- 19.11.2014, 09:49:36
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Grüne Wien: Werner-Lobo begrüßt mutige Entscheidung für die neue Festwochen-Direktion
Tomas Zierhofer-Kin steht für experimentierfreudige, gesellschaftspolitisch relevante künstlerische Avantgarde
Utl.: Tomas Zierhofer-Kin steht für experimentierfreudige,
gesellschaftspolitisch relevante künstlerische Avantgarde =
Wien (OTS) - Sehr erfreut zeigt sich der Kultursprecher der Grünen
Wien, Klaus Werner-Lobo, über die mutige Entscheidung, Tomas
Zierhofer-Kin als neuen künstlerischen Leiter der Wiener Festwochen
einzusetzen: "Auch die Grünen haben sich dafür ausgesprochen, die
neue Direktion mit jemandem zu besetzen, der für
Experimentierfreudigkeit, gesellschaftspolitisch relevante
künstlerische Avantgarde und eine starke Einbindung der Wiener
Kulturszene steht. Tomas Zierhofer-Kin hat sowohl als Mitbegründer
des Zeitfluss-Festivals (gemeinsam mit Markus Hinterhäuser) in
Salzburg als auch als künstlerischer Leiter des Donaufestivals in
Krems bewiesen, dass er ein ausgezeichneter Kenner und vor allem
Entdecker hervorragender zeitgemäßer internationaler und heimischer
Künstler und Künstlerinnen ist. Er hat schon bisher wahre Schätze
gehoben und in Österreich bekannt gemacht und sich immer abseits
ausgetrampelter Pfade des Kulturbetriebs bewegt."
Zierhofer-Kin hat das Donaufestival zu einem Highlight der
österreichischen Festivalszene und einer internationalen Referenz für
künstlerische Avantgarde gemacht und dort neue Ausdrucksformen aus
allen Genres - Musik, Performance, Theater, neue Medien etc. - und
vor allem genreübergreifende Darstellungsformen gezeigt. Darüber
hinaus hat er den Diskurs über Kunst und Kultur, über
gesellschaftliche Utopien und Dystopien vorangetrieben. Die
künstlerische Kritik an einer verwertungsorientierten
kapitalistischen, rassistischen, sexistischen und homophoben
Gesellschaftsordnung verbindet er mit leichtfüßigen, fröhlichen,
queeren, ästhetisch aufregenden und oftmals auch provokanten
Zugängen.
"Das ist genau das, was Wien und die Festwochen brauchen, um sich als
Weltstadt der Kultur nicht nur zu behaupten, sondern auch neue
Maßstäbe zu setzen", so Werner-Lobo, der an die Neubestellung auch
die Erwartung knüpft, das Flaggschiff des Wiener Kulturlebens einer
grundlegenden strukturellen und künstlerischen Neuorientierung zu
unterziehen: "Die Festwochen sollen wieder in die Stadt hineinwirken,
aufregen, im öffentlichen Raum sichtbar werden, die lebendige
Kulturszene dieser Stadt aktiv einbinden, Orte und Milieus der
sozialen und geographischen Peripherie - etwa in den Außenbezirken
und unter der Zuwanderungsbevölkerung - neu entdecken und beleben und
so für alle Wienerinnen und Wiener unabhängig von Herkunft und
sozialem Status sicht-, spür- und angreifbar werden."
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