- 21.11.2014, 08:00:33
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Onlineumfrage der LehrerInnengewerkschaft/FCG zum neuen Wiener Schulverwaltungsprogramm WISION
WISION: Wenig praxistauglich, fehleranfällig und zeitraubend
Utl.: WISION: Wenig praxistauglich, fehleranfällig und zeitraubend =
Wien (OTS) - Die Wiener Landesregierung hat 2007 die Umsetzung eines
neuen Schulverwaltungsprogramms im Wiener Pflichtschulbereich
(WISION) beschlossen, erklärt Stephan Maresch, Vorsitzender der
Personalvertretung der 12.000 Wiener PflichtschullehrerInnen. Bis
2011 hätte es an den Standorten implementiert werden sollen. Dieses
Programm ist bis heute nicht praxistauglich. SchulleiterInnen müssen
deswegen seit einem Jahr auf zwei verschiedenen Computern die idente
Arbeit, sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen
Schulverwaltungsprogramm verrichten, führt Martin Höflehner,
Vorsitzender Stv. der PflichtschullehrerInnengewerkschaft weiter aus.
Mit WISION ist momentan keine effiziente Verwaltungsarbeit möglich.
Durch den administrativen Mehraufwand fehlt den Schulleitungen
wichtige Zeit für pädagogisches Arbeiten.
Die Personalvertretung und die Gewerkschaft haben in zahlreichen
offenen Schreiben auf die praktische Undurchführbarkeit und die
enorme Belastung hingewiesen. Bisher hat weder die Behörde noch die
Landesregierung darauf reagiert. Trotz politisch motivierter
Querschläge einzelner FunktionsträgerInnen ist es gelungen, in einer
anonymen Onlinebefragung zu WISION die aktuelle Meinung unter den
Wiener PflichtschulleiterInnen zu erheben.
In 12 konkreten Fragen wurden die Praxistauglichkeit, die
Funktionsweise und das Supportsystem abgefragt. Maresch führt aus,
dass auch die von der Landesregierung versprochene
Arbeitserleichterung Teil der Befragung war.
Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass eine große Mehrheit der
TeilnehmerInnen das Programm als eine enorme Zusatzbelastung, wenig
praxistauglich, fehleranfällig und als zeitraubend einstuft.
Als StandesvertreterInnen fordern wir auf Basis des Ergebnisses
der Onlineumfrage abermals vom Stadtschulrat und der Wiener
Landesregierung umgehend Lösungen zu finden. Es kann nicht sein, dass
die PädagogInnen ein Jahr lang parallel auf zwei verschiedenen
Verwaltungssystemen fast die idente Arbeit erledigen müssen und
monatelang als ProgrammtesterInnen benutzt werden, erklären Stephan
Maresch und Martin Höflehner von der Personalvertretung und der
Gewerkschaft.
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