• 25.11.2014, 09:45:02
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Führen Frauen Firmen besser?

Frauen führen knapp ein Drittel der Unternehmen Österreichs. Sind die von Frauen gelenkten Unternehmen besser aufgestellt? Bisnode D&B hat die Zahlen.

Utl.: Frauen führen knapp ein Drittel der Unternehmen Österreichs.
Sind die von Frauen gelenkten Unternehmen besser aufgestellt?
Bisnode D&B hat die Zahlen. =

Wien (OTS) - Von den rund 550.000 aktiven Unternehmen, die in
Österreich registriert sind, wird laut Daten des
Wirtschaftsinformationsdienstleisters Bisnode D&B nicht ganz ein
Drittel von Frauen geleitet oder innegehabt. In Hinsicht auf die
finanzielle Stabilität, die Insolvenzhäufigkeit, die Größe und die
Branchenverteilung der von Frauen geführten Unternehmen gibt es
interessante Unterschiede zu den anderen zwei Dritteln der
österreichischen Firmenlandschaft, nämlich den von Männern geführten.

Die prägnanteste Zahl ist die Verteilung der Insolvenzen: während
sich männliche Unternehmensleiter für 82 Prozent der bundesweiten
Insolvenzen verantwortlich zeichnen, sind nur 18 Prozent auf Frauen
an der Unternehmensspitze zurückzuführen. Die Männer müssen sich
somit dem Vorwurf stellen, überproportional viele Pleiten zu
verursachen.

Wenig sehr gute Ratings, aber auch wenig schlechte

Kann man daraus den Schluss ziehen, dass Frauen für höhere Stabilität
ihrer Firmen stehen? Nicht unbedingt, wie die Risikobewertung von
Bisnode D&B zeigt. Der Riesenanteil der von Frauen gelenkten Firmen
bekommt vom führenden Wirtschaftsinformationsdienstleister nur eine
durchschnittliche Risikobewertung: über 76 Prozent haben Rating 3,
was auf einer Skala von 1 bis 4 eben nur ein sehr durchschnittlicher
Wert ist. Bei den von Männern geführten Pendants entfallen 55 Prozent
auf das Rating 3. Unternehmen mit Chefs weisen zu 35 Prozent sehr
gute oder gute Ratings (also Rating 1 oder 2) auf, während solche mit
Chefinnen nur zu 18 Prozent diese Beurteilung erreichen. Am anderen
Ende der Skala, dem Rating 4, das ein sehr hohes Ausfallsrisiko eines
Unternehmens bezeichnet, schwingt das Pendel wieder in die andere
Richtung aus. Innerhalb der Gruppe der männergeführten Organisationen
entfallen über acht Prozent auf diese schlechte Beurteilung,
innerhalb der frauengeführten nur fünf Prozent. Geht man davon aus,
dass im geschlechterübergreifenden, bundesweiten Schnitt das Rating 3
die am häufigsten vergebene Risikobewertung ist, liegen die
Unternehmenslenkerinnen zwar gut im Schnitt, ihre Firmen sind aber
weitaus seltener finanziell sehr stabil, aber eben auch seltener sehr
instabil.

Klein(st)unternehmerinnen

Österreich ist ein Land der Klein- und Kleinstunternehmen. Beinahe 98
Prozent haben weniger als 50 Mitarbeiter. Doch auch hier gibt es
große Unterschiede: Unter allen von Frauen geführten Unternehmen
haben beinahe 80 Prozent weniger als zehn Beschäftigte. Der
entsprechende Wert bei männergeführten Arbeitgebern beträgt knapp
unter 60 Prozent. Ein Blick auf das geschlechterspezifische
Branchenmuster gibt Erklärungsansätze für diese signifikante
Verteilung bei der Unternehmensgröße. Die Branchen mit den höchsten
Anteilen an Chefinnen sind Gesundheits- und Sozialdienste (inklusive
Personenbetreuung), Herstellung von Bekleidung, Einzelhandel mit
Bekleidung und Zubehör und persönliche Dienstleistungen wie
beispielsweise Friseure, Waschsalons, Schönheitssalons oder
Fotografen. Hier sind somit durchwegs Branchen vertreten, die eine
kleinstunternehmerische Struktur haben.

Branchen, die einen sehr hohen Anteil an Chefs aufweisen, sind
einerseits beschäftigungsintensive Industrien wie Metall- und
Maschinenherstellung, aber auch das Bau- und Baunebengewerbe (jeweils
zu über 90 Prozent). Generell zeigt sich, dass die Führung von
Herstellungsbetrieben mit rund 80 Prozent sehr männerdominiert ist.
Wenig überraschend ist auch, dass landwirtschaftliche Betriebe zu
über 85 Prozent von Männern geleitet werden.

Über die Bisnode Austria Gruppe

Bisnode D&B Austria (ehemals Dun & Bradstreet) gehört zur
schwedischen Bisnode Gruppe, dem europäischen Marktführer für
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aus einer Hand: Bonitätsdaten zu über 235 Mio Unternehmen weltweit,
zu über 500.000 österr. Unternehmen und zu über 7,5 Mio
österreichischen Privatpersonen sowie weltweite bonitätsgeprüfte
Direktmarketingdaten für Ihre Neukundenakquise. Bisnode beschäftigt
über 3.000 MitarbeiterInnen in 19 europäischen Ländern.

Mehr Informationen unter: www.bisnode.at

Bitte zitieren Sie Bisnode D&B als Wirtschaftsauskunftei oder als
Bonitätsdienstleister. Gerne stellen wir Medienvertretern individuell
aufbereitete Wirtschaftsinformationen zur Verfügung. Fragen Sie bitte
bei uns direkt an, wenn Sie Daten zu Branchen, Regionen oder
sonstigen Wirtschaftsthemen benötigen.

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