- 18.11.2014, 10:50:26
- /
- OTS0070 OTW0070
Vogelgrippe-Panikmache - die Zweite
Die Geflügel-Keulungswelle rollt derzeit über Europa
Utl.: Die Geflügel-Keulungswelle rollt derzeit über Europa =
Laaben (OTS) - .Nach 31.000 vorsorglich gekeulten Puten in
Mecklenburg-Vorpommern, wurden in Holland gleich 150.000 (!)
Legehennen in einem Massen-Betrieb (von den Medien euphemistisch
"Bauernhof" genannt) umgebracht und jetzt hat angeblich auch England
seinen ersten Fall in einer Entenzuchtfabrik in der Grafschaft East
Yorkshire. Nach der weltweiten Vogelgrippe-Hysterie der Jahre 2005
bis 2008, wo auch regelmäßig die Übertragung auf den Menschen
heraufbeschworen wurde und damit millionenfache Keulungen angeordnet
wurden, scheint sich jetzt die nächste politgesteuerte Panikwelle
über ein kleines Virus aus Ostasien anzubahnen.
Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann der
Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT: "Die Vogelgrippe hat es
praktisch schon immer gegeben, sie gleicht großteils in den Symptomen
der menschlichen Grippe und wurde erstmals 1878 in Italien
festgestellt. In der heute vorherrschenden Intensivtierhaltung
entsteht sie jedoch in verschiedenen Subtypen v.a. durch die
tierquälerischen und großteils katastrophalen hygienischen
Bedingungen der Massentierhaltungen, welche eindeutig gefährliche
Seuchenbrutstätten darstellen! Die Tiere leben hier zusammengepfercht
unter Dauerstreß, haben kaum Immunabwehr, sind krank gezüchtet und
vielfach schwer verletzt - viele anonym aufgenommene Videos belegen
das immer wieder. Durch die weltumspannenden, völlig
undurchschaubaren Kontakte der Geflügelkonzerne können Infektionen
selbst aus Fernost spätestens nach wenigen Wochen in den
abgeschotteten Intensivställen Europas auftauchen - wie nun geschehen
mit dem angeblich aus Südkorea stammenden H5N8-Subtyp. Als erste
Maßnahme müßte daher der globale Handel mit Tierprodukten, wie Eiern,
Fleisch, Federn, aber auch Kadavern und Kot verboten werden - eine
zuverlässige Überwachung vorausgesetzt. Massentierhaltungsanlagen
sind auch gefährlich für die Umgebung, denn die Krankheitserreger
gelangen ins Freie durch Tiertransporte, Kotausbringung oder durch
offen im Hof - manchmal sogar auf dem benachbarten Feld - gelagerte
Kadaver, sodaß Wildvögel oder Freilandgeflügel angesteckt werden
können."
Zugvögel sind mitnichten verantwortlich, schuld sind
Intensivtierhaltung und Tiertransporte!
Vogelgrippe wird keinesfalls durch Zugvögel übertragen, wie immer
wieder von der Agrarindustrie und dieser hörigen Politikern behauptet
wird, sondern ist ein hausgemachtes Problem der industriellen
Intensivtierhaltung. Das hat bereits 2007 die Weltorganisation für
Tiergesundheit (OIE) berichtet, nämlich daß das damals im
Putenmastbetrieb in der englischen Grafschaft Suffolk aufgetretene
H5N1-Virus mit asiatischem Stamm dem entspricht, welches zuvor in
Ungarn gefunden wurde. Auch jetzt wird von Geflügel-Lobbyisten und
Medien wieder behauptet, der Geflügelpest-Subtyp H5N8 wäre über
Wildvögel nach Europa gekommen. Diese Annahme widerspricht aber
jeglicher Logik, wie die deutsche Tierärztin Dr. Karin Ulich vom
"Wissenschaftsforum Aviäre Influenza" (WAI) belegt, "denn
1. zwischen Süd-Korea, Japan, China und Deutschland (bzw.
Niederlande) gibt es weder Wildvogelbewegungen noch fand man irgendwo
in dem Bereich zwischen Nord-Europa und Südostasien infizierte Vögel,
2. die Ausbrüche fanden in geschlossenen Ställen mit
Massentierhaltung statt. Wie kommt da der offenbar einzige infizierte
Wildvogel hinein, den kein Mensch je fand? Wie soll ein kranker Vogel
diese weite Strecke zurücklegen? Und
3. Massentierhaltungen sind in der Regel überregional durch
Groß-Unternehmen miteinander verbunden. Sie stehen in Kontakt durch
Transporte (Futtermittel, Küken, Transportfahrzeuge), Schlachthöfe,
Kotentsorgung, oft weltweit durch ihre Handelsverbindungen.
Eintagsküken werden kreuz und quer um den Globus transportiert - weit
mehr, als Zugvögel unterwegs sein können. Und: Kranke Vögel sterben
an Ort und Stelle da, wo sie infiziert wurden."
Dr. Plank abschließend: "Die immer wieder auftretenden
Geflügelpestfälle sollten daher Grund genug sein, in der EU und
insbesonders in den Hochburgen der Industrietierhaltung in Holland,
Deutschland, aber auch gewissen Gebieten Österreichs keinerlei
Neubauten von Intensivställen mehr zu genehmigen! Zum Schutz der
Bevölkerung, die ein Recht auf gesunde Freilandhaltung von Geflügel
als Heimtiere und zur Selbstversorgung haben sollte. Zusätzlich
stellt sich die Frage: Cui bono - wem nützt eigentlich jedesmal
wieder diese künstliche Panikmache? Warum wird jetzt wieder
behauptet, H5N8 sei für Menschen eine Gefahr, obwohl nicht einmal in
Südost-Asien, wo das Virus seit längerem weit verbreitet ist, je ein
infizierter Mensch entdeckt wurde? Dabei wäre doch - so sagt es uns
der Hausverstand - eine vegetarisch-vegane Ernährung der sicherste
Schutz vor einer Ansteckung."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ANI






