Industrie: TTIP-Debatte sachlich und faktenbezogen führen

IV-GS Neumayer: 20.000 Arbeitsplätze könnten durch Freihandelsabkommen in Österreich entstehen - Europäische Standards stehen nicht zur Diskussion

Wien (OTS/PdI) - "Bis zu 20.000 Arbeitsplätze könnten durch das zwischen Europa und den USA in Verhandlung befindliche Freihandelsabkommen TTIP in Österreich geschaffen werden. Das wäre das beste und billigste Konjunkturbelebungsprogramm und damit eine enorme Chance für den heimischen Arbeitsmarkt", betonte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Freitag. Daher sei es angebracht, zunächst konkrete Ergebnisse abzuwarten, sachlich darüber zu diskutieren und in der derzeit stattfindenden Debatte auch die vielen positiven Aspekte für die europäische und österreichische Wirtschaft gebührend zu berücksichtigen. "Vorurteile und das ständige Schüren unbegründeter Ängste sind angesichts dieser historischen Chance völlig fehl am Platz", so der IV-Generalsekretär. Das ständig prophezeite "Ende europäischer Arbeitsmarkt- und Lebensmittelstandards" entbehre jeder sachlichen Grundlage: "Wer behauptet, Österreich und Europa wolle seine hohen Standards über Bord werfen, der betreibt auf unseriöse Weise Panikmache", so Neumayer.

"Die positiven wirtschaftlichen Effekte sprechen ganz eindeutig für das Abkommen - besonders in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit und stagnierender Konjunktur", so der IV-Generalsekretär. So würden rund 200 österreichische Betriebe in den USA produzieren und dabei etwa 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Für Österreich seien die USA die drittwichtigste Exportdestination. Weitere 400 österreichische Tochterfirmen hätten Vertriebsniederlassungen und Repräsentanzen in den Vereinigten Staaten. "Österreich hat 5,4 Mrd. Euro in den USA investiert und die Vereinigten Staaten 18,1 Mrd. Euro bei uns", so Neumayer zu den Fakten. Auch die heimische Exportwirtschaft würde vom Abbau teurer zwischenstaatlicher Bürokratie enorm profitieren. Gleichzeitig sei es natürlich erforderlich, bei den TTIP-Verhandlungen die Interessen Europas entschieden wahrzunehmen. Dies betreffe etwa den besseren Zugang bzw. die Öffnung der öffentlichen Beschaffungsmärkte der USA für europäische Unternehmen sowie einen modernen Investitionsschutz nach UNCITRAL-Regeln, wie in CETA vorgesehen. "Angesichts der klar auf der Hand liegenden Vorteile ist es mehr als angebracht, Vorurteile und Ängste außen vor zu lassen, das Verhandlungsergebnis abzuwarten und dann das Für und Wider nüchtern abzuwägen", so der IV-Generalsekretär.

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