsplätze und der
Wirtschaftsstandort ab", so die beiden unisono.
Die Stadt Wien schlägt bei der Finanzierung des WWTF, der ein
wichtiges, bewährtes und international renommiertes Instrument der
Forschungsförderung darstellt, eine neue Richtung ein: die Einführung
von "Matching Funds". Das bedeutet, dass Mittel, die der WWTF "von
außen" erhält - durch kleine oder große Spenden, von privaten
Sponsoren, von Mäzenen, von Stiftungen oder von Firmen/Unternehmen -
durch die Stadt verdoppelt werden. Das setzt auch einen Anreiz für
den WWTF, diesen neuen Finanzierungsweg auszuloten. Der neue
Finanzierungsweg wird zunächst auf drei Jahre (von 2015 bis 2017)
befristet sein. Vor Ablauf der Frist sollte die Frage einer
allfälligen Verlängerung der "Matching-Funds-Methode" entschieden
werden.
Die Basisfinanzierung der wissenschaftlichen Forschung ist in den
letzten Jahren schwieriger geworden. Hochschulen und
außeruniversitäre Forschungsinstitute sind zunehmend auf Drittmittel
angewiesen, aber die Lücke zwischen guten Anträgen und erfolgreicher
Zuerkennung von Projektmitteln wächst. Auf die Dauer erleidet die
wissensbasierte Stadtwirtschaft durch diese Entwicklung Schaden. Mit
der Erhöhung der Forschungsförderung über die "Matching Funds" wirkt
die Stadt Wien dem entgegen.
Da derzeit kaum absehbar ist, wie erfolgreich dieser zusätzliche
Modus der Finanzierung sein wird, werden die "Matching Funds"
zunächst auf zwei Millionen Euro begrenzt. Das heißt, sollte es dem
WWTF gelingen, zwei Millionen Euro "von außen" einzuwerben, wird die
Stadt diese Mittel um zwei Millionen auf vier Millionen Euro
aufstocken; das ist der maximale Aufstockungsbetrag. Bei einem
geringeren Betrag eingeworbener Mittel ist auch die Aufstockung durch
die Stadt entsprechend geringer.
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