NEWS: Justiz prüft Verkauf der Hypo-Ukraine

Korruptionsstaatsanwaltschaft liegt Anzeige zu umstrittenem Deal von Mai 2014 vor. Auch Schuldennachlass für Firmen-Gruppe von Oligarch Bakhmatyuk 2010 wirft Fragen auf.

Wien (OTS) - In der Causa Hypo Alpe Adria befasst sich die Justiz nun mit einem Geschäft, das erst wenige Monate zurück liegt: Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtete vor kurzem über hinterfragenswerte Umstände des Verkaufs der ukrainischen Leasing-Tochter der verstaatlichten Bank, der im heurigen Frühjahr durchgeführt wurde. Nun ist die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft am Zug:
"Es liegt uns eine Anzeige vor, die wir gerade prüfen", erklärt ein Sprecher.

Wie NEWS berichtet hat, konnte sich die Firmengruppe des ukrainischen Oligarchen Oleg Bakhmatyuk durch einen Deal, der während dem Verkaufsprozess durchgeführt wurde, neun bis zehn Millionen Euro an Kreditrückzahlungen ersparen. Dies ist - wie NEWS aktuell berichtet - jedoch nicht das erste Geschenk der Hypo an den Oligarchen auf Kosten der Steuerzahler. Im Jahr 2010 - also bereits nach der Notverstaatlichung - erhielt die Bakhmatyuk-Gruppe einen Schuldennachlass von zumindest zwei Millionen US-Dollar (nach damaligem Wechselkurs etwa 1,5 Millionen Euro). Gerade einmal drei Monate später erwarb Bakhmatyuk in Österreich um rund 2,5 Millionen Euro eine Luxus-Villa.

Bereits zuvor wollte Bakhmatyuk über eine zypriotische Firma, die laut Hypo-Unterlagen ihm zurechenbar ist, in Österreich selbst eine Bank gründen. Die Finanzmarktaufsicht verweigerte jedoch die Konzession.

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