ORF III am Wochenende: Eiserner Vorhang in der "zeit.geschichte" und "Denk mit Kultur" mit Gerald Votava und Natalia Ushakova

Außerdem: Operette "Die schöne Helena", Kiri Te Kanawa im Künstlerporträt und "Le nozze di Figaro" mit Hermann Prey und Mirella Freni

Wien (OTS) - Am Samstag, dem 22. November 2014, steht der "zeit.geschichte"-Hauptabend ganz im Zeichen des ORF-Monatsschwerpunkts zum Fall des Eisernen Vorhangs. Folge 18 von Hugo Portischs historischer Doku-Reihe "Österreich II" beleuchtet mit "Sonderfall Österreich" um 20.15 Uhr, mit welchen Strategien die österreichische Regierung 1947 eine Zweiteilung der Republik zu verhindern wusste. Die Dokumentation "Grenzenlos - Wo der Vorhang fiel" zeigt danach um 21.45 Uhr unvergessliche Bilder vom Ende des Kalten Kriegs und fragt, wie sich die betroffenen Grenzregionen Österreichs in den vergangenen 25 Jahren entwickelt haben. Um 22.45 Uhr begrüßt dann Sängerin Birgit Denk den Schauspieler und Musikerkollegen Gerald Votava sowie den internationalen Opernstar Natalia Ushakova in ihrer neuen Gesprächsreihe "Denk mit Kultur". Am Sonntag, dem 23. November, widmet sich "Operette sich wer kann" der griechischen Mythologie. In der Verfilmung von Jacques Offenbachs "Die schöne Helena", die die Vorgeschichte des Trojanischen Kriegs erzählt, sind Ivan Rebroff, Harald Serafin und Anna Moffo zu sehen. Der "Erlebnis Bühne"-Hauptabend ist der Ausnahmesängerin Kiri Te Kanawa gewidmet. Um 18.45 Uhr begleitet Nigel Wattis' Künstlerporträt die "Elegante Kämpferin" auf Konzertreisen, bevor sie um 20.15 Uhr gemeinsam mit Hermann Prey und Mirella Freni in einer Inszenierung von "Le nozze di Figaro" aus dem Jahr 1976 unter dem Dirigat von Karl Böhm zu sehen ist.

Die Sendungen im Detail:

Samstag, 22. November: "zeit.geschichte" anlässlich 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs, "Denk mit Kultur" mit Gerald Votava und Natalia Ushakova

"zeit.geschichte": "Österreich II", Folge 18: "Sonderfall Österreich" (20.15 Uhr) und "Grenzenlos - Wo der Vorhang fiel" (21.45 Uhr)"

Das Jahr 1947 stellt Österreich ins Zentrum der Weltpolitik. In Europa senkt sich der Eiserne Vorhang. Die große Bruchlinie zwischen Ost und West führt durch Österreich, wo amerikanische und sowjetische Truppen einander gegenüberstehen. Folge 18 von "Österreich II" beleuchtet die Doppelstrategie, mit der die österreichische Regierung reagiert: Sie setzt den kommunistischen Chef der Staatspolizei ab und tritt den Besatzungsmächten energisch entgegen. Gleichzeitig bringt die Regierung die wertvollsten Kunstschätze aus den Museen Wiens ins Ausland. Österreich wird zum Sonderfall Europas: Der Eiserne Vorhang teilt das Land nicht - die vier Siegermächte setzen ihre Zusammenarbeit im Alliierten Rat fort.
In der Nacht vom 10. auf den 11. September 1989 rollen Kolonnen von ostdeutschen Trabis über den Grenzübergang Nickelsdorf nach Österreich. Bereits am 27. Juni 1989 schnitten ÖVP-Außenminister Alois Mock und sein ungarischer Amtskollege Gyula Horn gemeinsam den Eisernen Vorhang an der Grenze durch. Zwischen der grenzenlosen Euphorie rund um das Jahrhundertereignis und den Grenzregionen von heute liegen 25 Jahre. Was hat das Vierteljahrhundert der offenen Grenzen dort bewirkt, wo sie einst dicht verriegelt waren? Und vor allem: Wird es gelingen, auch die menschlichen Barrieren abzubauen?

"Denk mit Kultur: Gerald Votava und Natalia Ushakova" (22.45 Uhr)

Musikerin Birgit Denk beweist in der neuen ORF-III-Gesprächsreihe "Denk mit Kultur" beim lockeren Talk in Heurigenatmosphäre, wie nahe einander Hoch- und Populärkultur sein können. In der dritten Sendung begrüßt Birgit Denk den Musiker und Schauspieler Gerald Votava sowie Opernstar Natalia Ushakova. Gerald Votava, vielen noch bekannt als FM4-Moderator und Hauptprojektleiter des absurd-dadaistischen Talkshowformats "Projekt X", hat seinen Moderationsjob mittlerweile an den Nagel gehängt. Votava erzählt in "Denk mit Kultur" von seinen - auch gerne weiblichen - Fernsehrollen, über seine Zusammenarbeit mit Gerda Rogers und was Keith Richards als Gitarrenlehrer taugte. In einem Duett mit Birgit Denk gibt Votava Nick Caves gefühlvolle Ballade "Where the Wild Roses Grow" zum Besten.
Die gebürtige Russin Natalia Ushakova, Opernstar auf internationalen Bühnen, hat in Österreich ihre neue Heimat gefunden. Im Gespräch mit Birgit Denk verrät sie, warum sie als Kind mit Kaviar gefüttert wurde, wie ihre Ausbildung zur Ingenieurin verlief und weshalb sie sich mit nur einem einzigen Musikstück für die Musikhochschule qualifizierte. Ushakova berichtet über ihre Liebe zur Natur und wie sie "Unkraut" verkocht. Zum Abschluss liefert Ushakova mit "Mariandl" eine urösterreichische Performance, die auch Gerald Votava spontan zu einem Tänzchen animiert.

Sonntag, 23. November: Operette "Die schöne Helena" und Kiri Te Kanawa in Nigel Wattis' "Künstlerporträt" und in "Le Nozze di Figaro"

"Operette sich wer kann: Die schöne Helena" (16.55 Uhr)

Diesmal zeigt "Operette sich wer kann" eine Verfilmung von Jacques Offenbachs "Die schöne Helena" aus dem Jahr 1973 mit Ivan Rebroff, Harald Serafin und der amerikanischen Sängerin Anna Moffo in der weiblichen Titelrolle. Dass bei der Urauffühung 1864 in Paris erstmals eine Frau völlig entblößt auf der Bühne stand, war für viele Moralisten ein Affront. Die Handlung rund um Menelaos, Paris und die schönste Frau der Welt erzählt die Vorgeschichte des Trojanischen Krieges und steht in der Tradition eines Moraltheaters der damaligen Zeit.

"Erlebnis Bühne - Künstlerporträt: Elegante Kämpferin - Kiri Te Kanawa im Porträt" (18.45 Uhr)

Nigel Wattis begleitete Kiri Te Kanawa auf ihren zahlreichen Reisen, Konzerten und Opernauftritten zwischen Neuseeland und Europa und entdeckte neben einer ausgezeichneten Sopranistin auch eine faszinierende Frau mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die 1981 sogar auf der Hochzeit von Prinzessin Diana und Prinz Charles sang.

Erlebnis Bühne: "Le nozze di Figaro" (20.15 Uhr)

Den unverkennbaren Fluss der Melodien und rhythmischen Antrieb in Mozarts Opern brachte Dirigent Karl Böhm, in dieser Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle, im Jahr 1976 meisterhaft auf die Bühne. Eifersucht und Intrigen prägen das Verwechslungsspiel, bis zu guter Letzt die Liebe siegt und gemeinsam gefeiert werden darf. In musikalischer Begleitung der Wiener Philharmoniker sind Hermann Prey, Dietrich Fischer-Dieskau, Kiri Te Kanawa, Maria Ewing und Mirella Freni zu erleben.

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