ÖH Uni Wien ad Cartellverband: Kein Schulterschluss mit homophoben Männerbünden

ÖH Uni Wien zeigt sich entsetzt vom Diskussionsstil und fehlender Distanzierung vom Rechtsextremismus des CV

Wien (OTS) - "Einen Schulterschluss mit homophoben Männerbünden, die sich nicht klar von rechtsextremen Gedankengut distanzieren und den Austrofaschismus verklären, wird es mit uns nicht geben", betont Stephanie Marx vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien bei der gestrigen Podiumsdiskussion. Der Wiener Cartellverband (WCV) lud zur Podiumsdiskussion auf der Wirtschaftsuniversität Wien ein, um über die aktuelle Situation von Couleurstudenten zu sprechen und gemeinsame Positionen zu finden - was sich jedoch als unmöglich erwies. "Wir fordern mehr als heuchlerische Worte, sondern sichtbare Taten. Wenn Rechtsextreme in der Öffentlichkeit auftreten, bedarf es aktiven Engagements", kritisiert Marx.****

Bezüglich des Sexismus im CV erklärt Marx: "Der CV positioniert sich eindeutig gegen die Selbstbestimmung von Frauen*, mitunter fordert er die Abschaffung der Fristenregelung." Auch die elitäre Männerbündelei, die bis in die Spitzen der Wirtschaft und Politik reichen, fußt auf dem Ausschluss von Frauen. Auch die Homophobie des CV lässt einen Konsens nicht zu. Auf die vorgebrachten Vorwürfe konnte nichts erwidert werden. Der Politikwissenschaftler Bernhard Weidinger konnte eine ganze Liste von Personen benennen, die immer wieder durch antisemitische und homophobe Äußerungen auffielen. Dies blieb vom Rest des Podiums unkommentiert.

Am akademischen Diskurs war der CV offensichtlich nicht interessiert. Der Moderator Wolfgang Ritzberger unterbrach die Podiumsteilnehmer_innen und wurde ausfallend gegenüber dem Publikum, Podiumsteilnehmer erklärten, noch in 150 Jahren das Bild Schuschniggs in ihrer Bude hängen zu haben, und erzählten über Mensuren und Wasserfallkletterein.
"Der CV muss sich seiner Geschichte stellen und anstatt leere Lippenbekenntnisse zu verbreiten endlich aktiv gegen Rechtsextremismus vorgehen", erklärt das Vorsitzteam unisono.

Rückfragen & Kontakt:

ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0699 103 953 45
0699 10 69 39 89
presse@oeh.univie.ac.at
http://www.oeh.univie.ac.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHW0001