Stöger: Breitband ist der Motor der Informationsgesellschaft

RTR startet Aufklärungsarbeit zur Nutzung von öffentlichem Gut

Wien (OTS/BMVIT) - Infrastrukturminister Alois Stöger erneuerte heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom-Regulierungs GmbH, Johannes Gungl und dem Leiter des Breitbandbüros, Alfred Ruzicka, sein klares Bekenntnis zum flächendeckenden Breitbandausbau. "Alle zwei Jahre verdoppelt sich die Datenmenge. Das ist eine enorme Herausforderung für die Infrastruktur, der wir uns schon heute stellen müssen und die gemeinsame und koordinierte Anstrengungen erfordert. Die flankierenden Maßnahmen durch die RTR werden hier einen wichtigen Beitrag leisten", so der Minister. ****

"Wir begrüßen die Breitbandstrategie 2020 und das Breitbandbeschleunigungspaket", so Johannes Gungl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post. "Um eine effiziente Breitbandförderung gemäß dem Motto "Breitband für alle" für Österreich zu installieren, müssen bestehende Probleme in der praktischen Umsetzung identifiziert und behoben werden. Dafür bringen wir gerne unsere Expertise ein und werden gemeinsam mit dem BMVIT Lösungsempfehlungen erarbeiten und Informationen bereitstellen, um den Ausbau vor allem auf lokaler Ebene zu unterstützen", führt Gungl aus.

300 Millionen Euro sollen bereits 2015 ausgeschrieben werden -darauf hat sich die Regierung auf Initiative von Minister Stöger bei der Klausur Ende September geeinigt. "Wir arbeiten intensiv an der Ausarbeitung der Förderrichtlinien, damit wir 2015 starten können. Dazu muss auch ein investitionsfreundliches Klima geschaffen werden, damit gemeinsam mit der Industrie der Motor der Informationsgesellschaft zum Laufen gebracht werden kann", schildert der Alfred Ruzicka, Leiter des Breitbandbüros im BMVIT, die Herausforderungen für den Markt.

"Das erklärte Ziel, bis 2020 nahezu alle Haushalte mit ultraschnellem Internet zu versorgen, kann nur durch einen evolutionären Ansatz erreicht werden, der von allen Beteiligten mitgetragen wird", so Stöger. Einerseits müssen bestehende Netze erweitert und Insellösungen angebunden werden, andererseits muss man durch Leerverrohrungen einen weiteren Ausbau vorbereiten. Die so genannte Maulwurfprämie soll vor allem dort unterstützen, wo trotz Förderung keine Versorgung durch die Industrie zu Stande kommt. Hier kommt der öffentlichen Hand eine besondere Rolle zu.

Neben dem Breitbandausbau sei es wichtig, zu einer nationalen Strategie für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu kommen, betonte Stöger. Bereits 2010 wurde das Kompetenzzentrum Internetgesellschaft (KIG) eingerichtet, das Eckpunkte für eine nationale IKT-Strategie erarbeitet hat. "Das bmvit wird als Schlüsselministerium für den Bereich eine nationale IKT-Strategie forcieren", so Stöger. Diese soll bis Mitte 2015 erarbeitet werden. Verschiedene Anwendungsbereiche wie Forschung, E-Health, E-Government oder Bildung sollen in der IKT-Strategie zusammengeführt werden. (Schluss)

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