- 17.11.2014, 14:47:55
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Ein Jahr Kinderhilfsfonds: Österreichische Kinderliga zieht Bilanz
Recht auf adäquate Therapie ist Kinderrecht: Kinderhilfsfonds konnte bereits im ersten Jahr knapp 100 Familien konkret helfen.

Utl.: Recht auf adäquate Therapie ist Kinderrecht: Kinderhilfsfonds
konnte bereits im ersten Jahr knapp 100 Familien konkret
helfen. =
Wien (OTS) - Der von der Österreichischen Liga für Kinder- und
Jugendgesundheit im November 2013 ins Leben gerufene Kinderhilfsfonds
konnte bereits im ersten Jahr knapp 100 Familien konkret helfen.
Viele Familien können sich die oft dringend notwendigen Therapien und
Heilbehelfe für ihr krankes Kind nicht leisten. Genau dort springt
der Kinderhilfsfonds ein und hilft rasch und unbürokratisch.
Recht auf adäquate Therapie ist Kinderrecht
Laut Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind ein
Recht auf das" erreichbare Höchstmaß an Gesundheit und auf
Inanspruchnahme der vorhandenen Gesundheitseinrichtungen". In
Österreich ist dieses Recht als Anspruch jedes Kindes auf
bestmögliche Entwicklung und Entfaltung verankert. Dass in der
Realität noch einiges nötig ist, um dieses Ziel zu erreichen, vor
allem wenn es um Behandlungen und Therapien für chronisch kranke und
behinderte Kinder und Jugendliche geht, zeigen noch immer
alarmierende Zahlen und Fakten:
Rund 80.000 chronisch kranke und behinderte Kinder und Jugendliche
erhalten nicht die Therapie, die sie benötigen. Die Wartezeiten
betragen häufig bis zu eineinhalb Jahre oder die Therapien sind mit
Selbstbehalten belastet, welche sich betroffene Familien nicht immer
leisten können. Es gibt bundesweit zu wenig kostenfreie
Therapieplätze mit zumutbaren Wartefristen.
"In den vergangenen Jahren ist auf Planungs- und Strategieebene viel
geschehen Es gab in einzelnen Bereichen und Regionen auch
Verbesserungen der Versorgung. Aber es ist - leider - bei weitem noch
nicht genug, was bei den Betroffenen wirklich ankommt", gibt Dr.
Christina Wehringer, Vizepräsidentin der Österreichischen Kinderliga,
zu bedenken. Die Kinderliga gibt seit mehr als fünf Jahren Kindern
und Jugendlichen eine Stimme, wenn es um deren Gesundheit geht, und
arbeitet aktiv in diversen Gremien an Lösungsansätzen mit. "Die
politische Arbeit ist langfristig angelegt und ohne Frage wichtig.
Uns wurde aber bewusst, dass viele Familien unmittelbar konkrete
Hilfe benötigen. Wir waren ständig damit konfrontiert, dass Kinder
viel zu lange auf einen dringend notwendigen kostenfreien
Therapieplatz warten mussten. Die Bewilligung von orthopädischen
Behelfen dauert oft so lange, dass das Kind aus der Schiene oder dem
Rollstuhl schon wieder heraus gewachsen ist, bis es diesen endlich
bewilligt bekommt, ganz abgesehen von den hohen Zuzahlungen, die sich
manche Familien nicht leisten können", erklärt Wehringer den Grund,
weshalb die Kinderliga vor einem Jahr selbst aktiv wurde, um
betroffenen Kindern im Rahmen des Kinderhilfsfonds mit direkter
Unterstützung zu helfen.
Ein Jahr Kinderhilfsfonds: eine erste Bilanz
Seit seiner Gründung im November 2013 konnte der Kinderhilfsfonds
bereits knapp 100 Anträge auf Soforthilfe bearbeiten und kranken
Kindern rasch und unbürokratisch zu den dringend notwendigen
Behandlungen und Therapien verhelfen. Diese Unterstützung ist nicht
nur für die Kinder eine große Hilfe, sondern entlastet die ganze
Familie. Oftmals geraten Familien durch die Erkrankung oder
Behinderung ihres Kindes in Not. Der Kinderhilfsfonds springt dort
ein, wo das System noch auslässt. Anträge auf Teil- oder auch
Vollfinanzierung von Therapien und Heilbehelfen, die online an den
Kinderhilfsfonds gestellt werden, werden nach genau festgelegten
Kriterien geprüft und, wenn diese erfüllt sind, so rasch wie möglich
bewilligt. "Die Kinder, die wir mit dem Kinderhilfsfonds
unterstützen, haben oftmals eine Odyssee hinter sich und ohnedies
meist schon lange genug auf die Therapien und Heilbehelfe, die sie
dringend brauchen, gewartet", weiß Daniela Koller, Projektleiterin
des Kinderhilfsfonds " Da dürfen wir keine Zeit verlieren!"
Besonders häufig wurden im ersten Jahr des Kinderhilfsfonds Anträge
auf Finanzierung einer notwendigen Ergotherapie für Kinder mit
Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen oder auch
Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung gestellt. Je rascher dem
betroffenen Kind die notwendige Therapie zuteilwird, umso wirksamer
ist die Behandlung. Dies gilt ebenso für Psychotherapie bei
seelischer Not, für Physiotherapie etwa bei cerebraler
Bewegungsstörung, Logopädie bei Sprachstörungen oder etwa für
spezifische Autismus-Therapien, die alle über den Kinderhilfsfonds
nach genauer Prüfung des Antrags gefördert werden. Ebenso konnte der
Kinderhilfsfonds im ersten Jahr zahlreiche Familien mit der
(Vor-)Finanzierung von Heilbehelfen für die betroffenen Kinder
unterstützen.
Damit der Kinderhilfsfonds auch weiterhin dort einspringen kann, wo
Hilfe dringend notwendig ist, ist er auf Sponsoren und Spender
angewiesen.
Information und Anträge: http://kinderhilfsfonds.at
Spendenkonto Kinderhilfsfonds:
Die Ärztebank 1096 Wien - IBAN: AT 88 1813 0808 8932 0001 - BIC:
BWFBATW1
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