Onlineumfrage der LehrerInnengewerkschaft/FCG zum neuen Wiener Schulverwaltungsprogramm WISION

WISION: Wenig praxistauglich, fehleranfällig und zeitraubend

Wien (OTS) - Die Wiener Landesregierung hat 2007 die Umsetzung eines neuen Schulverwaltungsprogramms im Wiener Pflichtschulbereich (WISION) beschlossen, erklärt Stephan Maresch, Vorsitzender der Personalvertretung der 12.000 Wiener PflichtschullehrerInnen. Bis 2011 hätte es an den Standorten implementiert werden sollen. Dieses Programm ist bis heute nicht praxistauglich. SchulleiterInnen müssen deswegen seit einem Jahr auf zwei verschiedenen Computern die idente Arbeit, sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Schulverwaltungsprogramm verrichten, führt Martin Höflehner, Vorsitzender Stv. der PflichtschullehrerInnengewerkschaft weiter aus. Mit WISION ist momentan keine effiziente Verwaltungsarbeit möglich. Durch den administrativen Mehraufwand fehlt den Schulleitungen wichtige Zeit für pädagogisches Arbeiten.

Die Personalvertretung und die Gewerkschaft haben in zahlreichen offenen Schreiben auf die praktische Undurchführbarkeit und die enorme Belastung hingewiesen. Bisher hat weder die Behörde noch die Landesregierung darauf reagiert. Trotz politisch motivierter Querschläge einzelner FunktionsträgerInnen ist es gelungen, in einer anonymen Onlinebefragung zu WISION die aktuelle Meinung unter den Wiener PflichtschulleiterInnen zu erheben.

In 12 konkreten Fragen wurden die Praxistauglichkeit, die Funktionsweise und das Supportsystem abgefragt. Maresch führt aus, dass auch die von der Landesregierung versprochene Arbeitserleichterung Teil der Befragung war.

Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass eine große Mehrheit der TeilnehmerInnen das Programm als eine enorme Zusatzbelastung, wenig praxistauglich, fehleranfällig und als zeitraubend einstuft.

Als StandesvertreterInnen fordern wir auf Basis des Ergebnisses der Onlineumfrage abermals vom Stadtschulrat und der Wiener Landesregierung umgehend Lösungen zu finden. Es kann nicht sein, dass die PädagogInnen ein Jahr lang parallel auf zwei verschiedenen Verwaltungssystemen fast die idente Arbeit erledigen müssen und monatelang als ProgrammtesterInnen benutzt werden, erklären Stephan Maresch und Martin Höflehner von der Personalvertretung und der Gewerkschaft.

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