- 21.11.2014, 13:30:41
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ATV-Klartext: "Das Gwirks mit der Quote"
Martin Thür spricht mit Frauen aus Politik und Wirtschaft über den Weg zur Gleichberechtigung
Utl.: Martin Thür spricht mit Frauen aus Politik und Wirtschaft über
den Weg zur Gleichberechtigung =
Wien (OTS) - Seit Jahrzehnten fordern Frauen Quoten, um in Politik
und Wirtschaft an die Schalthebel der Macht zu kommen. Mit enden
wollendem Erfolg. Die SPÖ hat zwar eine Frauenquote, bei
Parteirebellin Sonja Ablinger hat sich die Partei aber selbst nicht
an die eigene Quotenregelung gehalten. Familienministerin Sophie
Karmasin fordert eine flexible, freiwillige Quote, um die Wirtschaft
nicht zu belasten und Unternehmerin Eveline Steinberger-Kern spricht
über die Hindernisse vieler Frauen am Weg nach oben. Viele wollen
Gleichberechtigung, über den Weg zu Halbe-Halbe ist man sich aber
uneinig. ATV widmet sich am Montag, den 24. November 2014, in
"Klartext - mit Martin Thür" dem "Gwirks mit der Quote".
Familienministerin Sophie Karmasin ist eine von fünf Frauen im Team
der 16-köpfigen Bundesregierung. Die frühere Unternehmerin, die seit
einem Jahr für die ÖVP das Familienministerium leitet, setzt sich im
Gespräch mit Martin Thür für die "Flexi-Quote" ein, um den
Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Gesetzliche
Quotenregelungen hält sie für "zu starr und zu strikt", sie setzt auf
Flexibilität, Anreizmodelle und Freiwilligkeit. Und das, obwohl
ÖVP-Parteichef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Jahr 2011 in
diesem Zusammenhang betonte: "Freiwilligkeit bewirkt nichts."
Karmasin halte vielmehr ein "gemeinsames öffentliches Bekenntnis" und
einen "Umdenkprozess" für notwendig.
SPÖ-Parteirebellin Sonja Ablinger schied nach der letzten Wahl aus
dem Nationalrat aus. Dort beträgt der Anteil an weiblichen
Abgeordneten derzeit 30 Prozent. Nach dem Tod von
Parlamentspräsidentin Barbara Prammer und den darauffolgenden
Personalrochaden hätte Ablinger wieder zum Zug kommen müssen - hätte
sich die SPÖ an ihr eigenes Statut und die darin festgehaltene
Quotenregelung gehalten. Dass statt ihr einem Mann der Vorzug gegeben
wurde, erhitzt besonders im Vorfeld des roten Parteitags am 28. und
29. November die Gemüter vieler Sozialdemokratinnen. Es gebe "viel
Zorn und viel Unmut bei den Frauen", so Ablinger. Faymann habe sich
bei der Diskussion um die Einhaltung der Quote nicht besonders
hervorgetan. Er sei seiner Verantwortung in dieser Situation nicht
nachgekommen.
Noch drastischer stellt sich der Frauenanteil in Führungspositionen
in der Wirtschaft dar: Unter den Top 200 österreichischen Unternehmen
haben lediglich zwölf Prozent eine weibliche Geschäftsführung.
Unternehmerin Eveline Steinberger-Kern spricht in "Klartext" über den
steinigen Weg, den Frauen gehen müssen, um in eine Führungsposition
zu kommen. Häufig scheitere es daran, dass Frauen gar nicht den
Führungsanspruch stellen würden. Steinberger-Kern empfiehlt, einfach
öfter aufzuzeigen: "Wenn man wartet, bis man gefragt wird, (..) ist
man schon die Zweite." Es sei "nicht schwierig, eine qualifizierte
Frau zu finden, (..) aber es ist schwierig, einem qualifizierten Mann
zu sagen: Du kommst jetzt nicht dran."
Zum Schluss der Sendung geht "Klartext"-Moderator Martin Thür
selbstkritisch auf die Frauenquote unter den Gästen seiner Sendung
ein. Diese sei mit Ausnahme der aktuellen Folge sehr niedrig. In den
sieben Folgen der ersten "Klartext"-Staffel werden von 21
GespächspartnerInnen nur fünf Frauen gewesen sein. Neben einer langen
Liste an Absagen von Frauen, in die Sendung zu kommen, führt Thür den
Umstand auch auf den niedrigen Frauenanteil in der Politik zurück.
Dennoch: Der Moderator gelobt für zukünftige Sendungen Besserung.
Der Trailer zur dritten Folge:
http://atv.at/klartext-mit-martin-thuer/trailer/d190273/
Nähere Infos zu "Klartext": http://atv.at/klartext-mit-martin-thuer/
Klartext - mit Martin Thür: "Das Gwirks mit der Quote"
Montag, 24. November 2014, 22.25 Uhr bei ATV
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